Clarice Lispector: Der große Augenblick

Platz 2 der swr-Bestenliste Februar 2016

Clarice Lispector
Der große Augenblick

Roman
Mit einem Nachwort von Colm Tóibín
Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Luis Ruby

128 Seiten. Leinen
€ 18,95   €[A] 19,50   
ISBN: 978-3-89561-623-5

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Zwei Welten treffen aufeinander, als der kultivierte Schriftsteller Rodrigo S. M. die Geschichte der bedauernswerten Macabéa erzählt, die sich in der rauen Hafengegend von Rio mit Schreibarbeiten durchschlägt. Ihre seltenen Freuden im Leben sind Filme mit Marilyn Monroe, Coca-Cola und ihr großmäuliger Freund. Niemand, nicht einmal er, hat das unansehnliche, unterernährte Mädchen aus dem armen Norden gern. Obwohl Rodrigo vor so viel Elend erschaudert, bewundert er Macabéas innere Freiheit: Sie scheint einfach nicht zu wissen, wie unzufrieden sie sein müsste. Doch die arglose Heldin und ihr besser gestellter, aber zutiefst unglücklicher Schöpfer haben auch überraschende Gemeinsamkeiten, es trifft Leiden auf Verzweiflung. Beide sind letztlich Figuren in einem Spiel, mit dem die große brasilianische Schriftstellerin unsere Vorstellungen von Armut, Liebe, Identität und Fiktion auf den Kopf stellt. In ihrem gefeierten letzten Roman, der als Schlüssel zu ihrem Werk gilt, öffnet sie die Türen zu ihrer eigenen Gedankenwelt und den wahren Mysterien des Lebens.

Rezensionen

»Unbedingt die geheimnisvolle Lispector lesen.«
Philipp Haibach, Die Welt kompakt

»Clarice Lispectors grandioser Kurzroman DER GROSSE AUGENBLICK ist bestürzend, böse und herzbewegend.«
Christian Thomas, Frankfurter Rundschau

»Ein großartiges Buch.«
Harald Loch, Frankfurter Neue Presse

»Aufwühlend sind diese mitunter magisch anmutenden, dann wieder bestechend klaren und direkten Sätze.«
Wiebke Porombka, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Lispectors Sprache ist einfach und doch rätselhaft, fast mystisch. Wie Aphorismen stehen einzelne Sätze für sich. Man liest sie – und hält inne.«
Michaela Metz, Süddeutsche Zeitung

»Das Nebeneinander von Fiktion und Metafiktion ist es denn auch, das diesen im besten Sinne postmodernen Roman zu einer mitreißenden Lektüre macht.«
Katharina Schmidt-Hirschfelder, Jüdische Allgemeine

»Dass einen dieses schmale Büchlein trotz seines demonstrativen Gestus des Unbeteiligtseins tief berühren kann, ist ein hochintelligenter Kunstgriff Clarice Lispectors.«
Kirsten Voigt, Badisches Tagblatt

»Unvergleichlicher Charme.«
Elke Engelhardt, fixpoetry

»Natürlich ist der sarkastische Ton Täuschung, zielt Lispector mitten ins Herz mit ihrem trostfreien, böse komischen und grausam schönen Roman.«
Petra Hallmayer, Münchner Feuilleton

»Was die Geschichte aber neben der raffinierten Erzählperspektive auszeichnet, ist die geschilderte Lebensperspektive.«
Rainer Glas, lesenswert

»Von diesem großen Lebenshunger erzählt Clarice Lispector in einfachen, doch glühend intensiven Sätzen.«
Denis Scheck, Die Welt

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