Svenja Leiber
Schipino

Roman

208 Seiten. Gebunden
€ 18,95   €[A] 19,50   
ISBN: 978-3-89561-206-0

In den Warenkorb

»Schipino liegt weit im Abseits. So weit, dass es kaum zu erkennen ist.«


Schipino: vier Datschen in der Nähe einer maroden Kolchose. Eine Handvoll Menschen, ein Klavier und ein Gasherd auf einem Hügel mitten im Wald, umringt von Sümpfen und Seen.

Jan Riba ist aus seiner Welt gefallen und hier gelandet. Er hat sein Büro in Deutschland abgeschlossen und ist in den Zug nach Moskau gestiegen, zu seinem Freund Viktor, der ihm den russischen Sommer zeigen will. Zusammen sind sie nach Schipino gekommen, haben sich auf dem Heuboden eingerichtet und sich in das Leben der anderen gefügt.

Da sind Wassili, der launische Forscher, schön wie eine Frau; der glatzköpfige Pawel und die dünne Anna. Tolik mit dem Klavier. Darja, die in ihrem Kummer Kleider näht, und Lilja, die wie ein flüchtiger Gast in den Holzhäusern ein und aus geht.
Und ganz Schipino wartet auf Mascha, deren Schicksal untrennbar mit diesem Ort und seinem Sterben verknüpft scheint.

Svenja Leiber ist eine Erzählkünstlerin, die Landschaften, Stimmungen und Situationen aus wenigen Worten entstehen lässt und ihren Figuren tief ins Herz schaut. SCHIPINO ist ein Roman von geradezu magischer Sprachkraft über die Suche nach Atem in einer atemlosen Zeit.

Rezensionen

»Leiber hat einen scharfen Blick für die städtischen und ländlichen Alltagsdetails eines Landes, das die permanente Katastrophe mit ungeheurer Vitalität vereint.«
Florian Balke, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Am ehesten lässt sich SCHIPINO als Nachruf auf jenes Phänomen lesen, das man einmal ›Sommerfrische‹ nannte: eine Auszeit, bei der man wieder zu Kräften kommt.«
Meike Feßmann, Süddeutsche Zeitung

»SCHIPINO ist ein couragiert und intensiv erzählter Roman, dessen Stärke seine unverbrauchte Sprache ist.«
Rainer Moritz, Neue Zürcher Zeitung

»Sie ist lakonisch, treffsicher und, als wäre dies eine Selbstverständlichkeit, kitsch- und klischeefrei.«
Katrin Schings, Berliner Zeitung

»Denn dieser Roman ist nicht romanhaft im herkömmlichen Sinne, sondern ein perfekt gearbeitetes Tableau.«
Susann Rehlein, der Freitag

»Ein gelungenes Buch über Menschen am Ende der Welt und ein grossartiges Buch über die lebendigen Widersprüche im heutigen Russland!«
Oliver Seppelfricke, Saarländischer Rundfunk

»In knappen und doch bildstarken Sätzen macht sie das Gefühl von Vergeblichkeit greifbar.«
Karin Grossmann, Sächsische Zeitung

»Man kann nicht verhehlen, dass diese Geschichte einen ganz starken Sog entwickelt.«
Sigrid Löffler, Deutsche Welle

»Sie schafft es mit einer ganz einfachen Sprache, ohne Schnörkel, Landschaften zu entwerfen, oder auch Licht und Stimmungen. Es ist faszinierend.«
Buchhändlerin Ramona Hönke (Buchbox, Berlin), RBB Radio eins

»Ein Text, der auch das mehrfache Lesen verträgt, ja, sogar danach ruft, und der dennoch seine Geheimnisse nicht in Gänze offenlegt.«
Badische Zeitung

»Mit ›magischer Sprachkraft‹ erzählt die Autorin von einem verlorenen Flecken Erde an der Peripherie der Welt.«
Südhessen Woche

Außerdem erschienen von Svenja Leiber

Svenja Leiber: Büchsenlicht