Amy Waldman: Das ferne Feuer

Erscheint am 2. Februar 2021

Amy Waldman
Das ferne Feuer

Roman
Umschlagbild von Lost with Purpose/Alexandra Reynolds
Aus dem Englischen von Brigitte Walitzek

496 Seiten. Gebunden. Lesebändchen
€ 26,00   €[A] 26,80   
ISBN: 978-3-89561-168-1

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Die ehrgeizige Berkeley-Studentin Parvin Schams fühlt sich zwischen den liberalen Ideen ihrer charismatischen Professorin und den Erwartungen ihres konservativen afghanisch- amerikanischen Umfelds hin- und hergerissen. Da eröffnet ihr ein Buch eine ungeahnte Möglichkeit, die Theorie in die Praxis umzusetzen und ihre Bestimmung zu finden: Ein Arzt erzählt darin von seinem humanitären Engagement für afghanische Frauen. Parvin ist so begeistert, dass sie für seine Stiftung arbeiten und zugleich ihre Wurzeln erkunden will. Doch vor Ort entdeckt sie, dass die von ihm erbaute Geburtsklinik leer steht und die Bewohner des Dorfes sich seltsam abweisend verhalten. Nach und nach findet Parvin im Gespräch mit ihnen heraus, was es damit auf sich hat. Als Parvins Professorin vertrauliche E-Mails ungefragt veröffentlicht, eskaliert der schwelende Konflikt zwischen Einheimischen und ihren selbsternannten Wohltätern. Erneut muss Parvin entscheiden, wo sie steht.

Was bestimmt, wer wir sind und wo wir hingehören? Wie formen die Medien unseren Blick auf die Welt? Und können wir unsere Vorurteile je ablegen? Wie in ihrem gefeierten Roman Der amerikanische Architekt stellt sich Amy Waldman den brennenden Fragen unserer Gegenwart in einer packenden und überraschenden Geschichte.

Rezensionen

»Dieser kraftvolle neue Roman von Amy Waldman steckt voller brisanter Erkenntnisse.«
New York Times Book Review

»Mit klarem Blick, aber ohne dabei zynisch zu werden, erzählt Amy Waldman in diesem packenden Roman von persönlicher Motivation, naiver Gutgläubigkeit und moralischer Verwirrung – und deren dramatischen Konsequenzen.«
Washington Post

»Amy Waldman, ehemalige Chefredakteurin des Südasienbüros der New York Times, kann für ihre Geschichte auf authentische Erfahrungen zurückgreifen und beschreibt den Zusammenprall von Kulturen und Idealen mit großem Fingerspitzengefühl für innere Widersprüche.«
Entertainment Weekly

»In ihrem ungeheuer erhellenden zweiten Roman legt Amy Waldman beharrlich Schicht
um Schicht kultureller Prägungen frei, um auszuloten, welche Folgen es für Menschen hat,
wenn die USA ihre angeblich ›gütige Macht‹ ausüben.«
BBC

»Die moralischen Fragen des Romans entwickeln eine ungeheure Brisanz. Nur wenige zeitgenössische Autoren zeigen so gekonnt und zutiefst persönlich, wie gefährlich gerade ein gut gemeintes Eingreifen sein kann.«
New York Times

»Ihre Vertrautheit mit der Region sowie ihre Sensibilität für die raue Schönheit der afghanischen Landschaft werden auf jeder Seite deutlich.«
Book Reporter

»Amy Waldman führt den Zerrspiegel vor Augen, mit dem der Westen auf Länder wie Afghanistan blickt. Geschickt verwebt sie die atemberaubende Naturschönheit mit dem Schicksal der Menschen – insbesondere der Frauen – in einem archaischen Bergdorf, das in Berührung mit helfenden Händen aus den USA kommt, sei das nun Fluch oder Segen.« Lalena Hoffschildt, Hugendubel Stachus in München

Außerdem erschienen von Amy Waldman

Amy Waldman: Der amerikanische Architekt