Gabriele Tergit: Vom Frühling und von der Einsamkeit

Gabriele Tergit
Vom Frühling und von der Einsamkeit

Reportagen aus den Gerichten
Umschlagbild unter Verwendung einer Zeichnung von Jeanne Mammen
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Nicole Henneberg

368 Seiten. Gebunden. Lesebändchen.
€ 28,00   €[A] 28,80   
ISBN: 978-3-89561-494-1

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Die Gerichtsreportagen, die Gabriele Tergit ab 1924 für den Berliner Börsen-Courier, ab 1925 für das Berliner Tageblatt und ab 1929 auch für die Weltbühne in der ihr eigenen literarischen Sprache schrieb, bilden das Herzstück ihrer journalistischen Arbeit. Tergit verstand den Gerichtssaal als Bühne, auf der sich bei jeder Verhandlung ein neues Stück abspielte. Dabei interessierte sie vorrangig der sonderbare Einzelfall, der interessante, merkwürdige, tragische Charakter des Tatbestands und der Angeklagten. Und doch beobachtete sie in jedem Fall, der bei Gericht verhandelt wurde, stets das Ringen der gesellschaftlichen Kräfte im Hintergrund, die soziale Misere, die die Menschen erst zu verbrecherischen Taten treibt.
Kein historischer Bericht, keine Chronik zeigen die Weimarer Republik und die Zwischenkriegszeit klarer, hellsichtiger und vielschichtiger als Tergits journalistische Arbeiten, aus denen Nicole Henneberg – Herausgeberin der bisherigen Neuausgaben von Tergits Werk bei Schöffling & Co. – eine üppige Auswahl getroffen hat.

Rezensionen

»Dank der editorischen Sorgfalt, die sich nicht in den Vordergrund drängt (...) ist auch dieser Tergit Band (...) ein Höhepunkt des Lesejahres (...)«
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

»(...) Gerichtsreportagen, die auch heute nicht antiquiert wirken, sondern - wie gute Literatur - unterhalten, empören, aufklären, die Bekanntschaft mit den Menschen vertiefen.«
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

»Keine deutschsprachige Journalistin der 20er Jahre beobachtete genauer und formulierte treffender ... Ein weiblicher Alfred Polgar – nur leidenschaftlicher.«
Michael Bauer, Focus

»In all den kurzen Berichten beleuchtet Tergit vor allem das Milieu, aus dem die Angeklagten kamen. Und sie stellt stets auch die widrige Zeit in Rechnung«
Bernd Noack, Neue Zürcher Zeitung

»Genau zu beobachten und als bemerkenswert herauszuarbeiten, was andere offenbar für normal hielten und übergingen, das war ihre große Stärke«
Markus Hesselmann, Der Tagesspiegel

»Tergits knapp gefasste Texte lesen sich wie präzise Milieustudien einer Gesellschaft im Umbruch.«
Thomas Wagner, neues deutschland

»Reportagen, die immer noch fesseln können«
Engelbrecht Böse, ekz

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