Renia Spiegel: Tagebuch 1939-1942

Die Übersetzung wurde freundlicherweise gefördert von der Christian C. D. Ludwig-Foundation.

Renia Spiegel
Tagebuch 1939-1942

Mit einem Vorwort, einem Nachwort und Anmerkungen von Elizabeth Bellak (geborene Ariana Spiegel).
Aus dem Polnischen von Joanna Manc

480 Seiten. Mit 32-seitigem Bildteil. Gebunden. Lesebändchen. Bedruckte Vorsätze
€ 26,00   €[A] 26,80   
ISBN: 978-3-89561-414-9

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Als Renia Spiegel ihr Tagebuch begann, war sie noch keine fünfzehn Jahre alt und gerade zu ihren Großeltern nach Przemyśl übersiedelt. Sie vermisste das väterliche Landgut und die Mutter, die sich mit der jüngeren Schwester Ariana häufig in Warschau aufhielt, um Ariana eine Bühnenkarriere aufzubauen. Auf rund 700 Heftseiten schildert Renia den Alltag im Gymnasium und Erlebnisse mit Freundinnen, bald aber auch das Leben und die Nöte in einer geteilten Stadt nach dem Einmarsch der Deutschen und der Sowjets. Vor allem schüttet sie dem Tagebuch ihr Herz aus und fasst ihre Empfindungen in berührende Gedichte. Ihre erste große Liebe zu dem Mitschüler Zygmunt wühlt sie innerlich auf, während um sie herum die Nazis vorrücken und die Schrecken des Ghettos über sie hereinbrechen.
Zygmunt, der Zwangsarbeit und Lagerhaft überlebte, gelang es nicht nur, das Tagebuch vor der Zerstörung zu bewahren, sondern er ruhte nicht, bis er Renias Mutter in New York ausfindig gemacht und es ihr übergeben hatte. Wie durch ein Wunder ist uns so ein einzigartiges Zeitzeugnis erhalten geblieben.

Rezensionen

»In der heutigen Zeit, da über die Einigung auf simple Wahrheiten politische Schlachten gefochten werden und die Geschichte als Waffe eingesetzt wird, setzt die Veröffentlichung von Renia Spiegels Tagebuch ein wichtiges Zeichen für die Überzeugungskraft der Zeitzeugenschaft.«
New York Times

»So entfaltet das Tagebuch des vitalen Mädchens aus Polen einen unheimlichen Sog.«
Gernot Kramper, STERN

»Renia Spiegel sah im Tagebuch kein Werk der Literatur. Sondern >nur< einen Freund. (...) Es ist deshalb spontan, gefühlvoll, privat, flehend, unbehauen.«
Peter Pisa, Kurier

»Gedichte in freiem Versmaß schmücken den Text, der formal an Das Tagebuch der Anne Frank sowie an Das denkende Herz von Etty Hillesum erinnert.«
Catarina Caetano da Rosa, ekz Bibliotheksservice