Valentin Senger: Kaiserhofstraße 12

Valentin Senger
Kaiserhofstraße 12

Mit einem Nachwort von Peter Härtling
und zahlreichen, teils farbigen Abbildungen

320 Seiten. Gebunden.
€ 24,95   €[A] 25,70   
ISBN: 978-3-89561-485-9

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Es sind die dreißiger Jahre: In der Kaiserhofstraße in Frankfurt am Main leben Schauspieler, Transvestiten, Freudenmädchen, Burschenschaftler – und die Familie Senger. Als Kommunisten und Juden mussten sie aus dem zaristischen Russland fliehen und haben hier ein neues Zuhause gefunden – bis Adolf Hitler 1933 die Macht ergreift. Valentin Sengers Mutter Olga erkennt früh den Ernst der Lage: Mit gefälschten Papieren verschleiert sie die Spuren ihrer Herkunft. Die Angst vorm Entdecktwerden aber begleitet die Familie von nun an täglich.
Der junge Valentin Senger geht seinen eigenen Weg und erlebt die erste Liebe. Aber wie soll er ein Mädchen näher kennen lernen, ohne dabei das Überleben der ganzen Familie zu gefährden? Seine Mutter ist krank vor Sorge. Und doch wird die Familie mit Hilfe zahlreicher Freunde, Nachbarn, mutiger Behördenmitarbeiter und einer großen Portion Glück diese Schreckenszeit überleben.

Rezensionen

»Die verdienstvolle Neuausgabe, bereichert um einen dokumentarischen Bildteil, hat das Zeug zu einem Hausbuch.«
Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung

»Dies Werk wird bleiben.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Kenntnisreich und erinnerungssatt erzählt Sengers Buch davon, was in Frankfurts Straßen und in der Stadt das Gemeinwesen ausmachte.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Jetzt hat der Schöffling Verlag das Buch wiederentdeckt und zeigt mit seinen Helfern, wie Literatur zum Stadtgespräch (gemacht) werden kann (...).«
Die Welt

»Dass das Werk (...) seine verblüffende Kraft aus der Tatsache zieht, dass es Dinge schildern kann, die man für unmöglich gehalten hätte, machte der Lese-Auftakt (...) klar.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Dass die untergetauchte Familie Senger mitten in Frankfurt überlebt hat ist ein Wunder. (...) Dass es dieses Buch von 1978 jetzt wieder gibt, ist ein Segen.«
Brigitte

»Ein ganz besonderes Buch.«
Frankfurter Rundschau

»Valentin Sengers KAISERHOFSTRASSE 12, das von zahllosen Wundern erzählt, ist auf gutem Weg, ein neues in der Stadt wahr zu machen.«
Frankfurter Rundschau

»tief berührend und zugleich faszinierend«
dpa

»Sengers Werk animiert eine ganze Stadt, sich mit Zeitgeschichte und Zivilcourage zu beschäftigen.«
Frankfurter Rundschau

»Dieses Buch lebt von der Unmittelbarkeit des Geschilderten. Angemessene Trauer und der nötige Humor, um den Mut nicht zu verlieren, wechseln einander ab.«
Deutschlandradio Kultur

»Valentin Sengers Buch ist voller magischer, unmittelbar berührender Momente.«
Jüdische Zeitung

»Dieser Autor ist mit einer unerschöpflichen Gabe der Erinnerung ausgestattet.«
Frankfurter Neue Presse

»Immer wieder hält Senger der Grausamkeit des Naziregimes Witz und Humor entgegen. So wird KAISERHOFSTRASSE 12 zu einem wunderbaren und berührenden Buch.«
Märkische Allgemeine


Pressestimmen aus den Jahren 1978/1979:

»Wenn es in den zwölf Jahren Hitler-Zeit Wunder gegeben hat, so gehört das unbehelligte Überleben einer russisch-jüdischen Familie (...) gewiss zu den größten.«
Neue Zürcher Zeitung

»Die unwahrscheinlichste von allen unwahrscheinlichen Geschichten ist aufgetaucht.«
Ernst Johann, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Es ist voller Lokalkolorit, voller Atmosphäre, (...) Humor und Ironie und zugleich voller Angst, und es enthält fast alle Charakterschattierungen der Deutschen in heroisch-krimineller Zeit.«
Rudolf Krämer-Badoni, Die Welt

»Ein authentisches Stück Zeitgeschichte, das sehr klar, (...) anschaulich und auch mit augenzwinkerndem Humor viel mehr erzählt vom Alltag im Dritten Reich als ein Stapel Geschichtsbücher.«
ZEIT MAGAZIN

»Sengers KAISERHOFSTRASSE 12 ist nicht nur eine spannungsgeladene Geschichte seiner Familie, sondern eine Chronik des Lebens im nazistischen Frankfurt (...).«
Frankfurter Jüdische Nachrichten

»Ein anrührendes Zeugnis aus schlimmen Zeiten.«
Brigitte

»Ein Dokument der Menschlichkeit, wie es aus dieser Zeit nicht viele gibt. Zugleich aber auch, trotz der humorvoll-ironischen Schilderung eine Anklage.«
Badische Neueste Nachrichten