Mirko Bonné

Kanzlerkino

Roman

ca. 256 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag

ca. € (D) 25,– | sFr 34,50 | € (A) 25,70

ISBN 978-3-69097-019-8

Erscheint am 20. August 2026

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Beschreibung

Die Bonner Republik zur Wendezeit: DDR-Flüchtling Bernd Vomturm macht Karriere im Regierungsviertel und wird dort zum gefragten »Mann fürs Glas«. Verantwortlich für die Fassaden des Kanzlerbungalows, erhält er tiefe Einblicke in das Leben und Umfeld des Bundeskanzlers Viktor Breugel. Während der Pfälzer Kanzler als leidenschaftlicher Cineast seine Politik wie einen Film inszeniert, benötigt seine Gattin Harriet aus gesundheitlichen Gründen dringend mehr Licht. Und Vomturm, der eine Liebesgeschichte mit der Schwägerin des Kanzlers beginnt, entwirft bereits die Architektur einer neuen Zeit: ein visionäres Haus für den Kanzler am Rande Berlins.

Zugleich reichen lange Schatten von Ost nach West. In Chemnitz führt Lutz Reinmar, Vomturms alter Freund, heimlich dessen Stasi-Akte fort – verstrickt in eine fatale Mischung aus Eifersucht und Verrat, droht manch ein Konstrukt zu zerbrechen.

Mirko Bonné hat einen großen Roman über ein Land im Dazwischen und die Suche nach sich selbst geschrieben. Wie ein literarisches Prisma fächert Kanzlerkino unvereinbare Wahrheiten auf, verfolgt das Zersplittern menschlicher Träume.

Zusätzliche Information

Größe12,50 × 20,50 cm

Pressestimmen

»Mirko Bonné verschafft uns Leseerlebnisse, die uns lange und intensiv beschäftigen. Nicht zuletzt deshalb, weil uns die Figuren, mit denen er seine Geschichten bevölkert, zu Herzen gehen, mit ihren Freuden, mit ihrem Schmerz. Wir ertappen uns dabei, wie wir diese Figuren in unseren Alltag mitnehmen, wenn wir dann irgendwann schweren Herzens diese Bücher zuklappen und das Paralleluniversum, in dem wir uns eine Weile häuslich eingerichtet hatten, wieder verlassen müssen.« Tilman Krause

»Mirko Bonnés Romane überzeugen durch seine Fähigkeit, historische Fakten mit sensibler Figuren- und Spracharbeit den Fragen des Lebens gegenüberzustellen.« Lisa Kreißler / NDR

»Bonné zeigt mit dem Schwung des selbstbewussten Virtuosen die Hintergrundstrahlung der irdischen Verhältnisse.« Hubert Winkels / Die Zeit