Joshua Cohen: Witz

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Dossier
Witz



Die Arbeit des Übersetzers an dem vorliegenden Buch wurde mit dem Zuger Übersetzerstipendium 2015 und einem Stipendium der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia gefördert.

Der Verlag dankt der Christian C. D. Ludwig-Foundation für die Unterstützung der Publikation.

Joshua Cohen
Witz

Roman
Umschlagbild von Carnovsky
Aus dem Englischen von Ulrich Blumenbach

912 Seiten. Gebunden. Lesebändchen. Großformat 15,5 x 24 cm
€ 38,00   €[A] 39,10   
ISBN: 978-3-89561-629-7

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Witz – das heißt nicht nur Scherz, sondern auch Sohn. Benjamin ist der einzige Sohn und das dreizehnte Kind von Hausfrau Hanna und Rechtsanwalt Israel Israelien, die von Überlebenden der Shoa abstammen. Er kommt am letzten Weihnachten des letzten Jahrtausends vollständig ausgewachsen und mit Bart und Brille in New Jersey auf die Welt, als eine mysteriöse Seuche die gesamte jüdische Bevölkerung der USA dahinrafft. Benjamin überlebt als Einziger und wird zunächst zur Kultfigur, als das aufs Neue ausgerottete Judentum auf einmal schick wird. Doch in diesem Roman der Umkehrungen und Rollenspiele, in dem nun die Nichtjuden verfolgt werden, wird auch Benjamin wieder zum Ausgestoßenen und Gejagten und wiederholt das Leben in der Diaspora.
Gegen die Verkitschung des Holocaust zieht Joshua Cohen, der vielbeachtete Autor von Buch der Zahlen, alle Register der Komik und Parodie, mischt Biblisches mit Stand­up-­Comedy, Hochkultur mit Trash, Familiengeschichte mit Slap­stick. So gelingt ihm ein fulminantes Opus magnum: mit Witz.

Rezensionen

»Cohens Witz steht als Sprachkunstwerk gegen Verflachung und Linearität.«
Susanne Klingenstein, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Witz ist ein Sprachkunstwerk in Übergröße.«
Thomas Hummitzsch, Rolling Stone

»Witz will aus tiefster, geschundener Seele zu uns sprechen. Aber der Autor weigert sich, dafür auf Phrasen und Plattitüden [...] zurückzugreifen.«
Samuel Hamen, Deutschlandfunk

»Witz ist ein ausuferndes 900-seitiges Sprachkunstwerk von James Joyceschen Ausmaßen.«
Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung

»Fulminante Arbeit hat der Übersetzer Ulrich Blumenbach geleistet. Dieses Sprachkunstwerk adäquat witzelnd zu übertragen, ist selbst eine immens künstlerische Leistung!«
Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse

»Ulrich Blumenbach hat als Übersetzer (und nicht zum ersten Mal) ein Kunstwerk aus Sprache geschaffen.«
Günther Eisenhuber, Buchkultur

»Cohen gießt die weltzerstörende Anarchie des Bösen in seine alle Grenzen auflösende Sprache, der Blumenbachs [...] Übertragung in nichts nachsteht.«
Thomas Hummitzsch, Rolling Stone

»Der Roman ist hochkomisch und tieftragisch, er bombardiert uns mit Poesie und Kalauern«
Markus Kranz, DRESDNER Kulturmagazin

»Einen solch komplexen und wortgewaltigen, gleichermaßen komischen wie erschütternden Roman hat es seit Wallace‘ ›Unendlicher Spaß‹ nicht mehr gegeben.«
Stefan Härtel, Lesart

»Witz steht wie kaum ein anderer Roman der letzten Jahre in der Tradition der Postmoderne – unverschämt in der Idee, überbordend in der Ausführung und todernst in der Botschaft«
Stefan Härtel, Lesart

»Witz ist die Art postmodernes Epos, das wie ein Komet einmal pro Dekade erscheint, wie Unendlicher Spaß von David Foster Wallace oder Die Enden der Parabel von Thomas Pynchon.«
New York Times Book Review

»Unterhaltsam, abenteuerlich und herrlich absurd.«
Time Out New York

»Der Roman quillt über vor Wortspielen, Anspielungen und jüdischer Populärkultur, und das alles in einem magischen, modernistischen Stil.«
The New Yorker

»Cohen packt ganze Geschichten und Zerstörungen, Landkarten und Traditionen in einzelne Sätze.«
Believer

»Literarisch auffällig ist an Witz, dass der Holocaust nicht nur als Stoff erzählt, sondern auch formal nachvollzogen wird.«
Ulrich Blumenbach

»Dieses Buch ist eine Sturzflut aus Sprache, kaum gebändigt durch die Unruh der Gegenstände, die beinahe wie in Zeitlupe aufscheinen, während der Rhythmus der Sprache einen mitreißt, atemlos und unaufhaltsam. Es ist ein einzigartiges, ganz großes Sprachkunstwerk. Chapeau für den Übersetzer.«
Rudolf Müller, Buchhandlung Müller & Böhm in Düsseldorf

»Witz ist mit Sicherheit der unglaublichste Roman, den ich in den letzten Jahren in die Hand bekommen habe. Cohen beschreibt ja nicht mehr und nicht weniger als das ›gesamte‹ komplexe jüdische Leben des 20. Jahrhunderts. Eine literarische Herausforderung, wie ich sie seit David Foster Wallace’ Unendlicher Spaß nicht mehr empfunden habe.«
Jens Müller, Buchhandlung Hugendubel in Frankfurt

»Ein weiterer Solitär der amerikanischen Postmoderne – und was für einer!«
Flemming Behrends, Buchhandlung Hugendubel in Pinneberg

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