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Miljenko Jergović: Die unerhörte Geschichte meiner Familie

Miljenko Jergović
Die unerhörte Geschichte meiner Familie

Roman
Aus dem Kroatischen von Brigitte Döbert

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ISBN: 978-3-7317-6111-2
€ 24,99

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»Weil in jeder Familiengeschichte alles Wichtige der Weltgeschichte steckt«, hat Miljenko Jergović sich auf die Spuren seiner Familie begeben. Als seine Mutter, zu der er kein einfaches Verhältnis hat, im Sterben liegt, reist er nach Sarajevo und bringt sie zum Erzählen über die Vorfahren. Dort, wo jede Straße ihn in die Vergangenheit seiner traumatisierten Heimat führt, setzt er sich in einem schmerzlichen Prozess mit ihrem Erbe auseinander: Kinder des einstigen Habsburgerreichs, waren sie als Eisenbahner Zugereiste, und jeder Krieg stellte ihre Identitäten und Loyalitäten neu auf die Probe.
Das Gefühl von Fremdheit ist dem großen europäischen Erzähler Miljenko Jergović geblieben, auch wenn er sich an den Konflikten der Gegenwart auf seine Weise reibt. Fakten mit Fiktion vermischend und in konzentrischen Kreisen erzählend, zeigt er in diesem großen Weltentwurf, was das Leben in einem Vielvölkerstaat für den Einzelnen bedeutet, vor allem wenn er nicht zur Mehrheit gehört, sondern zu den »Anderen«.

Rezensionen

»Das ist ein großes Buch, und so viele große Bücher liest man nicht, aber wenn man eines erwischt, dann weiß man das sofort.«
Saša Stanišić, Die Zeit

»Weltliteratur. (...) Gut, dass es den endlos talentierten, mutigen und witzigen Miljenko Jergović gibt.«
Andreas Breitenstein, NZZ

»Ein aus Fakten und Fiktion gewobenes Panorama südosteuropäischer Geschichte. (...) Große, kluge Literatur, die souverän das kulturelle Erbe der Balkan-Region zitiert, travestiert, in Frage stellt.«
Hendrik Werner, Weser Kurier

»Ein großartiges Werk europäischer Literatur.»
Sophie Weilandt, ORF TV

»DIE UNERHÖRTE GESCHICHTE MEINER FAMILIE ist rigoros, packend, moralisch und furios.«
Erich Klein, ORF Ex libris

»Eine intime Historiografie von Sarajevo (...). Die Schichten (...) sind so raffiniert wie Blätterteigschnecken des bosnischen Bureks und so tiefgründig wie die Muster aus dem Mokkasatz.«
Doris Akrap, taz

»Durch seine Erzählperspektiven platziert er eine Kamera mitten im Geschehen und wandert (...) in die Köpfe seiner Figuren, (...) und stellt dadurch eine sehr direkte Nähe her.«
Anne-Katrin Godec, WDR 3 Resonanzen

»Jergović ist mit allen Wassern der modernen Literatur gewaschen. (...) Man kann diesen Roman kaum bändigen, aber das macht seinen großen Reiz aus.«
Rainer Moritz, MDR Kultur

»Alle gesellschaftlichen und familiären Kollisionen, die zu Katastrophen führten, werden dort subtil gebrochen und ironisch aufgelöst.«
Erich Klein, Der Falter

»Ein Tableau, das (...) ein gesellschaftliches Familien- und Stadtporträt schafft, das (...) nicht nur den psychologischen Spuren des Erzählers, sondern auch den Spuren des 20. Jahrhunderts folgt.«
Doris Akrap, Kulturaustausch

»Auf und aus den Trümmern einer untergegangenen Welt ein imaginäres Gebilde (...) aufzubauen und alte Schrecken spürbar zu machen (...), dafür scheint niemand geeigneter als Miljenko Jergović.«
Erich Klein, ORF Ö1 Ex Libris

»Jergović zeigt, (...) dass noch immer Wunden offenliegen, die ihre Ursachen in lang vergangenen Ereignissen haben und darauf warten endlich ausgesprochen und verarbeitet zu werden.«
WDR 5 Bücher - Buch der Woche

»Ein monumentales Werk, eine Gesellschaftsgeschichte Bosniens, in der sich erzählte Realität und Fiktion mischen. Ein sehr erhellendes, anregendes Lesevergnügen.«
Lieselotte Jürgensen, ekz

»Selbstverständlich ist dieses so beeindruckend inkommensurable Werk ein hoch politisches Buch.«
Rainer Moritz, Die Presse

»Eine literarische Geschichtsschreibung von unten.«
Stefan Berkholz, SR2 BücherLese

»Die Vermischung von Fantasie und Historie, Verwischung der Grenze von Fiktion und Dokumentation – dies sind prägende Elemente von Jergovićs (...) Werk.«
Nadine Lange, Tagesspiegel

»Man wird sich an den Tag erinnern, (...) an dem man Jergović das erste Mal las und verstand, was Humor in Bosnien und Herzegowina bedeuten könnte.«
Juliane Rahn, Ostpol

»Jergović hat ein ganz und gar detailgenaues und spannendes Opus Magnum vorgelegt, mit dem uns Europa in einem neuen Licht erscheint.«
Martin Sander, Deutschlandfunk

»Mal analysiert Jergović kühl und distanziert, dann erzählt er anekdotisch und unterhaltsam.«
Stefan Berkholz, SWR 2

»Ein Roman, der sich an den Werken von Marcel Proust, Thomas Mann und Robert Musil messen kann und der ein großes und trauriges Lesevergnügen darstellt.«
Elfriede Müller, Junge Welt

»In einer Mischung aus Fakten und Fiktion, (...) gelingt Jergović ein Wunder: Sein Roman ist trotz seines Umfangs ein großartiges Lesevergnügen - lassen Sie sich gefangen nehmen!«
buchjournal

»Zeitgeschichte, garniert mit herrlich skurrilen (...) Figuren, die einem lange im Gedächtnis bleiben, und das in einer sprachlichen und stilistischen Vielfalt, die ihresgleichen sucht: (...) ein Meisterwerk.«
Jan Ehlert, NDR

»Jergovic ist ein brillianter Erzähler mit Humor und besonderer politischer Ironie.«
Holsteinischer Courier

»Ein literarisches Logbuch durch die Balkan-Stürme des 20.Jahrhunderts.«
Gunther Neumann, Wiener Zeitung

»Jergovic sind Figuren gelungen, die im Prozess und als Ergebnis des Erzählens eine überwältigende Wahrhaftigkeit gewinnen.«
Badische Zeitung

»Ein großer Wurf.«
Lerke von Saalfeld, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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