Diese Autoren und Autorinnen
gehen für Sie auf Lesereise

Gerne beantworten wir Ihre Fragen nach Terminen, Konditionen, Plakaten, Pressematerialien und Werbemitteln – zu diesen und zu allen anderen unserer Autoren. Bitte wenden Sie sich an Jennifer Sprodowsky.

Daniel Zahno
© Heidi Ziegler
Daniel Zahno - Mama Mafia

Daniel Zahno liest aus MAMA MAFIA

Rocksänger und Überlebenskünstler Harvy, der sich mit drei Jobs und gelegentlichen Diebstählen über Wasser hält, lässt im Apple Store in der Grand Central Station ein iPhone mitgehen, was sein Leben auf den Kopf stellt. Er gerät in einen wahnwitzigen Sog von Turbulenzen, wird erpresst, muss unverschuldet einen Toten entsorgen und verliert sein Herz an die Geliebte des obersten New Yorker Mafiabosses Tony Tangeroli. Tony wiederum ist derart angetan von Harvys Musik, dass er dessen Band groß herausbringen will. Für Harvy beginnt ein lebensgefährlicher Hochseilakt im Dunstkreis der Mafia.Daniel Zahnos MAMA MAFIA ist ein wilder Ritt durch New York City, sprachmächtig und spannend, mit subtilen Anspielungen auf Godfather und Pulp Fiction, zugleich erfrischend neu und voller Überraschungen. Ein kurzweiliger, rasanter Roman mit einem packenden Plot, von einer Brillanz, welche die aufregende Lektüre sogleich in Lesevergnügen verwandelt.
Dieter Krause
© Frank Haselau
Dieter Krause - Kollwitz 66

Dieter Krause liest aus KOLLWITZ 66

Dieter Krause wächst am Ost-Berliner Kollwitzplatz auf, dessen Hinterhöfe den Murmelspielern und Indianern gehören. Anstelle von ideologischen Kämpfen werden Konflikte mit Tüten voller Wasser und Stinkbomben ausgefochten. Die fünfziger Jahre sind für den Jungen eine Übergangszeit: Zwischen heimlich gehörten Elvis-Songs und Begegnungen mit russischen Soldaten wechselt er regelmäßig von einem Sektor in den anderen und beinah ebenso häufig die Schule. Dieter Krause schildert liebevoll die Freiheit seiner Berliner Straßenkindheit, kommentiert scharfzüngig ihre staatliche Begrenzung und erzählt so das Heranwachsen am Prenzlauer Berg zur Frühzeit der DDR wie unter dem Mikroskop: Man sieht alles sehr genau vor sich – man atmet gewissermaßen die Luft aus Schwefel und Bohnerwachs.
Christoph Buchwald
© Irwan Droog
Christoph Buchwald - Jahrbuch der Lyrik 2017

Christoph Buchwald und Ulrike Almut Sandig stellen das JAHRBUCH DER LYRIK 2017 vor

Seit 1979 gibt das »Jahrbuch der Lyrik« Einblick in neueste Entwicklungen der Poesie in Deutschland, Österreich und der Schweiz; ab diesem Jahr erscheint es jährlich bei Schöffling & Co. Für die 31. Ausgabe konnte Christoph Buchwald die vielfach ausgezeichnete Lyrikerin Ulrike Almut Sandig als Mitherausgeberin gewinnen. Gemeinsam haben sie die besten zeitgenössischen Gedichte ausgesucht und in thematischen Kapiteln zusammengestellt. In welchem Maße ist die Gegenwartslyrik Echo und Spiegel unserer Zeit? Wie tief sitzt das Misstrauen gegen politische Ideologien und Rezepte? Offensichtlich ist: Die Sicht auf Geschichte und Gesellschaft ist nur mit subjektiver Herangehensweise glaubwürdig zu artikulieren, der persönliche Blick verweist auf das große Ganze. Erstmals wurden auch Bildgedichte in die Auswahl aufgenommen; zusammen mit dem Kapitel »Dichter übersetzen Dichter« gehen diese über Sprach- und Genregrenzen hinaus.
Ron Winkler
© Schall & Schnabel
Ron Winkler - Karten aus Gebieten

Ron Winkler liest aus KARTEN AUS GEBIETEN

Ron Winkler taucht in seinen neuen Gedichten in jene Sphäre ein, wo sich das Vermittelbare und das Unvermittelbare wild durchdringen, gespeist von den vielen Eindrücken, die von Orten ausgehen können: flüchtig und labil, innig fasziniert, seltsam und verstörend, oft mit großer Wucht.So unspezifisch die Geografie dieser Gedichte scheinen mag, so akut ist ihre Gegenwart aus Kulturenkonflikt und Kolonialisationsromantik, Cluburlaub und Aleppo. Ron Winkler zeigt die Brutalität des Gleichzeitigen und die seltsamen Harmonien des Disparaten. Er schreibt Postkarten aus vertrauter Fremde, flektiert Landschaften ins Wunderbare, macht Liebe zur Sprache eines sinnlichen Taumels. »Auch Afrika / war Laub, an dem man zupfte wie schön, / wir waren uns / vollends keines Graus bewusst / im Delta / zwischen Soll und Ist.«
Miljenko Jergović
© Miodrag Trajković
Miljenko Jergović - Die unerhörte Geschichte meiner Familie

Miljenko Jergović liest aus DIE UNERHÖRTE GESCHICHTE MEINER FAMILIE

»Weil in jeder Familiengeschichte alles Wichtige der Weltgeschichte steckt«, hat Miljenko Jergović sich auf die Spuren seiner Familie begeben. Als seine Mutter, zu der er kein einfaches Verhältnis hat, im Sterben liegt, reist er nach Sarajevo und bringt sie zum Erzählen über die Vorfahren. Dort, wo jede Straße ihn in die Vergangenheit seiner traumatisierten Heimat führt, setzt er sich in einem schmerzlichen Prozess mit ihrem Erbe auseinander: Kinder des einstigen Habsburgerreichs, waren sie als Eisenbahner Zugereiste, und jeder Krieg stellte ihre Identitäten und Loyalitäten neu auf die Probe.
David Albahari
© Aleksandar Dragutinović
David Albahari - Das Tierreich

Mirjana und Klaus Wittmann stellen DAS TIERREICH vor

Vier junge Männer finden scheinbar zufällig während ihres Militärdienstes bei der Jugoslawischen Volksarmee zueinander. Ihr Anführer Dimitrije Donkić gibt allen Tiernamen und nennt seine Gruppe das TIERREICH. Was anfänglich harmlos aussieht, ändert sich, als Miša dazu stößt: Er war maßgeblich an den Studentenunruhen in Belgrad 1968 beteiligt, aber das weiß nur der Tiger. In Aufzeichnungen, die dieser hinterlässt, um einen Mord zu ergründen, treibt ihn die Frage um, ob und von wem Miša enttarnt wurde. Seine eigene Rolle in dem tödlichen Spiel wird dem Tiger zunehmend unklar, und bald verliert er als Autor der Geschichte jegliche Gewissheit. In der Tradition abgründig kommentierter Texte von Nabokovs Fahlem Feuer bis Ecos Der Name der Rose erzählt David Albahari vom verführerischen Sog des Bösen.
Silke Scheuermann
© Alexander Paul Englert
Silke Scheuermann - Wovon wir lebten

Silke Scheuermann liest aus WOVON WIR LEBTEN

Große Erwartungen an das Leben hat Marten nicht. Er stammt aus einem problematischen Elternhaus und wächst in einem Umfeld auf, das von illegalen Geschäften, Schlägereien und Sex beherrscht wird. Beim Drogenentzug trifft er Peter, einen ehemaligen Restaurant- und Clubbesitzer. Peter entdeckt Martens Talent zum Kochen und die beiden eröffnen ein Edellokal, was zu neuen Verwicklungen führt. Eindringlich und authentisch erzählt Silke Scheuermann von fragilen Lebensträumen. Ihr packender Entwicklungsroman führt unerschrocken in menschliche Abgründe. Doch WOVON WIR LEBTEN ist auch eine Liebesgeschichte, in der sich am Ende unerwartete Zusammenhänge aufdecken.
Burkhard Spinnen
© Hermann Köhler
Burkhard Spinnen - Das Buch

Burkhard Spinnen liest aus DAS BUCH und HAUPTGEWINN

DAS BUCH ist eine ebenso aufmerksame wie liebevolle und persönliche Hommage an das Buch und damit an seine und unsere Zukunft. Burkhard Spinnen, Autor und Leser, lässt Revue passieren, was ihm und uns das gedruckte Buch bedeutet, wie es unseren Lebensalltag prägt. Es geht um große und kleine, richtige und falsche, um verliehene und verschenkte, verlorene und gefundene Bücher, um das Sammeln von Büchern und das Leben mit ihnen. Außerdem liest Burkhard Spinnen aus seinen im Band HAUPTGEWINN versammelten Erzählungen.
Mara-Daria Cojocaru
© Gesa Koch-Weser
Mara-Daria Cojocaru - Anstelle einer Unterwerfung

Mara-Daria Cojocaru liest aus ANSTELLE EINER UNTERWERFUNG

Was ist los mit uns? Und was weiß ein Mensch von einem Tier zu schreiben? Mara-Daria Cojocarus Gedichte sind ebenso vorsichtige wie eindringliche Antwortversuche. Sie legen Zeugnis ab von den Konflikten zwischen Menschen und Tieren, die immer auch dort entstehen, wo sich der Mensch seiner eigenen Tierlichkeit nicht sicher ist.
Ulrike Almut Sandig
© Dirk Skiba
Ulrike Almut Sandig - ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt

Ulrike Almut Sandig liest aus ICH BIN EIN FELD VOLLER RAPS VERSTECKE DIE REHE UND LEUCHTE WIE DREIZEHN ÖLGEMÄLDE ÜBEREINANDERGELEGT

»wir befinden uns tief in der Zukunft der Märchen / wir sind die Enkel unserer eigenen Vorstellungskraft«. Ulrike Almut Sandigs Gedichte sind kunstvolle Ohrwürmer: Angelehnt an die Grimmschen Märchen, wurzeln sie fest in einer Gegenwart, die sie mit dem Echolot ihrer Verse erfasst. Wie die Fledermaus in einem ihrer Gedichte, die aus dem Laborfenster flog, nachdem man ihr beide Augen ausstach. Mit dem Klangorgan ihrer ganz eigenen Sprache erfasst Ulrike Almut Sandig präzise die Untiefen zeitgeschichtlicher Unheimlichkeit und zeichnet den utopischen Gegenentwurf eines Heimatlandes, in dem der Mensch »kein Vieh ohn Seele und Fell« ist, sondern aufrecht sagen kann: »ich bin«.
Thomas Heerma van Voss
© Tessa Posthuma de Boer
Thomas Heerma van Voss - Stern geht

Thomas Heerma van Voss liest aus STERN GEHT

Seit dem Tag, an dem Hugo Stern in den Vorruhestand geschickt wird, ist nichts mehr, wie es war. Unaufhaltsam entgleitet ihm sein bisher so idyllisches Leben als Grundschullehrer in Amsterdam. Stern denkt zurück an seine Kindheit in dörflicher Enge, an seine Jugend im London der Swinging Sixties, die ihm auch nicht die erhoffte Freiheit gebracht hat, und an die Liebe zu seiner Frau Merel, die sich ihm mehr und mehr entfremdet. Sterns letzter Halt ist der unter großen Mühen im Ausland adoptierte Sohn, und auch dieser droht ihm zu entwachsen.Die Veränderungen in seiner Familie und die gesellschaftlichen Umbrüche stellen Stern auf eine harte Probe. Doch auch er verblüfft seine Umgebung mit seinem kompromisslosen Wesen und bringt sich dabei selbst in Schwierigkeiten. Mit STERN GEHT ist dem jungen Autor Thomas Heerma van Voss eine berührende Vater-Sohn-Geschichte und das Porträt eines eigenwilligen Träumers gelungen.
Otto de Kat
© Tessa Posthuma de Boer
Otto de Kat - Mann in der Ferne / Sehnsucht nach Kapstadt

Otto de Kat liest aus MANN IN DER FERNE und SEHNSUCHT NACH KAPSTADT

In MANN IN DER FERNE wird anhand von Erinnerungssplittern das Porträt eines Einzelgängers entworfen, der schon überall gewesen ist: Cambridge, Budapest, New York, Zürich, Tel Aviv. »Ein elegantes Prosastück, eine schwebende Poetik des Unterwegsseins.« Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau

SEHNSUCHT NACH KAPSTADT, ausgezeichnet mit dem Halewijn-Literaturpreis, erzählt vom jungen Niederländer Rob, der im Jahr 1935 seine Heimat verlässt. »Dies ist kein Roman über Menschen, die ein Ziel erreichen, und gerade diese Ziellosigkeit entfaltet einen magischen Sog.«Ulrich Baron, Die Zeit

Guntram Vesper
© Volker Poland
Guntram Vesper - Frohburg

Guntram Vesper liest aus FROHBURG

Ohne Zweifel ist FROHBURG das opus magnum von Guntram Vesper, zugleich für den Autor der Ausgangspunkt von allem: Der Ort seiner Geburt 1941, Jugend, Aufwachsen und Erwachen, der Ausgangspunkt der Flucht der Familie 1957, das umliegende Land die Folie der Geschichtsbetrachtung einer deutschen Epoche. Hier werden ein Land und eine Zeit gültig festgehalten, Kultur und Politik, Krieg und Nachkrieg, ein umfassendes, großartiges Portrait deutschen Lebens im zwanzigsten Jahrhundert.
Franziska Gerstenberg
© Birgitta Kowsky
Franziska Gerstenberg - So lange her, schon gar nicht mehr wahr

Franziska Gerstenberg liest aus SO LANGE HER, SCHON GAR NICHT MEHR WAHR

Manchmal bricht in Franziska Gerstenbergs Erzählungen etwas ein, das ein sorgsam eingerichtetes Zuhause für immer verändert. Manchmal kommen ihre Figuren gar nicht erst dazu, das ersehnte Familienleben aufzubauen, weil die Realität dem Traum vom Haus, vom Kind, von der großen Liebe entgegensteht. Franziska Gerstenberg beschreibt in ihren neuen, meisterhaften Erzählungen die in jeder Hinsicht prekären Verhältnisse unserer Welt.
Julia Trompeter
© Peter Susewind
Julia Trompeter - Zum Begreifen nah

Julia Trompeter liest aus ZUM BEGREIFEN NAH

Zum Begreifen nah wie die uns umgebenden Gegenstände sind auch Julia Trompeters Gedichte. Bereits der Titel ihres Lyrikdebüts verdeutlicht eine eigene Art Zweifel an der Möglichkeit zur Erkenntnis, ist hier doch eine verspielte und lebenszugewandte, eine neugierige und verblüffend komische Skepsis am Werk. Julia Trompeters Gedichte handeln von Liebe und Landschaft, vom Leben im heutigen Alltag und dem in den Lektüren – ein poetischer Reichtum in so unverbrauchtem wie traumwandlerischschwebendem Ton.