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Juli Zeh: Adler und Engel

Deutscher Bücherpreis (bestes Debüt)
Bremer Literaturpreis (Förderpreis)
Rauriser Literaturpreis
Hölderlin-Förderpreis
Ernst-Toller-Preis

Juli Zeh
Adler und Engel

Roman

E-Book
ISBN: 978-3-89561-970-0
€ 10,99

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Jessie ist tot. Sie hat sich erschossen, als sie mit Max telephonierte.
Zu Schulzeiten der geborene Versager, picklig und übergewichtig, hat Max aus sich selbst das Projekt seines Lebens gemacht: einen Karrierejuristen. Innerhalb von zehn Jahren hat er sich hochgearbeitet, aus eigener Kraft, wie er glaubte. Zu Rufus nach Wien, auf den Olymp des Völkerrechts, von wo aus die Staatengemeinschaft aussieht wie ein paar Kinder, die sich gegenseitig Sand in die Augen werfen.
Aber dann ist Jessie wieder aufgetaucht und mit ihr das einzige echte Gefühl in Max' Leben: Die bodenlose Liebe zu der kindlich-verrückten Tochter eines Drogenhändlers. Als Jessie stirbt, schmeißt Max seinen Job. Er sitzt in Leipzig und beschließt, den Rest seiner Lebenszeit nach der Menge an Kokain zu bemessen, die er sich noch kaufen kann. Max ist am Ende.
Und das ist der Anfang von ADLER UND ENGEL. Max ruft bei Clara an, einer ebenso jungen wie abgebrühten Radiomoderatorin, sie zwingt ihn zu einer Reise zurück nach Wien, zurück in seine Vergangenheit. Allmählich wird klar: Seine und Jessies Geschichte war Teil des Dramas auf dem Balkan. Ihre seltsame Liebe ist ein Produkt jenes zynischen Miteinanders von Bürgerkriegshelden, Völkermördern, Drogenhändlern und UNO-Politikern, die Schreckliches zulassen, um noch Schrecklicheres zu verhindern.
Juli Zehs erster Roman ist furios, er kriecht in jede Hirnwindung. Noch aus dem unscheinbarsten Detail schlägt er Funken. Zugleich entwirft er ein erschreckend eindrucksvolles Panorama der gegenwärtigen Welt nach dem Zusammenbruch der Ideologien, verwebt die »amour fou« von Max und Jessie mit den politischen Wirrnissen an den äußersten Rändern Europas. Das alles geschieht in einer rasanten und absolut zeitgemäßen Sprache. Man liest ADLER UND ENGEL, als hörte man zu, wie die Gegenwart spricht.

Rezensionen

»Selten ist das Versagen der Politik von einem Vertreter der jüngeren Generation deutlicher formuliert worden« als in Juli Zeh’s Debüt-Roman ADLER UND ENGEL.«
Ernst-Toller-Preis 2004, Die Jury

»Zehs Referenzsystem ist die Zeitdiagnose, nicht das schicke Kokettieren mit den Symptomen. Ihren Roman hat sie mit Einfallskraft (...) und großer Intelligenz auf diese Ebene hinaufgeschrieben.«
Eberhard Falcke, Die Zeit

»Das Wunderkind der Saison heißt Juli Zeh.«
Neue Zürcher Zeitung

»Rasantes Roman-Debüt. Halluzinatorische Bannkraft eines Alptraums.«
Der Spiegel

»Erstaunlicher, fulminanter Roman.«
Süddeutsche Zeitung

»Juli Zeh ist eine literarische Stimmungsmacherin von Graden.«
Die Welt

»Mit ihrem Debüt-Roman hat Juli Zeh den lang ersehnten großen realistischen Roman geschrieben.«
Die Weltwoche

»Ein überragendes Romandebüt über selbstzerstörerische Fluchtversuche aus dem Labyrinth mafiöser Verflechtungen von Profit und Politik.«
Jury Bremer Literaturpreis (Förderpreis)

»Ein Buch, das viele für das beste deutsche Debüt des Jahres halten - mindestens.«
Focus

»Es ist ein Stück aktuelle Politik ohne fanatische Parteinahme, ein moderner Roman ohne Nabelschau. Und bei alledem ist es das beachtliche Debüt einer selbstbewußten Erzählerin.«
Sächsische Zeitung

»Juli Zeh schreibt eine der Zeitstimmung angemessene, geradezu schlagfertige Prosa. Sie steht Michel Houellebecq in nichts nach.«
DeutschlandRadio

»Juli Zeh glückte ein Debüt, das im Ausstoß der Verlage monolithisch aufragt.«
die tageszeitung

»Fesselnd und phantastisch geschrieben.«
Allegra

»Ein hitziges Epos voller Ängste und Bedrängnisse hat Zeh geschrieben, (...) alles in einer Sprache, der weniges gleicht, was dieser Jahre erzählweise auf den Markt kam.«
Hamburger Morgenpost

»Die Kritiker jubeln! Ist das der Thriller des Jahres?«
Bild

»Die Entdeckung der Saison. Ein packender Thriller, stilistisch ausgebufft.«
Titel, Thesen, Temperamente (ARD-Fernsehen)

»Dieser fulminant erzählte Roman (...) zeigt eine kaltblütige Mischung aus poetischer Sprachkraft und medienbewusster Welthaltigkeit das Milieu der Kriegskriminalität in Ex-Jugoslawien.«
Jury Rauriser Literaturpreis

»Die Ausnahme-Juristin hat einen sensationellen Debüt-Roman geschrieben: aufregend, mutig, kompromisslos.«
Brigitte

»Ein Bewußtseinsroman ohne Reflexion und Makel, noch dazu atemlos spannend bis zur letzten Seite.«
Financial Times

»Ein zynischer, unverfrorener Roman, der unter die Haut geht.«
Gala

»Rasant wie in einem Quentin-Tarantino-Film entwirft Zeh poetische Bilder.« Abendzeitung

»Ein weibliches und europäisches Pendant zu Thomas Wolfe und Bret Easton Ellis.«
Neues Deutschland

»Ein traumwandlerisch sicher hingelegter Roman, exakt zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Die Kollegen von der Pop-Fraktion werden sich warm anziehen müssen.«
Amazon

»Das Talent zu moderner erzählerischer Weite lassen aus dem Debüt der 26-jährigen auch eine Hoffnung für die junge deutsche Literatur werden.«
Kreuzer

Aus der französischen Presse:

»Ein brillanter und teuflisch düsterer erster Wurf einer außergewöhnlichen Autorin, außerordentlich aufrührend mit überraschenden Rhythmuswechseln und bestechend poetischen Momenten.« Livres hebdo

Aus der britischen Presse:

»Reich an Metapher und Selbstbewußtsein, eindrucksvoll im Detail und im Inhalt.«
Daily Telegraph

»Schwarz und cool. Adler und Engel zeigt einen Ehrgeiz und eine Lebhaftigkeit, wie sie nur selten in der Britischen Literatur zu finden ist.« Scotland On Sunday

»Hervorragend ist dabei Zehs erfrischender Ehrgeiz, während sie tief in das schwarze Innerste Europas eintaucht und seine Seele bloßlegt.« Guardian

»Beeindruckend konstruiertes Debüt. (...) Was diesen Roman antreibt - läßt man den Humor beiseite - ist nicht das weiße Pulver sondern vielmehr weiße Wut.«
The Independent

»Die deutsche Szenerie und das europäische Flair zusammen mit Zehs Sprache, die auch in der Übersetzung von Sadismus durchdrungen ist, machen diese Unvereinbarkeit aus.« Observer

»Ein großartiges Buch. Stilistisch sehr gewandt, wenn nicht sogar einzigartig, befindet es sich ganz oben unter den Besten mit Easton Ellis und Jonathan Franzen.«
M2 Best Books

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