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Gabriele Tergit: Etwas Seltenes überhaupt

Gabriele Tergit
Etwas Seltenes überhaupt

Erinnerungen
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Nicole Henneberg

E-Book
ISBN: 978-3-7317-6137-2
€ 19,99

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»Etwas Seltenes überhaupt« nannte der Journalist Rudolf Olden Gabriele Tergit, die mit ihrem Roman Käsebier erobert den Kurfürstendamm berühmt wurde. Zweifelsfrei gehört sie zu den bemerkenswertesten und mutigsten Frauen des 20. Jahrhunderts. Als erste weibliche Gerichtsreporterin der Weimarer Republik machte sie anhand scheinbar unbedeutender Fälle auf die großen Problematiken ihrer Epoche aufmerksam. Aus der Position einer sozialkritischen Beobachterin heraus beschrieb sie die Gewalt und den zunehmenden Einfluss der Nationalsozialisten. Diese setzten Gabriele Tergit ganz oben auf die Liste politischer Gegner, was sie schließlich, nachdem sie in der Nacht ihres 39. Geburtstags von einem SA-Trupp bedroht wurde, zur Flucht aus Deutschland zwang.
Ihr zweiter Roman Effingers, der das Schicksal einer jüdischen Familie in Berlin schildert, erschien im Jahr 1951. Eine Sammlung ihrer Gerichtsreportagen wurde erst posthum publiziert, ebenso ihre eindrücklichen Erinnerungen Etwas Seltenes überhaupt. Diese erschienen erstmals ein Jahr nach ihrem Tod – und nun in einer lang erwarteten, von Nicole Henneberg neu edierten und mit einem Nachwort versehenen Neuausgabe.

Rezensionen

»Eine glasklare Sicht auf die Dinge, ein sprühender Geist, ein Mutterwitz vor dem Herrn.«
Joachim Scholl, Deutschlandfunk Kultur

»Es ist ein Gespräch mit den Lesern. Tergit nimmt sie sehr ernst, verlangt ihnen Aufmerksamkeit ab, meidet die abgenutzten Formulierungen und emotionalen Routinen.«
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

»Tergit sichert in diesem Buch die Spuren der alten Freunde. (...) Es ist eine Art von Liebesdienst, zugleich ein unversöhntes Resümee ihrer Zeit.«
Susanne Mayer, Die Zeit

»Keine deutschsprachige Journalistin der 20er Jahre beobachtete genauer und formulierte treffender ... Ein weiblicher Alfred Polgar – nur leidenschaftlicher.«
Michael Bauer, Focus

»Ein unschätzbares, farbiges Dokument, (…) kämpferisch, natürlich parteinehmend, hellwach und das rare Beispiel eines literarisch anspruchsvollen Journalismus – eben ›etwas Seltenes überhaupt‹«
Harald Loch, Jüdische Allgemeine

»Als kluge und sozialkritische Beobachterin registrierte sie schon früh die zunehmende Destabilisierung der politischen Verhältnisse.«
Nicole Hoffmann, Missy Magazine

»Lebendig geschriebene, interessante Erinnerungen an ein nicht alltägliches Leben einer bemerkenswerten Frau.«
Sabine Roeske, ekz

»Bücher wie dieses machen wieder sichtbar, was verschwunden ist.«
Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Diese kluge, politisch denkende Frau (...), eine besondere Journalistin.«
Juliane Ziegler, Chrismon

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