Gabriele Tergit: Effingers

Jahresbestseller 2019 (Platz 92)
SPIEGEL-Bestsellerliste
Bestsellerliste Independent April Platz 17
10. Auflage lieferbar

Gabriele Tergit
Effingers

Roman
Umschlagbild von Lesser Ury
Mit einem Nachwort von Nicole Henneberg

904 Seiten. Gebunden. Lesebändchen.
€ 28,00   €[A] 28,80   
ISBN: 978-3-89561-493-4

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Die Familien Goldschmidt und Oppner, Seelenverwandte der »Buddenbrooks«, wohnen in der Tiergartenstraße in Berlin. Sie sind Bankiers und Kunstmäzene, begabt und empfindsam, und spätestens nach dem ersten Weltkrieg beginnen ihre bürgerlichen Gewissheiten zu bröckeln. Auch die prachtvollen Feste können nicht mehr über den sich immer brutaler äußernden Antisemitismus in der Gesellschaft hinwegtäuschen. Die Auflehnung der jungen Generation wirbelt die gutbürgerlichen Familien zusätzlich durcheinander.
Effingers ist eine Familienchronik über vier Generationen, die die Epochenbrüche und das besondere Schicksal einer jüdischen Familie beobachtet, deren Mitglieder glühende Patrioten und Preußen waren. Temporeich, vielstimmig und historisch präzise bis ins kleinste Detail zeichnet der Roman die wechselnden Zeitstimmungen und die sich drastisch wandelnden Sitten nach – besonders beeindrucken dabei die Frauen der großen Familie, die sich nach 1918 neu erfinden müssen.
Gabriele Tergit setzt dem Denken und Fühlen, der hohen Kultur der Berliner Juden ein Denkmal – ihre Trauer um den Verlust und die fast völlige Zerstörung ihrer Heimatstadt Berlin schwingen in jedem Satz mit.

Rezensionen

»Effingers von Gabriele Tergit ist ein bewegtes und bewegendes Familienepos.«
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

»Das umfangreiche Buch ist, um es mit drei deutlichen Worten zu sagen, erstaunlich, mutig und bedeutend.«
Axel Eggebrecht, Nordwestdeutscher Rundfunk

»Geprägt von prägnanten Charakteristiken, pointierten Dialogen und lakonischen Bemerkungen, zwar mal melancholisch, mal bitter, mal sarkastisch, aber nie lamentös und nicht anklagend, dabei voll blitzendem Witz.«
Erhard Schütz, Die Welt

»Dass dieses Buch nicht längst ein fester Bestandteil des deutschen literarischen Kanons ist, halte ich für einen Skandal.«
Thea Dorn, Das literarische Quartett

»Ein Epochenoman, ein jüdischer Epochenroman zwischen Fontane und Thomas Mann! [...] Sogstoff! Lesen! Wirklich!«
Volker Weidermann, Das literarische Quartett

»Effingers ist als deutscher Familien- und Gesellschaftsroman gewichtiger als die Buddenbrooks
Gerhard Beckmann, BuchMarkt

»Es gibt keinen anderen Roman, der wie dieses Werk das untergegangene Berlin und die Welt der jüdischen Berliner rettet. Er ist von einer verstörenden Wahrhaftigkeit.«
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

»Dieses famose, lebensfrohe, optimistische und tieftraurige Panoptikum des jüdischen Deutschlands muss seinen festen Platz im deutschen Kanon finden und behalten. Es ist ein großes Fest.«
Volker Weidermann, Literaturspiegel

»Wer es liest, wird die beschriebenen Menschen über viele Jahrzehnte begleiten und manche davon sehr ins Herz schließen.«
Sabine Rohlf, Berliner Zeitung

»Erstmals seit 1951 in voller Länge – diese 900-seitige Familiensaga aus Berlin. Klug, ergreifend, humorvoll.«
Susanne Mayer, Die ZEIT

»Effingers, das ist ein gewaltiger Familienroman, ein deutsches Epos, ein Generationenbuch, ein Berlinroman, lebendige Geschichtsschreibung am Beispiel zweier fiktiver Familien (...) so groß- und einzigartig.«
Sätze&Schätze

»Unendlich wichtig (…), große Literatur. Die Entdeckung des Jahrzehnts.«
Thorsten Martinsen, Feuilletöne

»Effingers ist ein überaus spannender, komplexer Gesellschaftsroman, der sich schon aufgrund seiner vielen Dialoge wie ein Filmplot liest.«
Gisa Funck, Deutschandfunk

»Die Autorin hat eine verschwundene Welt für die nächsten Generationen festgehalten.«
Dorothee Wahl, Frankfurter Rundschau

»Tergits Roman ist aber nicht nur ausgesprochen klug und unterhaltsam, sondern streckenweise auch auf eine Musil'sche Art witzig.«
Florian Keisinger, fixpoetry

»Tergit schreibt leicht, musikalisch, mit einem guten Gehör dafür, wie die
Leute so reden, und einem feinen, zutiefst humanistischen Witz.«
Juliane Liebert, Die Zeit

»Den Vergleich mit den Buddenbrooks braucht dieser Gesellschaftsroman nicht zu scheuen, jedenfalls nicht, was kulturhistorische Genauigkeit, die Lebendigkeit der Dialoge, Spannung und Zeitlosigkeit anbelangt.«
Literaturblatt für Baden-Württemberg

»Eine Mischung aus Pageturner und höchstem literarischen Anspruch.«
Tobias Schwartz, Der Tagesspiegel

»Sie schreibt so konkret, nüchtern, am Alltagsleben interessiert, dass man quasi selbst durch das sich zur modernen Großstadt mausernde Berlin spaziert.«
Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung

»Effingers ist ein betörend sinnlicher Jahrhundertroman, der vor allem durch atmosphärische Dichte und kulturgeschichtlichen Perspektivenreichtum fesselt.«
Oliver vom Hove, Der Standard

»Feministische Buddenbrooks.«
Axel Brüggemann, Jüdische Allgemeine

»Bleibt zu wünschen, dass der neu aufgelegte Roman Effingers viele Leser findet, denn Gabriele Tergit muss Etwas Seltenes überhaupt gewesen sein.«
Priska Tschan-Wiegelmann, Jüdisches Leben in Bayern

»Jetzt ist also dieser wunderbare und prima zum Schmökern geeignete Roman wieder da.«
Thorald vom Berg, Kundenmagazin Hilberath & Lange

»Tergits Effingers – den Geschichten der Figuren und der Geschichte des Romans – möge ein langes literarisches Nachleben beschert sein. Sie haben es verdient.«
Judith Heitkamp, Bayern 2

Außerdem erschienen von Gabriele Tergit

Gabriele Tergit: Der alte GartenGabriele Tergit: Der glückliche GärtnerGabriele Tergit: Etwas Seltenes überhauptGabriele Tergit: Käsebier erobert den KurfürstendammGabriele Tergit: Vom Frühling und von der Einsamkeit