Beschreibung
Über Nacht verändern sich die Straßen von Wolnopol: Dünen wehen über die Promenade, künstlich anmutende Wirbelstürme reißen Schneisen durch die ukrainische Küstenstadt. Was wie ein Naturphänomen wirkt, entpuppt sich schnell als existenzielle Bedrohung. Kommen die Stürme aus Russland? Können Menschen und Stadt ihnen standhalten?
Inmitten dieses Chaos macht Maksym Karriere – als Dealer von synthetischen Drogen. Sein Großvater Bohdan, der den Gulag überstanden hat, bringt ihm Schach bei und zitiert Puschkin. Seine Mutter Nadia, Herzchirurgin des Städtischen Klinikums, traut weder Staat noch Menschen. Wie Bohdan ist sie bemüht, Maksym die Spuren der sowjetischen Diktatur nicht einzuprägen.
Doch während die Stadt im Sand zu verschwinden droht, gerät auch die Familie ins Wanken. Obwohl Maksym sein Drogenbusiness noch als Spiel versteht, steckt er schon in einer gefährlichen Spirale zwischen Macht, Abhängigkeit und Gewalt.
Ulrike Almut Sandig spannt in ihrem neuen Roman einen konsequenten sinnbildlichen Bogen über die drängenden Fragen unserer Zeit: Wie sehr brauchen wir einander im Sturm? Und wie hoch ist der Preis unserer Freiheit?







Pressestimmen
»Ulrike Almut Sandig bringt einen frischen Wind in die Gegenwartsliteratur. Sie ist Kraftspenderin für die Kriegszeit in der Ukraine.« Lerke von Saalfeld / FAZ
»Können Lyriker Prosa schreiben? Nein, sagt das Vorurteil. Ja, beweist Ulrike Almut Sandig.« Der Spiegel
»Ulrike Almut Sandig ist eine Meisterin des Visuellen, in ihrem Werk gibt es zuhauf unvergessliche Bilder und stimmige Szenarien, in der Prosa wie in der Lyrik.« Jan Wagner
»Eine literarische Bearbeitung des Angriffskriegs in der Ukraine.« Catherine Mundt / hr2 Kultur
»Ich habe bei diesem Buch wieder den sehr starken Eindruck gehabt, dass dieses Buch lebt, das es pulsiert in der Sprache [. . .].« Christoph Schröder / 3sat
»Ulrike Almut Sandig hat eine eigene Antwort gefunden, auf die Frage, wie von Deutschland aus über den Angriffskrieg gegen die Ukraine geschrieben werden kann.« Judith Heitkamp / Bayern 2 „Das Büchermagazin“
»Einen Preis nach dem anderen hat [Ulrike Almut Sandig] in den letzten Jahren bekommen, für ihre Lyrik, ihre Prosa und ich vermute, dass bald die nächste Auszeichnung ansteht für dieses neue, wirklich famose, fulminante Buch.« Joachim Scholl / Deutschlandfunk Kultur Lesart
»Sandig erzählt mit poetischer Genauigkeit über den Zustand kollektiver Verunsicherung.« Yara Hoffmann / MDR artour
»[Ulrike Almut Sandig hat] eine so schöne und ganz eigene Sprache. Die ist […] poetisch, die ist kraftvoll, die ist zart, aber die ist auch [. . .] an genau den richtigen Stellen wieder total klar. Und gleichzeitig [ist sie] aber immer so nah dran an den Menschen, an den Brüchen, an dem was politisch und auch gesellschaftlich in unser Leben reinwirkt.« Yara Hoffmann / MDR Kultur
»Ich habe bei diesem Buch wieder den sehr starken Eindruck, dass dieses Buch lebt, dass es pulsiert in der Sprache [...].« Christoph Schröder / SWR Kultur
»Ganz tolles Buch!« Ludwig Lohmann / „blauschwarzberlin“ - Der Literaturpodcast