
© Birgitta Kowsky
Franziska Gerstenberg liest aus SPIEL MIT IHR
Es beginnt mit harmlosen Rollenspielen. Kristine lässt sich von Reinhard verführen, doch zugleich sehnt sie sich nach einem Vater für ihre Tochter und nach einer ganz altmodischen Ergänzung ihrer Familie. Eine Zeitlang scheint es, als könnten alle Wünsche in Erfüllung gehen. Aber was als harmloses Ausleben von Bedürfnissen beginnt, endet in einem Desaster. Und Kristines Tochter verschwindet.
© Anton Landgraf
Tanja Dückers liest aus FUNDBÜROS UND VERSTECKE
In FUNDBÜROS UND VERSTECKE erhebt Tanja Dückers Einspruch gegen die Schwerkraft, besingt das Fallen, setzt an zum Fliegen – und folgt dabei dem roten Faden, »der unsere Leben / zusammenhielt«. Sie umkreist die Welt, findet sie im Nahen wie im Fernen, in ausgedehnter Zeit wie in der Flüchtigkeit. Reisen haben immer eine existenzielle Dimension, ihr Blick geht oft nach Osteuropa. Tanja Dückers’ Poesie ist mal melancholisch, mal träumerisch, oft spielt sie mit schroff ironischen Kontrasten.
© Paal Audestad
Gaute Heivoll liest aus BEVOR ICH VERBRENNE
In der Nähe von Kristiansand geht ein Pyromane um. Einen ganzen Monat hat er nachts heimlich gewütet, Scheunen und zum Schluss sogar bewohnte Gebäude bis auf die Grundmauern niedergebrannt. In der kleinen Gemeinde wächst die Panik. Endlich greift die Polizei ein. Der Pyromane muss gefasst werden, aber es gibt nur wenige Spuren.
© Karl Bissinger
Leslie Malton liest JANE BOWLES
»Ich halte Jane Bowles für die größte englisch schreibende Autorin unseres Jahrhunderts, und Harold Pinter stimmt mir zu.« Tennessee Williams
© James-Joyce-Stiftung Zürich
Fritz Senn liest aus NOCH MEHR ÜBER JOYCE
Joyce, heißt es, sei schwierig. Fritz Senn, der Doyen der Joyce-Forschung und Leiter der James-Joyce-Stiftung Zürich, ermuntert in NOCH MEHR ÜBER JOYCE zu gründlichem Hinsehen ohne angelernte Scheu. Mit seinen eleganten, unaufdringlich witzigen Essays beleuchtet Senn die großen Themen des kosmopolitischen Iren ebenso wie die Details seiner Texte. Damit gibt er allen neugierigen und abenteuerlustigen Lesern eine einzigartige Einführung in das Werk des wohl berühmtesten Autors der literarischen Moderne.
© Bogdan Pedović
Bora Ćosić liest aus EINE KURZE KINDHEIT IN AGRAM
Der große serbische Erzähler erinnert sich an seine prägenden Jahre in Agram, wie Zagreb früher hieß. Dabei geht der Autor diesmal zurück an den Anfang seiner Welt und versetzt sich mit einer schwebend reflektierenden Sprache in die Denkweise eines Kleinkindes, um staunend die Rätsel des Lebens zu enthüllen.Paula Almqvist liest aus WAS MIR BLÜHT
Mit WAS MIR BLÜHT liegt nun ein zweiter Band der Geschichten rund um den Garten von Paula Almqvist vor.Peter Würth liest ALLES AUF GRÜN
Grün liegt im Trend, grün ist »bio«, grün ist vor allem: lebenswichtig. Elegant und kenntnisreich schreibt Peter Würth über neue Gemüseküche wie über urban farming, über Bäume und Möbel à la nature, über Green Songs und Garten-Guerilla, über grüne Städte, grüne Dächer und den Garten als soziales Wesen.
© Illinois State Historical Society
Mirko Bonné liest SHERWOOD ANDERSON
WINESBURG, OHIO erstmals erschienen 1919, ist ein romanartiger Reigen aus Erzählungen. Im Mittelpunkt stehen die Bewohner einer fiktiven Kleinstadt im Mittleren Westen, beobachtet von George Willard, einem jungen Mann, der dort aufwächst und als Reporter des Winesburg Eagle noch den kleinsten Geschehnissen in der Stadt voller Staunen begegnet. Mirko Bonné hat den Roman neu übersetzt und mit einem Essay versehen.
© Fedja Kehl
Simon Urban liest aus PLAN D
Ostberlin 2011: Die Wiedervereinigung hat es nie gegeben. Ein ehemaliger Berater von Egon Krenz wird ermordet aufgefunden - und Martin Wegener von der Volkspolizei und sein westdeutscher Kollege Richard Brendel suchen nach den Mördern. Mit Witz und beißender Ironie erzählt Simon Urban eine packende Geschichte über politischen und menschlichen Verrat, über die vergebliche Suche nach Wahrheit und Liebe.
© Henry Mex
Inka Parei liest aus DIE KÄLTEZENTRALE
Berlin im Jahr 2006: Ein Mann hat in den achtziger Jahren im Gebäude des Neuen Deutschland gearbeitet und später die DDR verlassen. Eines Tage bekommt er einen Anruf von seiner früheren Frau. Sie wartet auf die exakte Diagnose ihrer Krebskrankheit. Um ihr zu helfen, reist er zurück in die Stadt und versucht, die Ereignisse einiger Tage Anfang Mai 1986 zu rekonstruieren.
© Oktavia Schreiner
Margit Schreiner liest aus DIE TIERE VON PARIS
Das ironische Selbstgespräch einer Alleinerziehenden, die sich und dem Leser das Dreiecksverhältnis zwischen ihr selbst, ihrem Kind und ihrem Exmann schonungslos vor Augen führt. Ein raffiniert schlichtes Buch über aktuelle Fragen zur Vereinbarkeit von Kind und Beruf und die Rollen von Männern und Frauen.
© Markus Bettesch
Christina Maria Landerl liest aus VERLASS DIE STADT
Gudrun und Max waren ein Paar. Jetzt bekommt Max ein Kind mit Laura. Und Peter wünscht sich manchmal, es wäre alles noch wie früher. Auch Margot gehörte zu ihrem Kreis. Doch sie ist verschwunden, ohne ein Wort oder eine Erklärung. Ein Buch über das Suchen und das Nicht-Finden und gleichzeitig ein vielschichtiges Bild der Stadt Wien.
© Manuela Kasemir
Ulrike Almut Sandig und Marlen Pelny lesen und spielen zu MÄRZWALD
Wo hört das Singen auf, wo fängt das Sprechen an? Rhythmisch wie klangvoll liest Ulrike Almut Sandig Gedichte aus ihren BÄnden DICKICHT und STREUMEN; Marlen Pelny begleitet sie mit Gitarre und Stimme. Daraus entsteht das Programm DICHTUNG FÜR DIE FREUNDE DER POPMUSIK.
© Christiane Wohlrab
Ron Winkler stellt SCHNEEGEDICHTE vor
SCHNEEGEDICHTE bringt neunzig deutschsprachige Dichter der letzten hundert Jahre zusammen, die dem Phänomen des Schnees nachspüren. Die dem Schnee Raum geben und diesem Raum eine Sprache - voller neuer BIlder und ungehörter Worte. Ron Winkler stellt diese zusammen mit den LyrikerInnen vor.
© Martin Dam Kristensen
Morten Ramsland liest aus SUMOBRÜDER
Der elfjährige Lars wohnt mit seiner Familie im Paradiesgarten, einem Reihenhausquartier im dänischen Odense. Den größten Teil seiner Zeit verbringt er mit seinen Freunden. Sie spielen Tennis mit Kröten. Sie veranstalten heimliche Sumo-Ringkämpfe hinter vorgezogenen Gardinen. Aber vor allem verprügeln sie die Kleinen und sind ständig auf der Flucht vor den Großen. MIt Humor und Einfühlungsvermögen nimmt uns der Roman mit in die gleichermaßen brutale und unschuldige Welt eines Sumobruders.
© Grzegorz Zygadlo
Olga Tokarczuk liest aus DER GESANG DER FLEDERMÄUSE
Der neue Roman von Olga Tokarczuk ist ein spannender moralischer Thriller. Die schrullige Erzählerin Janina Duszejko, Dorflehrerin für Englisch und im Winter Hüterin der Häuser von Sommerfrischlern auf einem windgepeitschten Hochplateau im Glatzer Kessel, hat zwei Leidenschaften: für Astrologie und für Tiere. Als in der Umgebung eine Leiche nach der anderen gefunden wird, ist sie, die allgemein als Verrückte angesehen wird, der Polizei immer einen Schritt voraus.