Andrzej Bart: Die Fliegenfängerfabrik

nominiert für den Nike-Preis

Andrzej Bart
Die Fliegenfängerfabrik

Roman
Aus dem Polnischen von Albrecht Lempp

264 Seiten. Gebunden.
€ 19,95   €[A] 20,60   
ISBN: 978-3-89561-295-4

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Ein geheimnisvoller Gast fordert einen polnischen Schriftsteller auf, in seine Heimatstadt Lodz zu fahren und als Beobachter an einem Gerichtsprozess teilzunehmen. Ein Teufelspakt?
Es beginnt eine Wanderung zu einem Ort, an dem historische Gestalten in eine phantastische Welt treten. Angeklagt in einem fiktiven Prozess ist der Vorsitzende des Judenrats im Lodzer Ghetto, Chaim Rumkowski. Ein manischer Organisator, der im Glauben, die Lodzer Juden vor Auschwitz retten zu können, aus dem Ghetto ein prosperierendes Unternehmen machte, das nun zum Wohl des Dritten Reichs arbeitete – noch ein Teufelspakt?
Der Stimmenchor der Zeugen und Opfer kreist um die Fragen nach historischer Schuld – denn letztlich bewahrte der selbst ernannte Retter niemanden, nicht einmal sich selbst, vor dem Tod: Was war Rumkowskis Motiv? Die Sorge um das Schicksal der Gemeinschaft oder Machtgier? Darf man Menschenleben gegeneinander aufrechnen?

Ein intelligentes Spiel mit literarischen Stilen und Motiven in einer kafkaesken Atmosphäre und mit einer gehörigen Portion Selbstironie.

Rezensionen

»Ein opulentes Sprachwerk. In der kongenialen Übersetzung von Albrecht Lempp vermittelt sie den Schauder des Holocaust, ohne den Leser mit einer Moral zu überwältigen.«
Martin Sander, Deutschlandradio Kultur

»Ein düsteres Kammerspiel um Schuld und Sühne, eine Farce über die Suche nach Gerechtigkeit, aber auch ein luftiges Traumstück.«
Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung

»Andrzej Bart schenkt uns ein Buch, dessen Originalität kaum zu überbieten ist.«
Marta Kijowska, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»DIE FLIEGENFÄNGERFABRIK lässt die Verzweiflung der Lodzer Juden in beängstigender Weise lebendig werden.«
Thomas Urban, Süddeutsche Zeitung

»Andrzej Bart, der neue Star der polnischen Literatur.«
Marta Kijowska, Neue Zürcher Zeitung

»Diesem großen, tragischen Stoff nähert sich Andrzej Bart mit artistischer Kühnheit an, die nach Art eines Teufelspaktes in ihren Bann zieht.«
Katrin Hillgruber, Frankfurter Rundschau

»Dies ist wahrlich große Literatur.«
Eva Menasse, Die Literarische Welt

»Ein Autor, der den ironischen Ton genauso beherrscht wie das kafkaeske Erzählen, der souverän mit Zitaten, mit traumartigen Sequenzen und Tagebuch-Passagen arbeitet.«
Wolfgang Seibel, ORF, Ex Libris

»Mit viel Ironie und Witz versteht es Bart, die Gefühle der LeserInnen zu irritieren, deren Gunst zwischen dem Angeklagten und der Anklage hin- und herpendelt.«
Claudio Habicht, Die Wochenzeitung

»Fantastisch gut.«
Peter Pisa, Kurier

»Einzigartig.«
Mainpost

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