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Ulrich Becher
Murmeljagd

Roman

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ISBN: 978-3-89561-868-0
€ 13,99

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Albert Trebla, Wiener Journalist und im Ersten Weltkrieg Jagdflieger, flieht im Frühjahr 1938 mit seiner Frau aus dem von deutschen Truppen besetzten Österreich auf Umwegen ins Engadin. Aber für den Verfolgten gibt es in der vermeintlich freien Schweizer Bergwelt keine Zuflucht. Trebla fühlt sich durch eine Serie rätselhafter Todesfälle bedroht und immer mehr in die Enge getrieben. Wie ein Murmeltier versucht er, in Deckung zu gehen, aber wo er auch hinkommt, wird er in äußerst merkwürdige Geschichten verstrickt.

Mit MURMELJAGD wird einer der großen Romane der deutschen Literatur wieder zugänglich: eine Tour de Force über Vertreibung und Exil, über das Leben im Ausnahmezustand, über Wahn und Bedrohung, absurde Irrtümer und eine Menschenjagd. Ulrich Bechers Lust an Sprachexperimenten, seine Vorliebe für ausgefallene Charaktere und sein politisches Engagement kulminieren in einem psychologischen Entwicklungsroman, der gleichzeitig Politthriller ist – immer vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit dem Faschismus.

»Meine Idee war, den Antikriminalroman zu schreiben, der in einer kriminellen Epoche spielt.«
Ulrich Becher

Rezensionen

»So gutgelaunt wurde selten eine Weltverzweiflung beschrieben. Ulrich Becher wirbelt die Sprache um und um, als hätte er sie erfunden.«
Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Eminenter Sprachwitz, bodenlose Selbstironie und tintenschwarzer Humor (...). Ein wundersam herrliches Buch.«
Ernst Osterkamp, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Nur wer, wie Ulrich Becher, der Katastrophe auch ihre Grotesken abzulauschen versteht, vermag seinen Leser wahrlich zu erschüttern.«
Eva Menasse, Die Welt

»Murmeljagd ist einer der besten Romane, die nach 1945 in deutscher Sprache geschrieben wurden.«
Bernhard Fetz, Neue Zürcher Zeitung

»Ein großer Autor, den es zu entdecken gilt. Wann, wenn nicht jetzt?«
Brigitte

»Ein gewaltiger Erzählstrom, in dem Becher mit sprachlichem Aberwitz die Schrecken jener Zeit bannt, mit Ironie und Phantasie Lebensgeschichten ineinander verzahnt.«
Peter Burri, Tages-Anzeiger

»Zweifelsohne einer der wichtigen Romane der so genannten Emigrantenliteratur.«
Aargauer Zeitung

»Geradezu virtuos wechselt er die Tonlagen - von gnadenloser satirischer Schärfe zu komödiantische-grotesken Dialogsequenzen.«
Augsburger Allgemeine

»Ulrich Becher zieht in diesem in Handlung und Komposition vielschichtigen Werk alle Register des Erzählens.«
Die Rheinpfalz

»Ulrich Becher blieb trotz seines grandiosen Erzähltalents ein Außenseiter der Literaturgeschichte, einer, den zu entdecken sich lohnt.«
Bayerischer Rundfunk

»Hinreißender Mix aus Sprachkomik, Figuren aus allen Schichten und Landschaftsschilderung.«
Stephan Opitz, shz

»Immer bildreich und strotzend von Spachspielen.«
Frankfurter Neue Presse

»MURMELJAGD von Ulrich Becher ist einer der besten Romane, die nach 1945 in deutscher Sprache geschrieben wurden.«
ORF Ex libris

»MURMELJAGD ist eine satirisch überzeichnete Milieustudie voll grotesker Figuren, die der Schöpfer des Bockerer mit unendlicher Sprachvielfalt durch die Handlung manövriert.
ORF TV

»Ein sprachgewaltiger Wortartist vom Range eines Arno Schmidt, der den Leser immer wieder amüsiert, ihn häufig fesselt und erschüttert und ihn sicher auch herausfordert.«
Buchprofile

»Ein verrücktes Buch, wie es wohl kaum ein vergleichbares aus dieser Zeit gibt.«
Oliver Bentz, Die Rheinpfalz

»Es ist ein monumentaler Roman über Faschismus, Verfolgung und Exil voller Travestien, Sprachspiele, verzwickter Motivketten und einer Fülle von schrägen Figuren.«
Evelyne Polt-Heinzl, Die Furche

»Genau die Art Buch, von denen es in der deutschen Literatur so wenige gibt: ein sprachlich wagemutiges, unterhaltsames, engagiertes und skurriles Epos.«
Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur

»›Murmeljagd‹ ist ein turbulenter, schwindelerregender Widerstandskampf der Worte und der Roman eines Lebens.«
Katrin Hillgruber, Badische Zeitung

»Eine ganz individuelle Stimme - stets changierend zwischen Satire und Tragödie, zwischen Komödie und Kolportage.«
Peter Mohr, Eßlinger Zeitung