Grace Paley: Am selben Tag, später

Grace Paley
Am selben Tag, später

Storys
Mit Glossar, Interview und Zeittafel
Umschlagbild von Christian Brandl
Aus dem Englischen neu übersetzt von Mirko Bonné

264 Seiten. Leinen.
€ 19,95   €[A] 20,60   
ISBN: 978-3-89561-237-4

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Im Mittelpunkt von Grace Paleys Storys steht die Stadt New York mit ihren Vororten. Ihr Figurenensemble aus Freundinnen, Liebhabern und Expartnern macht Schulpolitik und geht gegen Krieg, Rassismus und Umweltzerstörung auf die Straße. Männer und Frauen sind älter geworden, machen neuerdings Yoga, interessieren sich für gesunde Ernährung und unternehmen Exkursionen »kreuz und quer durch die Hälfte der meisten beinahe-sozialistischen Länder«, nach China und zurück in die verwahrloste South Bronx. Sie müssen sich abgrenzen von den eigenen Eltern, zugleich aber behaupten gegen die nachrückenden zornig-zynischen Kinder.

Dabei reden die Freundinnen über die Liebe unter den veränderten Vorzeichen des Älterwerdens und wie man es aushält, wenn ein Mann sich in eine fiktive Figur verliebt. Bei aller Selbstironie gegenüber den liebenswert verrückten Idealisten von einst sind Paleys Geschichten nie harmlos, sondern handeln von zutiefst menschlichen Themen.

Rezensionen

»Dass der Frankfurter Verlag Schöffling & Co. das gesamte (schmale) Werk dieser wichtigen amerikanischen Autorin in neuen Übersetzungen herausbringt, kann gar nicht genug gelobt werden.«
Manuela Reichart, Deutschlandradio Kultur, Lesart

»Hinter Paleys subtil-witzigen (...) erzählten Kurzgeschichten verbirgt sich nicht nur das ewig Menschliche, sondern auch der amerikanische Ennui, die große Leere hinter dem gescheiten Gerede.«
Peter Hiess, Buchkultur

»Paley taucht in diesen brillanten Erzählungen tief ins Innenleben ihrer Figuren. Ohne ein überflüssiges Wort erschließt sie ganze Leben voller Traurigkeit und Schönheit.«
Jan Wilm, Tagesspiegel

»So lässt sich Paleys Storysammlung als Beweis dafür lesen, wie zeitlos schön Stories sein können, die das umsetzen, was Raymond Chandler formulierte: ›jedes Wort zählt!‹«
Peter Henning, Berner Zeitung

»Paleys Geschichten sind doppelbödig und komisch und darin subversiv. Mirko Bonné gelingt es, das Lakonische und (...) Hinterlistig-Boshafte dieser Geschichten stimmig ins Deutsche zu übertragen.«
Susanne Schaber, ORF, Ö1 – Ex libris

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