Diese Autoren und Autorinnen
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Mirko Bonné
© Bogenberger/autorenfotos.com
Mirko Bonné - Lichter als der Tag

Mirko Bonné liest aus LICHTER ALS DER TAG

Raimund Merz kennt Moritz und Floriane von Kindheit an. Als Inger zu ihnen stößt, bilden die vier eine verschworene Gemeinschaft, bis sich beide Jungen in das Mädchen verlieben. Inger entscheidet sich für Moritz, Raimund und die ehrgeizige Floriane werden ebenfalls ein Paar. Jahre später kreuzen sich die Wege der vier erneut – für Raimund die Chance, sich der Leere seines Lebens ohne Inger zu vergegenwärtigen. Verzweifelt sucht er nach einem Weg zurück zu sich selbst und zu einer Aussöhnung mit der Vergangenheit. Bonnés großer Liebesroman überträgt das Wahlverwandtschaften-Thema in die heutige Zeit und zeichnet das ergreifende Porträt eines Mannes, der die Kraft findet, aus dem Schatten über seinem Dasein hinauszutreten.
Michael Roes
Michael Roes - Zeithain

Michael Roes liest aus ZEITHAIN

Eines der erschütterndsten Dramen der deutschen Geschichte ereignete sich im 18. Jahrhundert in Zeithain. Es handelt von Friedrich dem Großen, der als junger Kronprinz unter dem Regime seines Vaters unvorstellbar leidet. In seiner Not wendet sich Fritz an seinen einzigen Freund, Hans Hermann von Katte, einem Offizier des Königs. Er soll ihm helfen, ins Ausland zu fliehen. Katte gerät in einen tiefen Zwiespalt, doch er kann der Zuspitzung der Ereignisse nicht entrinnen. Als die Pläne auffliegen, ist es Katte, an dem ein Exempel statuiert wird – und der Kronprinz muss bei seiner Hinrichtung zusehen. Roes’ Roman ist eine gewaltige literarische Recherche und zugleich ein faszinierendes Abenteuer deutscher Geistesgeschichte.
Guntram Vesper
© Volker Poland
Guntram Vesper - Nördlich der Liebe und südlich des Hasses

Guntram Vesper liest aus NÖRDLICH DER LIEBE UND SÜDLICH DES HASSES

NÖRDLICH DER LIEBE UND SÜDLICH DES HASSES ist ein Buch über unser Land und unsere Zeit. Die erfundenen, erinnerten und rekonstruierten Geschichten, die Fragmente, die kurzen Romane und langen Anekdoten erzählen von Stadt und Land, von Vorstadtbewohnern und Dörflern, von Nachbarn und Verwandten, Idylle und Brutalität: deutsche Wirklichkeit und Wahrheit unserer Tage. Der neue Band der Ausgabe der gesammelten Werke Vespers bietet vollständig die Texte der Bände KRIEGERDENKMAL GANZ HINTEN und NÖRDLICH DER LIEBE UND SÜDLICH DES HASSES sowie in größtmöglicher Vollständigkeit die verstreut veröffentlichte Prosa eines der großen Autoren unserer Zeit.
Anna-Elisabeth Mayer
© privat
Anna-Elisabeth Mayer - Am Himmel

Anna-Elisabeth Mayer liest aus AM HIMMEL

Der Millionär Johann von Sothen ist eine schillernde Persönlichkeit – er spendet, erhält Orden, errichtet eine Kapelle, bezieht das Schloss »Am Himmel«. Auf seinem Gut leiden die Arbeiter unter seinem Geiz. Das uneheliche Verhältnis des Jägers Hüttler, der mit seiner Familie in armseligen Verhältnissen neben dem Schloss lebt, wird von Sothen und dessen Frau benutzt, um ihn, aber ebenso die Gutsarbeiter zu drangsalieren und alle gegeneinander auszuspielen. In diesem Geflecht von Unterdrückung, Abhängigkeit und Aufbegehren trifft ein Schuss. In einer dramatischen Rekonstruktion der Ereignisse schildert Anna-Elisabeth Mayer den Aufstieg eines Mannes, der durch seine Habgier zu Fall gebracht wird, und entlarvt eine Gesellschaft, die alles dem falschen Schein von Geld und Macht unterwirft.
Linda Boström Knausgård
Linda Boström Knausgård - Willkommen in Amerika

Linda Boström Knausgård liest aus WILLKOMMEN IN AMERIKA

Die elfjährige Ellen lebt in einer hellen Familie. So betont es die Mutter, eine erfolgreiche, lebenslustige Schauspielerin, die sich gern in ihre Welt am Theater zurückzieht. Auch der große Bruder verbarrikadiert sich in seinem Zimmer, hört laute Musik und hat eine erste Freundin. Die Zeit ausgelassener Eishockeyspiele in der Diele der großen Wohnung ist vorbei, erst recht, als der Vater stirbt. Nach der Trennung der Eltern war er aggressiv geworden, und Ellen hat seinen Tod so sehr herbeigewünscht, dass sie nun aus Angst über die Macht ihrer Gedanken verstummt. Mit ihrem Schweigen schützt sie die dunkle Wahrheit ihres Ichs und fordert die Mutter zu einem Kräftemessen heraus. Linda Boström Knausgard ist ein dichtes, poetisches Kammerspiel gelungen.
Valérie Zenatti
Valérie Zenatti - Jacob, Jacob

Valérie Zenatti liest aus JACOB, JACOB

Zenattis Roman beleuchtet den Zweiten Weltkrieg aus einer ungewöhnlichen Warte – aus der Sicht der Kolonialisierten. Der 19-jährige Jacob Melki, Sohn einer bitterarmen jüdischen Schusterfamilie aus dem algerischen Constantine, wird 1944 von der französischen Kolonialmacht einberufen, um in den Krieg gegen die Deutschen zu ziehen. Jacob, der nicht als französisch genug galt, um das Lycée zu besuchen, ist auf einmal französisch genug, um für die Kolonialmacht im Schützengraben zu stehen. Wie soll er sich zwischen den verschiedenen Kulturen entscheiden, die sein Leben bestimmen? Atmosphärisch, poetisch und mit großer Empathie erzählt Zenatti von den Ängsten und Hoffnungen des jungen Mannes, der eigentlich lieber Gedichte lesen als Menschen erschießen will.
Claus-Jürgen Göpfert & Bernd Messinger - Das Jahr der Revolte

Claus-Jürgen Göpfert und Bernd Messinger lesen aus DAS JAHR DER REVOLTE

Die Bewegung der 68er hat in keiner anderen deutschen Stadt solche Spuren hinterlassen wie in Frankfurt am Main. Die Forderungen der außerparlamentarischen Opposition und der Studenten der Goethe-Universität sind nicht nur im gesellschaftlichen Leben bis heute spürbar, sondern bestimmen auch die Kultur maßgeblich mit. 50 Jahre danach erinnern sich die Autoren u.a. im Gespräch mit prominenten 68ern wie dem Politiker Daniel Cohn-Bendit und dem Verleger KD Wolff an das turbulente Jahr in Frankfurt am Main.
Michael Herl
Michael Herl - Eigentlich...

Michael Herl liest aus EIGENTLICH ...

»Eigentlich ...« - so beginnt er jede seiner Kolumnen, denn nichts ist, wie es scheint. Man muss nur genau hinsehen. Jeder seiner Texte bewegt. Sorgt für Wut, Gezeter, Diskussionen, Beifall, Beschimpfung, Bedrohung, lautes Lachen oder leises Schmunzeln – irgendwas geschieht immer. Denn Herl kennt keine Gnade. Er bezieht Stellung. Gegen Rassismus, Unrecht und einseitige Wohlstandsverteilung. Gegen Nazis, Bequemlichkeit und Kirchengetue. Für vernünftige Ernährung, aber in Tateinheit mit Schlachtfesten in der Pfalz und Fischsuppen in Hafenkneipen. Das alles in seinem eigenen unverkennbaren Stil – und immer mit einem gesunden Schuss Selbstironie.
Daniel Zahno
© Heidi Ziegler
Daniel Zahno - Mama Mafia

Daniel Zahno liest aus MAMA MAFIA

Rocksänger und Überlebenskünstler Harvy, der sich mit drei Jobs und gelegentlichen Diebstählen über Wasser hält, lässt im Apple Store in der Grand Central Station ein iPhone mitgehen, was sein Leben auf den Kopf stellt. Er gerät in einen wahnwitzigen Sog von Turbulenzen, wird erpresst, muss unverschuldet einen Toten entsorgen und verliert sein Herz an die Geliebte des obersten New Yorker Mafiabosses Tony Tangeroli. Tony wiederum ist derart angetan von Harvys Musik, dass er dessen Band groß herausbringen will. Für Harvy beginnt ein lebensgefährlicher Hochseilakt im Dunstkreis der Mafia. Daniel Zahnos MAMA MAFIA ist ein wilder Ritt durch New York City, sprachmächtig und spannend, mit subtilen Anspielungen auf Godfather und Pulp Fiction, zugleich erfrischend neu und voller Überraschungen. Ein kurzweiliger, rasanter Roman mit einem packenden Plot, von einer Brillanz, welche die aufregende Lektüre sogleich in Lesevergnügen verwandelt.
Dieter Krause
© Frank Haselau
Dieter Krause - Kollwitz 66

Dieter Krause liest aus KOLLWITZ 66

Dieter Krause wächst am Ost-Berliner Kollwitzplatz auf, dessen Hinterhöfe den Murmelspielern und Indianern gehören. Anstelle von ideologischen Kämpfen werden Konflikte mit Tüten voller Wasser und Stinkbomben ausgefochten. Die fünfziger Jahre sind für den Jungen eine Übergangszeit: Zwischen heimlich gehörten Elvis-Songs und Begegnungen mit russischen Soldaten wechselt er regelmäßig von einem Sektor in den anderen und beinah ebenso häufig die Schule. Dieter Krause schildert liebevoll die Freiheit seiner Berliner Straßenkindheit, kommentiert scharfzüngig ihre staatliche Begrenzung und erzählt so das Heranwachsen am Prenzlauer Berg zur Frühzeit der DDR wie unter dem Mikroskop: Man sieht alles sehr genau vor sich – man atmet gewissermaßen die Luft aus Schwefel und Bohnerwachs.
Christoph Buchwald
© Irwan Droog
Christoph Buchwald - Jahrbuch der Lyrik 2017

Christoph Buchwald und Ulrike Almut Sandig stellen das JAHRBUCH DER LYRIK 2017 vor

Seit 1979 gibt das »Jahrbuch der Lyrik« Einblick in neueste Entwicklungen der Poesie in Deutschland, Österreich und der Schweiz; ab diesem Jahr erscheint es jährlich bei Schöffling & Co. Für die 31. Ausgabe konnte Christoph Buchwald die vielfach ausgezeichnete Lyrikerin Ulrike Almut Sandig als Mitherausgeberin gewinnen. Gemeinsam haben sie die besten zeitgenössischen Gedichte ausgesucht und in thematischen Kapiteln zusammengestellt. In welchem Maße ist die Gegenwartslyrik Echo und Spiegel unserer Zeit? Wie tief sitzt das Misstrauen gegen politische Ideologien und Rezepte? Offensichtlich ist: Die Sicht auf Geschichte und Gesellschaft ist nur mit subjektiver Herangehensweise glaubwürdig zu artikulieren, der persönliche Blick verweist auf das große Ganze. Erstmals wurden auch Bildgedichte in die Auswahl aufgenommen; zusammen mit dem Kapitel »Dichter übersetzen Dichter« gehen diese über Sprach- und Genregrenzen hinaus.
Ron Winkler
© Schall & Schnabel
Ron Winkler - Karten aus Gebieten

Ron Winkler liest aus KARTEN AUS GEBIETEN

Ron Winkler taucht in seinen neuen Gedichten in jene Sphäre ein, wo sich das Vermittelbare und das Unvermittelbare wild durchdringen, gespeist von den vielen Eindrücken, die von Orten ausgehen können: flüchtig und labil, innig fasziniert, seltsam und verstörend, oft mit großer Wucht.So unspezifisch die Geografie dieser Gedichte scheinen mag, so akut ist ihre Gegenwart aus Kulturenkonflikt und Kolonialisationsromantik, Cluburlaub und Aleppo. Ron Winkler zeigt die Brutalität des Gleichzeitigen und die seltsamen Harmonien des Disparaten. Er schreibt Postkarten aus vertrauter Fremde, flektiert Landschaften ins Wunderbare, macht Liebe zur Sprache eines sinnlichen Taumels. »Auch Afrika / war Laub, an dem man zupfte wie schön, / wir waren uns / vollends keines Graus bewusst / im Delta / zwischen Soll und Ist.«
Miljenko Jergović
© Miodrag Trajković
Miljenko Jergović - Die unerhörte Geschichte meiner Familie

Miljenko Jergović liest aus DIE UNERHÖRTE GESCHICHTE MEINER FAMILIE

»Weil in jeder Familiengeschichte alles Wichtige der Weltgeschichte steckt«, hat Miljenko Jergović sich auf die Spuren seiner Familie begeben. Als seine Mutter, zu der er kein einfaches Verhältnis hat, im Sterben liegt, reist er nach Sarajevo und bringt sie zum Erzählen über die Vorfahren. Dort, wo jede Straße ihn in die Vergangenheit seiner traumatisierten Heimat führt, setzt er sich in einem schmerzlichen Prozess mit ihrem Erbe auseinander: Kinder des einstigen Habsburgerreichs, waren sie als Eisenbahner Zugereiste, und jeder Krieg stellte ihre Identitäten und Loyalitäten neu auf die Probe.