Ulrike Almut Sandig: Monster wie wir

SWR Bestenliste September Platz 2

Buch des Monats September 2020 der Darmstädter Jury

NDR Kultur Longlist für den besten Roman 2020 Platz 13

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Ulrike Almut Sandig
Monster wie wir

Roman

240 Seiten. Gebunden. Lesebändchen.
€ 22,00   €[A] 22,70   
ISBN: 978-3-89561-183-4

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Ruth spielt Geige und hat Angst vor Vampiren. Sie wächst in einem Pfarrhaus in der ostdeutschen Pampa auf. Aber Gott ist kein Parteisekretär, um dessen Schutz man buhlen könnte. Ihr bester Freund Viktor hat einen Mondglobus und Falten im Gesicht. Er fürchtet sich nur vor seinem Scheißschwager. Aber dann findet er diesen Schalter in seinem Kopf, um rein gar nichts zu empfinden. Und wird selbst zum Fürchten.
Was Gewalt bedeutet, wissen sie beide. Hier, wo der Braunkohleabbau ganze Dörfer und Wälder verschlingt, hilft man sich am besten selbst. Viktor macht jeden Tag Sit-ups und rasiert sich eine Glatze. Dass einer wie er als Au-Pair nach Frankreich geht, versteht niemand. Doch für Viktor ist es überall besser als zu Hause. Und Ruth? Die flüchtet sich ins Geigenspiel.
Wohin es die beiden auch verschlägt, überall werden sie von Gewalt eingeholt. Wann also schaut Ruth von ihrer Geige auf? Und vor allem: Wie rettet man einander?

Monster wie wir ist der erste Roman der gefeierten Dichterin und Klangkünstlerin Ulrike Almut Sandig. In funkelnder Prosa voll harter Beats schildert sie ihre Generation, geprägt von Um- und Aufbruch, von Identitätsverlust und der Suche nach Selbstbestimmung.

Rezensionen

»Ulrike Almut Sandig wahrt mit ihrem Roman Monster wie wir subtil die Balance zwischen Poesie und Horror.«
Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die Dichterin hat viel zu erzählen, und sie kann es auch – wie ihr fulminantes Romandebüt zeigt.«
Carsten Otte, taz.de

»Einer der bisher interessantesten Romane dieses Bücherherbstes«
Jan Drees, DLF Büchermarkt

»Monster wie wir – das ist der Sound einer Kindheit und des Erwachsenwerdens voller Vibrationen. Hinter einigen Ecken dieses Romans lauern Gefahren, von denen der Leser überrascht wird in sprachlich hoch dosiertem Tempo.«
Antje Höft, Buchhandlung Heymann in Hamburg-Eppendorf

»Sandigs glaubwürdige, sympathische, starke Charaktere Ruth und Viktor berühren, überzeugen, der Leser lässt sich sofort auf sie ein.«
Birka Sonntag, Hugendubel in Leipzig

»Was für ein schöner starker Roman! Jeder Satz gestochen scharf, radikal gut, temporeich und verhalten emotional.«
Jacqueline Masuck, der divan in Berlin

»Das Buch ist ein Monster – und was für eins. Es ist aufwühlend, kraftvoll und begeistert von Anfang an.«
Hauke Harder, Leseschatz

»Monster wie wir ist ein sprachgewaltiger Roman, der auf sensible wie eindrucksvolle Weise von Gewalt erzählt – und davon, wie sie nachwirkt.«
Timo Dallmann, MDR Kultur

»Sandig hat eine Bildwelt und ein Vokabular gefunden, dass assoziativ ist und den Opfern ihre Würde lässt.«
Christoph Schröder, Deutschlandfunk Büchermarkt

»Ich habe das Buch als Parabel auf die ostdeutsche Gewaltgenese gelesen, als "Das weiße Band" der DDR.«
Jan Drees

»(…) ein großartiges Stück Coming-of-age-Literatur, das gerade durch die radikale Verweigerung von Eindeutigkeit besticht.«
Andreas Wirthensohn, WDR Kultur

»Monster wie wir ist ein Roman, der lange nachhallt. Die Sprache entwickelt oft Poesie, ohne künstlich zu sein.«
Nadine Kreuzahler, rbb Inforadio

»Für dieses sensible Thema hat Sandig eine erstaunlich dezente, empathische Sprache mit wirkmächtigen Bildern gefunden.«
SWR Bestenliste, September 2020

»Bedauerlich, dass man »Monster wie wir« nicht unter die Romane gewählt hat, die für den Deutschen Buchpreis 2020 nominiert wurden.«
Beate Tröger, Der Freitag

»Unter die Haut geht der Roman, weil er nicht nur Taten beschreibt, sondern mit sensiblen sprachlichen Mitteln und psychologischem Feingefühl von Verschwiegenheit, Verdrängung und der Scham der Bedrängten erzählt.«
Hajo Steinert, Darmstädter Jury

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