Beschreibung
Eine Berghütte in den österreichischen Alpen: Bei dem Komponisten Albert Sanger, seinen sieben Kindern und seiner Geliebten gehen Künstler und Musiker aus ganz Europa ein und aus. Fernab der Zwänge des bürgerlichen Lebens herrscht bei den Sangers ein wildes Treiben, das eine unwiderstehliche Faszination auf ihre Besucher ausübt. Doch als Sanger stirbt, wird der alpinen Idylle ein jähes Ende bereitet: Sein »Zirkus« wird aufgelöst – die Kinder werden in die Obhut ihrer Verwandten übergeben und in das starre Korsett des englischen Spießbürgertums gezwängt. Besonders für die vierzehnjährige Tessa, die seit jeher in den Komponisten Lewis Dodd, einen Freund der Familie, verliebt ist, birgt das neue Leben nur Leid und Enttäuschungen.
In ihrem Roman Die treue Nymphe, mit dem der damals Achtundzwanzigjährigen der internationale Durchbruch gelang, zeichnet Margaret Kennedy ein pointiertes Sittenbild ihrer Zeit. Die so tragische wie vergnügliche Geschichte der Sanger-Kinder erzählt mit satirischem Biss und großem Einfühlungsvermögen vom ewigen Konflikt zwischen Konformismus und anarchischen Künstlerexistenzen.







Pressestimmen
»Dies Buch hat mir viel Freude gemacht. Selten habe ich über die ernstesten und traurigsten Dinge der Welt so still-heiter – so gelassen reden hören.« Hermann Hesse
»Wie dieses Buch den Leser mit sich zieht, dankt es dem Zauber der unglaublich sanften Strömung. Man treibt auf ihr dahin wie auf der Stimme, die man liebt, wenn sie erzählt.« Walter Benjamin
»Eine so subtile Verschmelzung von Pathos und Satire zeugt von einer literarischen Kunstfertigkeit, wie sie nur selten erreicht wird.« New York Times