Rudolf Vrba: Ich kann nicht vergeben

Rudolf Vrba
Ich kann nicht vergeben

Meine Flucht aus Auschwitz
Einmalige Sonderausgabe
Mit einem Vorwort von Beate Klarsfeld
Herausgegeben, mit Anmerkungen und einem Nachwort von Dagi Knellessen und Werner Renz
Mit 32-seitigem Bildteil
Aus dem Englischen von Sigrid Ruschmeier und Brigitte Walitzek

528 Seiten. Gebunden
€ 14,95   €[A] 15,40   
ISBN: 978-3-89561-416-3

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»Irgendwie fanden wir es nicht richtig, dass die Welt sich weitergedreht hatte, während es Auschwitz gab, dass die Leute gelacht und gescherzt, getrunken und sich geliebt hatten, während Millionen starben und wir um unser Leben kämpften.«

ICH KANN NICHT VERGEBEN. MEINE FLUCHT AUS AUSCHWITZ ist ein einmaliges Erinnerungsdokument. Es erzählt, wie ein erst siebzehnjähriger Slowake in Auschwitz überlebte. Wie er sich vor der Willkür der SS und ihren Kapos schützte, wie er Strafen und Krankheiten überstand, sich bei den Widerstandskämpfern im Lager Respekt verschaffte und sogar einen seltenen Augenblick der Liebe erlebte. Mehr noch: wie er es als einer der wenigen schaffte, zusammen mit seinem Freund Alfréd Wetzler dieser hermetisch abgeriegelten Hölle zu entfliehen. Doch dieser junge Mann war nicht allein auf seine Freiheit bedacht, sondern versuchte alles, um die letzte große Massenmordaktion der Nationalsozialisten, die Deportation der ungarischen Juden, zu verhindern. Tatsächlich rettete der im April 1944 erstattete Vrba-Wetzler-Bericht hunderttausend Menschenleben.

»Rudolf Vrba war ungeheuer widerstandsfähig, ein tapferer, verwegener, zäher und unbestechlicher Mensch. Sein schwarzer Humor zusammen mit seiner bestechenden Intelligenz ermöglichten ihm das Überleben: zunächst während zweier Jahre in Majdanek, danach in Auschwitz, bis ihm die schier unmögliche Flucht aus der Gefangenschaft gelang.
Rudolf Vrba erzählt ganz wunderbar, weder pathetisch noch selbstmitleidig, dafür mit einer unglaublichen Präzision, einer schneidenden Schärfe und, wo es angemessen ist, voller Menschlichkeit. Wie er in seinem Buch ICH KANN NICHT VERGEBEN. MEINE FLUCHT AUS AUSCHWITZ unvorstellbare Greuel schildert und die dramatischen Ereignisse seiner Flucht beschreibt, ist für mich eines der prägendsten, erschütterndsten Leseerlebnisse über den Holocaust.«
Claude Lanzmann

Rezensionen

»Die Geschichte des Horrors, mit schwejkschem Witz gebrochen, eine Lektüre, die ans Herz fasst, mit einem präzisen Blick auf Menschen in der Hölle.«
Susanne Mayer, DIE ZEIT

»Ein absolut notwendiges Buch. Eines, das überrascht, ergreift, ermutigt. Das atemlos macht beim Lesen.«
Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur

»Als (...) die erste deutsche Übersetzung erschien, blieb die Rezeption in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit verhalten. Umso mehr sei der (...) vorliegenden Auflage eine weite Verbreitung zu wünschen.«
Hans-Jürgen Dröscher, FAZ

»Das Einzigartige an Rudolf Vrbas Erlebnisbericht ICH KANN NICHT VERGEBEN ist der radikale Blick, der unvoreingenommen jedes Detail registriert und den eigenen Empfindungen vertraut.«
Nicole Henneberg, Der Tagesspiegel

»Nicht für Auschwitz-»Experten«, weder für Betroffene noch für Historiker, wollte Vrba (...) ein Buch schreiben (...). Vrbas neu übersetzter Bericht kreist um die Erfahrungen der Opfer.«
Friederike Reents, FAZ

»Es geht bei dieser Lektüre nicht allein um das KZ Auschwitz. Zur Diskussion steht auch der politische Umgang mit der Wahrheit (...).«
Martin Zähringer, SWR2

»ICH KANN NICHT VERGEBEN illustriert eindrücklich die Hilflosigkeit seines Verfassers, Erlebtes und Erlittenes in Worte zu fassen.«
Wolfgang Paterno, Profil

»So verständlich sein bekenntnishafter Buchtitel ist, so bewegend ist sein kurzer Epilog, in dem er sich zu seiner ungewöhnlichen Anklage der Täter bekennt.«
Hannes Schwenger, Tagesspiegel

»Zugleich erweist sich Rudolf Vrba in seinen ebenso packend wie lebensnah geschriebenen Erinnerungen als höchst einfühlsamer Beobachter menschlicher und unmenschlicher Befindlichkeiten (...).«
Frank Fingerhuth, NDR

»Das Ergebnis ist eine die Person Rudolf Vrba würdigende und wissenschaftlich genaue Neuedition. Sie erinnert uns an die Präzedenzlosigkeit der Vernichtung des europäischen Judentums (...).«
Ingolf Seidel, Lernen aus der Geschichte

»In seinen 1963 in England veröffentlichten Erinnerungen (...) bleibt Rudolf Vrba der sachliche, bisweilen ironisch-distanzierte Chronist einer aus den Fugen geratenen Welt.«
Gabriele Fleckenstein, Main Echo

»Vrbas Schilderungen haben etwas so gänzlich Eigenes an sich, etwas so dermaßen Direktes, Lebendiges, Offenes (...).«
Axel Vits, Komm-Buch.com

»Ein Bericht, der die Brutalität der Mörder und das Schweigen der Welt anklagt und unbeugsamen Widerstandsgeist dokumentiert.«
Main-Post