Miljenko Jergović: Wolga, Wolga

Miljenko Jergović
Wolga, Wolga

Roman
Aus dem Kroatischen von Brigitte Döbert

336 Seiten. Gebunden.
€ 21,95   €[A] 22,60   
ISBN: 978-3-89561-394-4

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Nach BUICK RIVERA und FREELANDER schickt der große Erzähler Miljenko Jergović in seinem neuen Roman WOLGA, WOLGA wieder einen einsamen Helden auf die Reise. So entsteht eine Geschichte, die das Schicksal eines Mannes in zahlreichen Rückblenden mit der politisch-historischen Vergangenheit des ehemaligen Jugoslawien verbindet.
Während des Kommunismus der siebziger Jahre sucht der vom Leben gestrafte Dželal Pljevljak im islamischen Glauben Trost und fährt regelmäßig mit seinem schwarzen Wolga von Split an der dalmatischen Küste nach Livno ins benachbarte Bosnien-Herzegowina, um in der Moschee zu beten.
Durch die Begegnung mit einer ebenfalls muslimischen Familie beginnt seine Einsamkeit in einem Land voller Bespitzelung und Verrat gerade zu schwinden, da nimmt die Geschichte auf einer dieser Fahrten plötzlich eine tragische Wendung.
Durch die raffinierte Verschachtelung der Geschichte und das geschickte Spiel mit Erzählperspektiven gelingt es Jergović immer wieder aufs Neue, ungeahnte menschliche Abgründe auszuloten und für Überraschungen zu sorgen.

Rezensionen

»Anschaulich, lebendig, ironisch.«
Ursula Escherig, SWR 2

»Jergović zeichnet in WOLGA, WOLGA den Wahnsinn des Balkans mit seinen Spitzeln, Schlächtern und Kriegen als legendengespickte Groteske.«
STERN

»Traurige Geschichten von traurigen Männern, die der Krieg wahnsinnig oder bitter gemacht hat, und die Jergovic mit großer Zärtlichkeit erzählt.«
Maren Keller, Spiegel Online

»Ein schwerer Stoff, aber leichtgängig erzählt und voller Wendungen. Pure Literatur.«
Andreas Burkhardt, TIP Berlin

»Jergovic ist eine Meister des melancholischen Exploits – mögen ihn die Energie seines Erzählens und die Präzision seiner Phantastik noch meilenweit tragen.«
Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung

»WOLGA, WOLGA bewegt sich auf dem Schwebebalken zwischen der Tag- und Nachtseite des Lebens und wirft viele große Fragen auf.«
Christine Hamel, Bayerischer Rundfunk

»So kann der Fall Pljevljak auch als Sinnbild für das Schicksal eines ganzen Landes gelesen werden.«
Christian Hippe, LITERATUREN

»Ein großartiger Erzähler, der politische Geschichte und individuelles Schicksal seines Helden auf vielschichtige, aber niemals aufdringliche Weise miteinander verknüpft.«
Andreas Wirthensohn, Wiener Zeitung

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