Magdalena Tulli: Getriebe

Magdalena Tulli
Getriebe

Aus dem Polnischen von Esther Kinsky

160 Seiten. Gebunden
€ 18,90   €[A] 19,50   
ISBN: 978-3-89561-460-6

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Ein labyrinthartiges Hotel in Osteuropa, ein Seiltänzerpärchen, ein deutscher Geschäftsmann namens Feuchtmaier, ein Kind und eine Handvoll weiterer bizarrer Charaktere, die sich alle äußerst sonderbar verhalten; dazu ein rätselhafter Erzähler in seinem hilflosen Bemühen, ihre Geschichte in den Griff zu bekommen – das ist das Personal, das wie Marionetten an unsichtbaren Fäden auf einer Bühne schwebt.

Alles in diesem Erzählkosmos gerät außer Kontrolle, die Figuren führen ein bedrohliches Eigenleben, sie verwandeln und verdoppeln sich, tauchen an anderen Orten, zu anderen Zeiten wieder auf, beginnen ihre eigenen Geschichten zu erfinden, und selbst der Puppenspieler, der Erzähler, scheint von einer unbekannten Macht gesteuert zu sein.

Magdalena Tulli schreibt von einer tiefen, dem Menschen innewohnenden Traurigkeit, seiner Verlorenheit in einer Welt zwischen Tradition und Moderne, der durch herkömmliches Erzählen nicht beizukommen ist, und schickt uns zugleich auf eine phantastische Reise durch die letzten hundert Jahre der europäischen Geschichte.

GETRIEBE ist ein meisterhaft komponiertes akrobatisches Sprach-Kunststück voller Imaginationskraft und überraschender Wendungen, eine kunstvoll-poetische Parabel über das Erzählen von Geschichten, durch die wir uns die Welt erschließen.

Rezensionen

»GETRIEBE erzählt vom Betrug mit, auch dank Esther Kinskys Übersetzung, in trügerisch-wunderbarer Leichtigkeit.«
Jörg Plath, Neue Zürcher Zeitung

»Eine eindeutige Lösung oder gar Wahrheit gibt es nicht. Der Erzähler bleibt Weltenschöpfer, Clown und Zauberkünstler. (...) Zauberkünstlerin ist übrigens auch Tulli selbst.«
Die Welt

»Eine faszinierend verfasste poetische Parabel über das Erzählen von Geschichten.«
Buchkultur

»Ein Artistenpärchen (...) und ein Erzähler, der keinen Hehl aus seiner Unlust zu erzählen macht - das sind die wenigen Konstanten im (...) beeindruckend komplexen Roman von Tulli.«
Christina Zoppel, Wiener Zeitung