Bora Ćosić: Im Zustand stiller Auflösung

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Bora Ćosić
Im Zustand stiller Auflösung

Roman
Mit einem Nachwort von Bora Ćosić
Umschlagcollage von Ror Wolf
Aus dem Serbischen von Brigitte Döbert

128 Seiten. Gebunden. Lesebändchen
€ 18,00   €[A] 18,50   
ISBN: 978-3-89561-616-7

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Die Reise eines Schriftstellers auf den Spuren Marcel Prousts in der Normandie geht gleich zu Beginn gründlich schief, denn das befreundete französische Ehepaar will in ein bretonisches Städtchen, in dem Proust nie war. Die kleine Reisegesellschaft quartiert sich im Hotel Armor ein. Der übergriffige Portier, der vor Kraft und Klischees über »uns« und »die anderen« nur so strotzt, liefert dem kränkelnden Schriftsteller reichlich Stoff zum Nachdenken. Nachdem seine Frau zu einem Vortrag enteilt und das befreundete Ehepaar wieder in Paris ist, bleibt er allein im tristen Tréboul zurück und wertet fröhlich grummelnd Dekadenz und Langeweile um. Seine eigene Suche nach der verlorenen Zeit karikiert jedes Pathos, voller Selbstironie und Witz zerpflückt der Ich-Erzähler eine vermeintliche Selbstverständlichkeit nach der anderen, am Ende auch den eigenen Traum vom Buch über Proust.
Im Zustand stiller Auflösung ist eine hochkomische Suada, wie sie schon bei Ćosićs großem Familienepos Die Tutoren anklang. Auch hier verbirgt sich hinter seinem geistreichen Hadern eine mutige Kritik an den Auflösungserscheinungen der europäischen Kultur.

Rezensionen

»Die Lektüre der sich manchmal über eineinhalb Seiten erstreckenden Sätze ist ein Genuss.«
Marko Dinić, Süddeutsche Zeitung

»Misanthropischer Weltekel, der zugleich grimmige und hochkomische Züge hat.«
Jochen Schimmang, FAZ

»Quasseln als hohe Kunst, die Ćosić berühmt gemacht hat. (...) Ćosić verlacht die Welt, wie immer, wenn er schreibt.«
Stefan Berkholz, Bayern 2

»Eine intellektuelle Tour de Force mit bemerkenswerter sprachlicher Sogkraft und immer wieder auch sehr humorvollen Tönen.«
Markus Jäger, ekz Bibliotheksservice

»Es ist auch bestürzende Aktualität, die einen das luzide Spiel dieser außergewöhnlichen Prosa mit angehaltenem Atem lesen lässt.«
Cornelius Hell, ORF Ex libris

Außerdem erschienen von Bora Ćosić

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