
© Kirsten Bucher
Silke Scheuermann liest aus DIE HÄUSER DER ANDEREN
In kunstvollen Szenen, mit Abstechern nach Venedig und New York, erzählt Silke Scheuermann in DIE HÄUSER DER ANDEREN von zerbrechlichen Wünschen, Ängsten und Hoffnungen. Unsentimental und einfühlsam schildert sie, was geschieht, wenn Menschen ihr Leben nach anderen ausrichten und ihre vermeintliche Überlegenheit ins Wanken gerät oder wenn sie vom Glück überrascht werden.
© David Finck
Juli Zeh liest aus NULLZEIT
Juli Zehs neuer Roman ist ein meisterhaft konstruierter Psychothriller in der Tradition von Patricia Highsmith, bei dem der Leser alle Gewissheiten verliert. Zugleich gelingt Juli Zeh ein brillantes und hellsichtiges Kammerspiel über Willensfreiheit, Urteilsfindung, Schuld und Macht.
© Hermann Köhler
Burkhard Spinnen liest aus NEVENA
Henner hat seine Frau an den Krebs verloren. Und seinen Sohn an ein Computerspiel. Patrick, siebzehn Jahre alt, sieht das ganz anders. Seit Monaten verbringt seine Zornelfe jede freie Minute mit Mr. Smith, dem Barbar. Mr. Smith ist Nevena, ein siebzehnjähriges Mädchen, das angeblich in Belgrad lebt. Als Nevena von einem Tag auf den anderen aus dem Spiel und aus dem Netz verschwindet, ist Patrick verzweifelt. Da bietet ihm Henner an, Nevena gemeinsam zu suchen. Im Wohnmobil der Mutter unternehmen sie eine Reise, die durch die schreckliche Geschichte des ehemaligen Jugoslawiens führt, aber auch eine spannende Reise zur eigenen Identität wird.
© Oliver Schleiter-Hofer
Inge Geiler liest aus WIE EIN SCHATTEN SIND UNSERE TAGE
In einer Wandverkleidung hinter der Heizung ihres Wohnzimmers fand Inge Geiler eines Tages ein Bündel Papiere. Es waren lose Zettel, Fotografien, Zeitungen, Postkarten und Briefe, gerichtet an ein Ehepaar, das zu Beginn der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in diesem Zimmer gewohnt hatte. Erst Jahre später fand Inge Geiler die Zeit, den Spuren ihrer »Gäste« zu folgen. Sie recherchierte auf Standes- und Einwohnermeldeämtern, suchte in Geburts- und Sterberegistern und setzte Stück für Stück das Bild einer großen Familie zusammen, die die Zeitläufte auseinandergerissen hatten.
© Tatyana Kronbichler
Priya Basil liest aus DIE LOGIK DES HERZENS
Von Anfang an haben in diesem modernen Romeo-und-Julia-Drama die Familien von Lina und Anil ihre Verbindung durchkreuzt. Vor allem Linas Vater, streng gläubiger Moslem, ist vehement gegen die Beziehung. Ohne sein Wissen folgt deshalb die Jurastudentin dem angehenden Architekten heimlich nach Kenia. Ausgerechnet Anils einflussreicher Vater, der in dubiose Geschäfte verwickelt ist, verschafft ihr dort ein Praktikum bei den Vereinten Nationen. Es führt sie in ein Flüchtlingslager im Sudan. Was sie hier herausfindet, wird zur Zerreißprobe ihrer Liebe. Priya Basil erzählt eine bewegende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der kulturellen Vorurteile und großen internationalen Konflikte unserer Gegenwart.
© Philippe Matsas
Mirko Bonné liest aus TRAKLPARK
TRAKLPARK heißen Mirko Bonnés neue Gedichte nach einer stillen Innsbrucker Grünfläche am Inn – ein Ort, an dem Georg Trakl oft war, und ein Ort, den Bonné seit 25 Jahren aufsucht, um sich zu fragen: Was hast du mit deiner Zeit angefangen? Was liebst du? Geben deine Gedichte das wieder? Wozu noch Gedichte? Und wie sollen sie aussehen, wenn die Welt kein Aussehen mehr hat?
© Jože Suhadonik
Aleš Šteger liest aus BUCH DER KÖRPER
Fünf Jahre nach seinem BUCH DER DINGE setzt Aleš Šteger mit BUCH DER KÖRPER die poetische Erkundung der Welt und ihrer Möglichkeiten mit einer faszinierenden Leidenschaft für kühne Metaphern und starke Bilder fort. Lesungen mit seinem Übersetzer und Lyriker Matthias Göritz.
© Aleksandar Dragutinović
David Albahari liest aus DER BRUDER
Wer ist der Verfasser des geheimnisvollen Briefs, durch den schlagartig alles aus den Fugen gerät? Das fragt sich Filip, der allein in einer zugestellten Wohnung lebt und sich in seinen Memoiren einen Verlierer nennt. Ist der Absender ein Betrüger oder wirklich der in Argentinien verschollene Bruder, von dem Filip bisher nichts ahnte? Eine schmerzhafte Parabel, eine fulminante literarische Identitätssuche voller schwarzem Humor.
© Birgitta Kowsky
Franziska Gerstenberg liest aus SPIEL MIT IHR
Es beginnt mit harmlosen Rollenspielen. Kristine lässt sich von Reinhard verführen, doch zugleich sehnt sie sich nach einem Vater für ihre Tochter und nach einer ganz altmodischen Ergänzung ihrer Familie. Eine Zeitlang scheint es, als könnten alle Wünsche in Erfüllung gehen. Aber was als harmloses Ausleben von Bedürfnissen beginnt, endet in einem Desaster. Und Kristines Tochter verschwindet.
© Anton Landgraf
Tanja Dückers liest aus FUNDBÜROS UND VERSTECKE
In FUNDBÜROS UND VERSTECKE erhebt Tanja Dückers Einspruch gegen die Schwerkraft, besingt das Fallen, setzt an zum Fliegen – und folgt dabei dem roten Faden, »der unsere Leben / zusammenhielt«. Sie umkreist die Welt, findet sie im Nahen wie im Fernen, in ausgedehnter Zeit wie in der Flüchtigkeit. Reisen haben immer eine existenzielle Dimension, ihr Blick geht oft nach Osteuropa. Tanja Dückers’ Poesie ist mal melancholisch, mal träumerisch, oft spielt sie mit schroff ironischen Kontrasten.
© Fedja Kehl
Simon Urban liest aus PLAN D
Ostberlin 2011: Die Wiedervereinigung hat es nie gegeben. Ein ehemaliger Berater von Egon Krenz wird ermordet aufgefunden - und Martin Wegener von der Volkspolizei und sein westdeutscher Kollege Richard Brendel suchen nach den Mördern. Mit Witz und beißender Ironie erzählt Simon Urban eine packende Geschichte über politischen und menschlichen Verrat, über die vergebliche Suche nach Wahrheit und Liebe.
© Henry Mex
Inka Parei liest aus DIE KÄLTEZENTRALE
Berlin im Jahr 2006: Ein Mann hat in den achtziger Jahren im Gebäude des Neuen Deutschland gearbeitet und später die DDR verlassen. Eines Tage bekommt er einen Anruf von seiner früheren Frau. Sie wartet auf die exakte Diagnose ihrer Krebskrankheit. Um ihr zu helfen, reist er zurück in die Stadt und versucht, die Ereignisse einiger Tage Anfang Mai 1986 zu rekonstruieren.
© Karl Bissinger
Leslie Malton liest JANE BOWLES
»Ich halte Jane Bowles für die größte englisch schreibende Autorin unseres Jahrhunderts, und Harold Pinter stimmt mir zu.« Tennessee Williams
© Illinois State Historical Society
Mirko Bonné liest SHERWOOD ANDERSON
WINESBURG, OHIO erstmals erschienen 1919, ist ein romanartiger Reigen aus Erzählungen. Im Mittelpunkt stehen die Bewohner einer fiktiven Kleinstadt im Mittleren Westen, beobachtet von George Willard, einem jungen Mann, der dort aufwächst und als Reporter des Winesburg Eagle noch den kleinsten Geschehnissen in der Stadt voller Staunen begegnet. Mirko Bonné hat den Roman neu übersetzt und mit einem Essay versehen.
© Oktavia Schreiner
Margit Schreiner liest aus DIE TIERE VON PARIS
Das ironische Selbstgespräch einer Alleinerziehenden, die sich und dem Leser das Dreiecksverhältnis zwischen ihr selbst, ihrem Kind und ihrem Exmann schonungslos vor Augen führt. Ein raffiniert schlichtes Buch über aktuelle Fragen zur Vereinbarkeit von Kind und Beruf und die Rollen von Männern und Frauen.
© Markus Bettesch
Christina Maria Landerl liest aus VERLASS DIE STADT
Gudrun und Max waren ein Paar. Jetzt bekommt Max ein Kind mit Laura. Und Peter wünscht sich manchmal, es wäre alles noch wie früher. Auch Margot gehörte zu ihrem Kreis. Doch sie ist verschwunden, ohne ein Wort oder eine Erklärung. Ein Buch über das Suchen und das Nicht-Finden und gleichzeitig ein vielschichtiges Bild der Stadt Wien.
© Bogdan Pedović
Bora Ćosić liest aus EINE KURZE KINDHEIT IN AGRAM
Der große serbische Erzähler erinnert sich an seine prägenden Jahre in Agram, wie Zagreb früher hieß. Dabei geht der Autor diesmal zurück an den Anfang seiner Welt und versetzt sich mit einer schwebend reflektierenden Sprache in die Denkweise eines Kleinkindes, um staunend die Rätsel des Lebens zu enthüllen.
© Christiane Wohlrab
Ron Winkler stellt SCHNEEGEDICHTE vor
SCHNEEGEDICHTE bringt neunzig deutschsprachige Dichter der letzten hundert Jahre zusammen, die dem Phänomen des Schnees nachspüren. Die dem Schnee Raum geben und diesem Raum eine Sprache - voller neuer BIlder und ungehörter Worte. Ron Winkler stellt diese zusammen mit den LyrikerInnen vor.
© Manuela Kasemir
Ulrike Almut Sandig und Marlen Pelny lesen und spielen zu MÄRZWALD
Wo hört das Singen auf, wo fängt das Sprechen an? Rhythmisch wie klangvoll liest Ulrike Almut Sandig Gedichte aus ihren BÄnden DICKICHT und STREUMEN; Marlen Pelny begleitet sie mit Gitarre und Stimme. Daraus entsteht das Programm DICHTUNG FÜR DIE FREUNDE DER POPMUSIK.Λ Seitenanfang