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Ljudmila Petruschewskaja: Das Mädchen aus dem Hotel Metropol


transcript - supporting the translation of russian literature
Der Verlag bedankt sich für die finanzielle Unterstützung im Rahmen des TRANSCRIPT-Programms der Michail-Prochorow-Stiftung zur Förderung von Übersetzungen russischer Literatur.

Ljudmila Petruschewskaja
Das Mädchen aus dem Hotel Metropol

Roman einer Kindheit
Roman
Mit einem Nachwort von Olga Martynova
Mit zahlreichen Fotografien
Aus dem Russischen von Antje Leetz

E-Book
ISBN: 978-3-7317-6159-4
€ 19,99

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Das Hotel Metropol in Moskau ist seit der Oktoberrevolution 1917 Wohnsitz für hohe Beamte der sowjetischen Regierung. Auch Ljudmila Petruschewskajas Familie bolschewistischer Intellektueller wohnt dort. Nach ihrer Geburt 1938 verbringt sie in dessen Art-déco-Pracht ihre ersten Jahre, bis nahe Verwandte den Stalinschen Säuberungen zum Opfer fallen, verhaftet und hingerichtet werden. Als Kind von sogenannten Volksfeinden lebt sie fortan am Rande der Gesellschaft. Im Zweiten Weltkrieg wird die Familie evakuiert. Ljudmila hungert, schläft in Güterwaggons oder unter dem Tisch einer Gemeinschaftswohnung und besucht lange keine Schule. Von der Mutter verlassen, drängt es sie zu einem Leben in Freiheit. Wie Édith Piaf singt sie auf Höfen Lieder, erzählt Geschichten und spielt bettelnd Oliver Twist. In Ferienlagern und Kinderheimen erobert sie sich als Außenseiterin mit ihrem Naturtalent Respekt. Wie das Kind sich mit unbändiger Fantasie gegen die Welt zur Wehr setzt, darin liegen die Wurzeln für die Unangepasstheit der großen Schriftstellerin, die später so viele Menschen mit ihren Geschichten bezaubert.

Rezensionen

»Petruschewskajas sowjetische Erinnerungen funkeln in prägnanten, leuchtendbunten Szenen und schmieden aus dem Schmerz ihrer Generation kristallklare, lachende Prosa.«
New York Times Book Review

»Grausam-grotesker Roman einer Kindheit.«
Neues Deutschland

»Petruschweskaja gilt heute als eine der ganz großen Erzählerinnen der russischen Literatur.«
Niels Beintker, Diwan

»Ein hellsichtiges Protokoll des Überlebens und vom Triumph der Literatur.«
Christine Hamel, Diwan

»Petruschewskaja zeichnet anschaulich und detailreich das (...) typische Lebensbild einer von Krieg und Evakuierung, von Repressionen und Entbehrungen geprägten Kindheit und Jugend in der Sowjetunion.«
Dorothea Trottenberg, ekz-Bibliotheksservice

»Stilistisch abwechslungsreiche, aber immer meisterhaft geschriebene drei Dutzend Erzählungen, Miniaturen, Reminiszenzen.«
ORF, ex libris

»Die Schriftstellerin erzählt ganz ohne Wehleidigkeit und Bitterkeit, vielmehr scheinen berechtigter Stolz, eleganter Humor und ein sicheres Gespür für die groteske Absurdität des Lebens auf.«
Christine Hamel, WDR 5

»Ihr Roman liest sich wie eine bewegende Biographie, die die russische Seele in einem Zeitraum von etwa dreißig Jahren aufleben lässt.«
Sabine Bovenkerk-Müller, Leselust

»Noch den schlimmsten Demütigungen verleiht sie Leichtigkeit – und das in vibrierender Sprache voller farbiger Details. (...) Virtuos spielt sie mit grotesken und märchenhaften Elementen.«
Gregor Dotzauer, Deutschlandfunk Kultur

»Petruschewskaja schreibt unsentimental und gnadenlos, meist aber auch mit einem Sinn von Mitgefühl, Hoffnung und Komik.«
Freyja Melsted, Tralalit

»Ihre prägnanten, knappen Szenen lassen eine Epoche schmerzhaft – und manchmal schmerzhaft komisch – wieder aufleben, die mittlerweile schon unendlich fern schien.«
Katharina Granzin, taz am Wochenende

»Ein eindrückliches Buch.«
Gisela Erbslöh, SWR 2

»Sie baut gekonnt Cliffhanger an den Enden der jeweiligen Kapitel, baut Spannung auf, als habe sie das Drehbuch eines fremden, aufsehenerregenden Lebens verfasst.«
Cathrin Kahlweit, Süddeutsche Zeitung

»Wer diesen Roman liest, versteht nicht nur, woher Petruschewskaja diese Weltsicht genommen hat, sondern auch, woher die Kraft kommt, immer nur die Wahrheit zu schreiben.«
Uli Hufen, Deutschlandfunk Büchermarkt

»Mit ihren Memoiren, Das Mädchen aus dem Hotel Metropol, ist Ljudmila Petruschewskaja eine Hymne auf die Freiheit und die Unbestechlichkeit gelungen.«
Christine Hamel, Neue Zürcher Zeitung