Diese Autorinnen und Autoren
gehen für Sie auf Lesereise

Gerne beantworten wir Ihre Fragen nach Terminen, Konditionen, Plakaten, Pressematerialien und Werbemitteln – zu diesen und zu allen anderen unserer Autorinnen und Autoren. Bitte wenden Sie sich an Jennifer Sprodowsky.

Gert Loschütz
© Bogenberger
autorenfotos.com
Gert Loschütz - Ein schönes Paar

Gert Loschütz liest aus EIN SCHÖNES PAAR

Beim Ausräumen seines Elternhauses stößt der Fotograf Philipp auf einen Gegenstand, der in der Geschichte seiner Eltern eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die beiden, Herta und Georg, waren ein schönes Paar. Philipp erinnert sich an ihr junges Liebesglück, ihre Hoffnungen und Gefährdungen, an die überstürzte Flucht seines Vaters aus der DDR in den Westen. Das hätte, da ihm die Mutter und der Junge ein paar Tage später folgten, der Beginn eines erfüllten Lebens sein können, tatsächlich aber trug die Flucht den Keim des Unglücks in sich. Ein ergreifender Roman über Liebe und Vergänglichkeit vor dem Hintergrund der deutschen Teilung.
Joshua Cohen
© Adam Gong
Joshua Cohen - Buch der Zahlen

Joshua Cohen liest aus BUCH DER ZAHLEN

Ein gescheiterter Autor verliert am 11. September alles, was ihm am Herzen liegt: Seine Frau verlässt ihn, sein Buch floppt, der Buchladen, in dem er sein Geld verdient, liegt in Trümmern. Da erhält er den lukrativen Auftrag, die Memoiren eines Mannes zu schreiben, der genauso heißt wie er und ansonsten sein genaues Gegenteil ist: Ein Internetmogul, Erfinder des Algorithmus, der die totale Überwachung ermöglicht und unser aller Leben verändert. Autobiografie, Familiengeschichte, Ghostwriting für Anfänger, Silicon-Valley-Historie, internationaler Thriller, Sexkomödie – Cohens »Buch der Zahlen« ist ein überschäumendes Buch.
Margit Schreiner
© Alain Barbero
Margit Schreiner - Kein Platz mehr

Margit Schreiner liest aus KEIN PLATZ MEHR

»Allein die Dinge, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln!« Zettel, Tagebücher, Korrespondenzen, Zeitungsartikel, Fotos, Nippes aller Art. Gewohnt überspitzt wettert Margit Schreiner über die Fülle, mit der wir uns tagtäglich konfrontiert sehen. Da hilft nur das Aus- und Aufräumen – wenngleich dieses noch mehr zutage fördert. Margit Schreiner hat einen so amüsanten wie treffenden Roman über den Mangel an Platz geschrieben, über Schriftsteller, die wie Messies leben, sowie über die problematische Müllentsorgung in Italien. Am Beispiel Japans geht sie der weltweiten Platzfrage nach und zeigt die irrwitzigen Folgen des Platzmangels auf ganze Gesellschaftsstrukturen.
Bernd Wagner
© Nikolai Makarow
Bernd Wagner - Die Sintflut in Sachsen

Bernd Wagner liest aus DIE SINTFLUT IN SACHSEN

Wir sind in Wurzen, einer kleinen Stadt bei Leipzig, die Familie Wagner, deren Weg wir bis heute verfolgen, betreibt eine Schmiede, den Mittelpunkt eines Familienlebens, das Thema des Romans ist. Es ist eine Welt, in der noch das Gaslicht brennt, der Kanonenofen bullert oder eine Fahrt mit der Eisenbahn einem Abenteuer gleicht. Aber das ergibt kein Bild der Idylle, kein nostalgisches Bild eines verschwundenen Landes. Wie deutsches Leben und Erleben in der Zeit des Entstehens zweier deutscher Staaten sich entwickelte, erfahren wir sinnlich und bisweilen derb direkt durch Wagners Roman, der auch ein Reigen schauriger Geschichten ist, wie sie das vergangene Jahrhundert überreich bereithielt.
- Etwas Seltenes überhaupt

Nicole Henneberg liest aus ETWAS SELTENES ÜBERHAUPT

Zweifelsfrei gehört Gabriele Tergit zu den bemerkenswertesten und mutigsten Frauen des 20. Jahrhunderts. Als erste weibliche Gerichtsreporterin der Weimarer Republik machte sie anhand scheinbar unbedeutender Fälle auf die großen Problematiken ihrer Epoche aufmerksam. Aus der Position einer sozialkritischen Beobachterin heraus beschrieb sie die Gewalt und den zunehmenden Einfluss der Nationalsozialisten. Ihre eindrücklichen Erinnerungen Etwas Seltenes überhaupt erschienen erstmals ein Jahr nach ihrem Tod – und nun in einer lang erwarteten, von Nicole Henneberg neu edierten und mit einem Nachwort versehenen Neuausgabe.
- Petit-Louis

Julia Schoch liest aus PETIT-LOUIS

Petit-Louis ist 16 Jahre alt, als der Erste Weltkrieg beginnt, in den sein Vater sofort eingezogen wird. Wenig später ereilt auch ihn dieses Los und die glückliche Familie ist auseinandergerissen. Petit-Louis wird durch den Krieg nicht zerstört, geradezu traumwandlerisch geht er durch ihn hindurch. Am Ende finden sich alle Familienmitglieder auf beinahe wundersame Weise wieder dort ein, wo sie auch zu Beginn schon waren: zu Hause, ganz so, als wäre nichts geschehen. Ein wunderbarer Roman, übersetzt von Julia Schoch, über das Erwachen, das Erwachsenwerden, über die Trauer, das Abschiednehmen und das Weiterleben, über die Liebe, nicht zuletzt über die Liebe zu den Eltern.
Christoph Buchwald
© Irwan Droog
Christoph Buchwald - Jahrbuch der Lyrik 2018

Christoph Buchwald und Nico Bleutge stellen das JAHRBUCH DER LYRIK 2018 vor

Seit fast 40 Jahren gibt das »Jahrbuch der Lyrik« Einblick in neueste Entwicklungen der Poesie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für die 32. Ausgabe konnte Christoph Buchwald den vielfach ausgezeichneten Lyriker Nico Bleutge als Mitherausgeber gewinnen. Gemeinsam haben sie die besten zeitgenössischen Gedichte gefunden und in thematischen Kapiteln zusammengestellt.
- Manchmal kommen und manchmal gehen

Mirko Bonné liest aus MANCHMAL KOMMEN UND MANCHMAL GEHEN

»Manchmal kommen und manchmal gehen« enthält ausgewählte Gedichte der großen amerikanischen Erzählerin Grace Paley, die erst ab Mitte der Achtzigerjahre in Buchform veröffentlicht wurden. Sie spiegeln das New Yorker Alltagsleben und das Leben auf dem Land in Thetford, sie erzählen vom Leben der Einwanderer und ihrer Assimilierung, sprechen von Liebe und Geschlechterkonflikten, von Kindern und dem Alter, versöhnen Technik, Politik und Natur.Übersetzt und mit einem Nachwort versehen wurde der Band von Mirko Bonné.
Mirko Bonné
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Mirko Bonné - Lichter als der Tag

Mirko Bonné liest aus LICHTER ALS DER TAG

Raimund Merz kennt Moritz und Floriane von Kindheit an. Als Inger zu ihnen stößt, bilden die vier eine verschworene Gemeinschaft, bis sich beide Jungen in das Mädchen verlieben. Inger entscheidet sich für Moritz, Raimund und die ehrgeizige Floriane werden ebenfalls ein Paar. Jahre später kreuzen sich die Wege der vier erneut – für Raimund die Chance, sich der Leere seines Lebens ohne Inger zu vergegenwärtigen. Verzweifelt sucht er nach einem Weg zurück zu sich selbst und zu einer Aussöhnung mit der Vergangenheit. Bonnés großer Liebesroman überträgt das Wahlverwandtschaften-Thema in die heutige Zeit und zeichnet das ergreifende Porträt eines Mannes, der die Kraft findet, aus dem Schatten über seinem Dasein hinauszutreten.
Michael Roes
© privat
Michael Roes - Zeithain

Michael Roes liest aus ZEITHAIN

Eines der erschütterndsten Dramen der deutschen Geschichte ereignete sich im 18. Jahrhundert in Zeithain. Es handelt von Friedrich dem Großen, der als junger Kronprinz unter dem Regime seines Vaters unvorstellbar leidet. In seiner Not wendet sich Fritz an seinen einzigen Freund, Hans Hermann von Katte, einem Offizier des Königs. Er soll ihm helfen, ins Ausland zu fliehen. Katte gerät in einen tiefen Zwiespalt, doch er kann der Zuspitzung der Ereignisse nicht entrinnen. Als die Pläne auffliegen, ist es Katte, an dem ein Exempel statuiert wird – und der Kronprinz muss bei seiner Hinrichtung zusehen. Roes’ Roman ist eine gewaltige literarische Recherche und zugleich ein faszinierendes Abenteuer deutscher Geistesgeschichte.
Guntram Vesper
© Volker Poland
Guntram Vesper - Nördlich der Liebe und südlich des Hasses

Guntram Vesper liest aus NÖRDLICH DER LIEBE UND SÜDLICH DES HASSES

NÖRDLICH DER LIEBE UND SÜDLICH DES HASSES ist ein Buch über unser Land und unsere Zeit. Die erfundenen, erinnerten und rekonstruierten Geschichten, die Fragmente, die kurzen Romane und langen Anekdoten erzählen von Stadt und Land, von Vorstadtbewohnern und Dörflern, von Nachbarn und Verwandten, Idylle und Brutalität: deutsche Wirklichkeit und Wahrheit unserer Tage. Der neue Band der Ausgabe der gesammelten Werke Vespers bietet vollständig die Texte der Bände KRIEGERDENKMAL GANZ HINTEN und NÖRDLICH DER LIEBE UND SÜDLICH DES HASSES sowie in größtmöglicher Vollständigkeit die verstreut veröffentlichte Prosa eines der großen Autoren unserer Zeit.
Anna-Elisabeth Mayer
© privat
Anna-Elisabeth Mayer - Am Himmel

Anna-Elisabeth Mayer liest aus AM HIMMEL

Der Millionär Johann von Sothen ist eine schillernde Persönlichkeit – er spendet, erhält Orden, errichtet eine Kapelle, bezieht das Schloss »Am Himmel«. Auf seinem Gut leiden die Arbeiter unter seinem Geiz. Das uneheliche Verhältnis des Jägers Hüttler, der mit seiner Familie in armseligen Verhältnissen neben dem Schloss lebt, wird von Sothen und dessen Frau benutzt, um ihn, aber ebenso die Gutsarbeiter zu drangsalieren und alle gegeneinander auszuspielen. In diesem Geflecht von Unterdrückung, Abhängigkeit und Aufbegehren trifft ein Schuss. In einer dramatischen Rekonstruktion der Ereignisse schildert Anna-Elisabeth Mayer den Aufstieg eines Mannes, der durch seine Habgier zu Fall gebracht wird, und entlarvt eine Gesellschaft, die alles dem falschen Schein von Geld und Macht unterwirft.
Valérie Zenatti
© Patrice Normand
Valérie Zenatti - Jacob, Jacob

Valérie Zenatti liest aus JACOB, JACOB

Zenattis Roman beleuchtet den Zweiten Weltkrieg aus einer ungewöhnlichen Warte – aus der Sicht der Kolonialisierten. Der 19-jährige Jacob Melki, Sohn einer bitterarmen jüdischen Schusterfamilie aus dem algerischen Constantine, wird 1944 von der französischen Kolonialmacht einberufen, um in den Krieg gegen die Deutschen zu ziehen. Jacob, der nicht als französisch genug galt, um das Lycée zu besuchen, ist auf einmal französisch genug, um für die Kolonialmacht im Schützengraben zu stehen. Wie soll er sich zwischen den verschiedenen Kulturen entscheiden, die sein Leben bestimmen? Atmosphärisch, poetisch und mit großer Empathie erzählt Zenatti von den Ängsten und Hoffnungen des jungen Mannes, der eigentlich lieber Gedichte lesen als Menschen erschießen will.
Claus-Jürgen Göpfert & Bernd Messinger - Das Jahr der Revolte

Claus-Jürgen Göpfert und Bernd Messinger lesen aus DAS JAHR DER REVOLTE

Die Bewegung der 68er hat in keiner anderen deutschen Stadt solche Spuren hinterlassen wie in Frankfurt am Main. Die Forderungen der außerparlamentarischen Opposition und der Studenten der Goethe-Universität sind nicht nur im gesellschaftlichen Leben bis heute spürbar, sondern bestimmen auch die Kultur maßgeblich mit. 50 Jahre danach erinnern sich die Autoren u.a. im Gespräch mit prominenten 68ern wie dem Politiker Daniel Cohn-Bendit und dem Verleger KD Wolff an das turbulente Jahr in Frankfurt am Main.
Michael Herl
© Bernd Kämmerer
Michael Herl - Eigentlich ...

Michael Herl liest aus EIGENTLICH ...

»Eigentlich ...« - so beginnt er jede seiner Kolumnen, denn nichts ist, wie es scheint. Man muss nur genau hinsehen. Jeder seiner Texte bewegt. Sorgt für Wut, Gezeter, Diskussionen, Beifall, Beschimpfung, Bedrohung, lautes Lachen oder leises Schmunzeln – irgendwas geschieht immer. Denn Herl kennt keine Gnade. Er bezieht Stellung. Gegen Rassismus, Unrecht und einseitige Wohlstandsverteilung. Gegen Nazis, Bequemlichkeit und Kirchengetue. Für vernünftige Ernährung, aber in Tateinheit mit Schlachtfesten in der Pfalz und Fischsuppen in Hafenkneipen. Das alles in seinem eigenen unverkennbaren Stil – und immer mit einem gesunden Schuss Selbstironie.