Beschreibung
Frühjahr 1984, Frankfurt am Main, Friesengasse: Beim Erzähler Peter klingelt das Telefon. Es ist die Kulturredakteurin vom Pflasterstrand: Ob er etwas schreiben wolle, über das Bahnhofsviertel und die Pläne vom Oberbürgermeister. »Ja, sagte ich, ja, wie lang denn? Bis wann?« –
In vier Teilen erschien »Mein Bahnhofsviertel« 1984 im legendären Frankfurter Stadtmagazin. Gut zehn Jahre später versuchte Kurzeck, auf »zwei – drei Seiten« ein Nachwort für die Buchausgabe zu schreiben. Es gelang ihm nicht. Stattdessen entstand aus den Skizzen für dieses Nachwort sein großer autobiografischer Romanzyklus Das alte Jahrhundert, an dem er bis zu seinem Tod arbeitete. Warum gehst du hier?, erstmals aus dem Nachlass ediert, hätte der neunte Band werden sollen und führt an die Anfänge dieses in der deutschen Literatur einmaligen Erzählprojekts.
Mein Bahnhofsviertel ist eine Erinnerung ans Bahnhofsviertel der späten 1950er, wo ein Lehrling aus Gießen an der Lahn ins wilde Frankfurter Nachtleben eintaucht. Wie in Kurzecks gesamtem Werk beschwört er auch hier schon das Vergangene und schreibt, um nichts dem Vergessen zu überlassen.






