Neues

4. Februar 2016

Guntram Vesper und Brigitte Döbert sind für den Preis der Leipziger Buchmesse 2016 nominiert

Wir freuen uns über gleich zwei Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse, einmal in der Kategorie Belletristik mit Guntram Vespers Großwerk »Frohburg«, zum anderen in der Kategorie Übersetzung mit Brigitte Döberts Übertragung von Bora Ćosićs Jahrhundertwerk »Die Tutoren« aus dem Serbischen.

Die Jury begründet ihre Wahl von »Frohburg« folgendermaßen: »Ein Museum, ein Archiv, ein Lebenswerk: Der wahrnehmungsstarke Blick des Lyrikers nimmt Mannigfaltiges ins Visier. Mit hoher Sensibilität für Ost-West-Phänomene belebt dieser opulente Roman Dinge und Ereignisse, die aus dem kollektiven Gedächtnis zu verschwinden drohen.«

Zur Nominierung von Brigitte Döbert heißt es: »Wenn Ideologien zerbröseln, gerät die Sprache außer Rand und Band. Mit überbordendem Wortwitz bildet Brigitte Döbert ein Kompendium balkanischer Verrücktheiten nach.«


28. Januar 2016

»Der große Augenblick« Platz 2 der swr-Bestenliste im Februar

Clarice Lispectors letzter Roman »Der große Augenblick«, 1977 kurz vor ihrem Tod erstmals veröffentlicht, erscheint im Februar in einer neuen Übersetzung von Luis Ruby und schafft es aus dem Stand auf Platz 2 der swr-Bestenliste im Februar.


25. Januar 2016

Carolin Callies und Nadja Küchenmeister für Clemens Brentano Preis nominiert

Nachdem bereits das vergangene Jahr mit zahlreichen Auszeichnungen unserer Autoren ausklang, beginnt das neue hoffnungsfroh. Gleich zwei Schöffling-Autorinnen sind für den diesjährigen Clemens Brentano Preis der Stadt Heidelberg nominiert: Carolin Callies und Nadja Küchenmeister.

Carolin Callies ist mit ihrem vielbeachteten und hoch gelobten Debüt »fünf sinne & nur ein besteckkasten« nominiert, für den sie mit dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet worden ist und das Jahresstipendium für Literatur des Landes Baden-Württemberg erhalten hat. »Mit dem fulminanten Lyrik-Debüt der 1980 in Mannheim geborenen Carolin Callies artikuliert sich eine neue poetische Stimme, die eine sehr sinnliche, burleske, auch mit Obszönitäten kokettierende Poesie des Körpers entwickelt hat«, befand Michael Braun in der Neuen Zürcher Zeitung. Richard Kämmerlings bezeichnete den Band als »wichtigstes lyrisches Debüt der Saison«. 

Mit »Unter dem Wacholder«, ihrem zweiten Lyrikband bei Schöffling & Co., ist Nadja Küchenmeister nominiert. Angelika Overath urteilte über diesen bereits mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichneten Band ebenfalls in der Neuen Zürcher Zeitung : »Nadja Küchenmeister gehört zu den überraschendsten Stimmen der neuen Lyrik.« Auf Zeit Online fand Wiebke Porombka Küchenmeisters Lyrik »ganz bezaubernd«, denn: »Jedes ihrer leisen, sanften Gedichte zeichnet ein Stimmungsbild, lässt Seelenzustände sinnlich werden.«

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7. Januar 2016

Neujahrsauftakt mit einer Feier der TUTOREN von Bora Ćosić

Das Jahr beginnt großartig: Sabine Berking hat in der FAZ Bora Ćosićs (»der Doyen der modernen serbischen Literatur«) DIE TUTOREN besprochen und ist begeistert von diesem »Meisterwerk der literarischen Avantgarde«, diesem »Achttausender der Sprachgewalten« voller »Sätze, an denen man sich kaum sattlesen kann«.
Hier ist Näheres über das Werk zu erfahren.


26. November 2015

Basler Lyrikpreis 2016 geht an Ron Winkler

Ron Winkler erhält den mit 7000 Schweizer Franken dotierten Basler Lyrikpreis 2016. Seine Gedichte »stellen herkömmliche Wahrnehmungsmuster auf den Kopf, verfremden diese und machen sie bewusst«, heißt es in der Jurybegründung.
Mit dem Basler Lyrikpreis werden jährlich Lyriker geehrt, »deren Schreiben sich durch Innovationskraft auszeichnet und durch den Mut zu konsequentem eigenwilligen und eigensinnigen Arbeiten mit Sprache«. Die Jury besteht aus Lyrikerinnen und Lyrikern der Basler Lyrikgruppe. 
Die Preisverleihung findet am 30. Januar 2016 um 18.30 Uhr im Rahmen des Internationalen Lyrikfestivals Basel im dortigen Literaturhaus statt.

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16. November 2015

Heinrich-Gleißner-Preis geht an Margit Schreiner

Margit Schreiner erhält den mit 7000 Euro dotierten Heinrich-Gleißner-Preis. Mit diesem Preis ehrt die ÖVP Oberösterreich Künstler für ihr Lebenswerk. Zu den Preisträgern der vergangen Jahren gehören u.a. Anna Mitgutsch und Friedrich Achleitner. Die Preisverleihung findet am 11. Dezember um 17.00 Uhr im Linzer Landhaus statt.

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10. November 2015

Bertolt-Brecht-Preis geht an Silke Scheuermann

Silke Scheuermann erhält den Bertolt-Brecht-Preis 2016. Thomas Weitzel, Kulturreferent der Stadt Augsburg, erläutert: »Vor allem mit ihrer Lyrik deutet und kommentiert Silke Scheuermann in subtiler, niemals dogmatisierender Weise das Zeitgeschehen in filigran-kraftvoller Metaphorik. Dabei erreicht sie in ihrem Werk eine sehr eigene und außerordentlich hohe ästhetische Qualität.«
Alle drei Jahre verleiht die Stadt Augsburg, Heimatstadt von Bertolt Brecht, seit 1995 den Bertolt-Brecht-Preis. Der Preis wird an Persönlichkeiten vergeben, »die sich durch die kritische Auseinandersetzung mit der Gegenwart in ihrem literarischen Schaffen ausgezeichnet haben«. Mit 15.000 Euro ist er einer der höchstdotierten Literaturpreise in Deutschland.


09. November 2015

Margit Schreiner wird mit dem Johann-Beer-Literaturpreis geehrt

Margit Schreiner erhält den Johann-Beer-Literaturpreis für ihren aktuellen Roman DAS MENSCHLICHE GLEICHGEWICHT.
Der Johann-Beer-Literaturpreis wird seit 2009 von der Oberösterreichischen Ärztekammer und der Deutschen Bank vergeben und ist mit 7000 Euro dotiert. Benannt ist der Preis nach dem Schriftsteller und Komponisten Johann Beer, ausgezeichnet werden aktuelle Werke österreichsicher Autoren, die "ästhetisch wie inhaltlich in herausragender Weise von den Unwägbarkeiten des Lebens und vom Umgang mit existenziellen Anforderungen und Nöten erzählt".

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24. Oktober 2015

Ron Winkler gewinnt Lyrikpreis München 

Ron Winkler hat den Lyrikpreis München gewonnen. Im Vortragssaal der Bibliothek des Gasteig las er neben Dominik Dombrowski, Özlem Özgül Dündar, Janas Gawinski, Karla Reimert und SAID. Der zweite Preis ging an Dominik Dombrwoski.

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22. Oktober 2015

Sascha Reh erhält den Literaturpreis Ruhr 2015

Sascha Reh wird mit dem Hauptpreis des Literaturpreises Ruhr 2015 geehrt.
Der Literaturpreis Ruhr wird seit 1986 vom Literaturbüro Ruhr e. V. und dem Regionalverbund Ruhr verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Zusätzlich gibt es jedes Jahr zwei Förderpreise. Unter den Trägern des Hauptpreises der letzten Jahre waren u. a. Ralf Rothmann, Marion Poschmann oder Harald Hartung.
Die Preisverleihung findet am 13. November 2015 im Consol Theater in Gelsenkirchen statt. 


13. Oktober 2015

Carolin Callies erhält den Thaddäus-Troll-Preis

Für Ihr Debüt FÜNF SINNE & NUR EIN BESTECKKASTEN wird Carolin Callies mit dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet.

»Sie wagt nie gehörte Wortfügungen, arbeitet mit assoziativen Lautklängen, die eine bezwingende Sprachmelodie erzeugen, und variiert mit schwarzem Humor Motive aus Märchen, Kinderliedern, Abzählreimen und dem Repertoire der klassischen Dichtung«, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Klaus Schöffling freut sich über diese Auszeichnung: »Carolin Callies’ Gedichte sind ein mehrfacher Glücksfall: absolut neu, noch nie gehört oder gelesen, überraschend und ganz anders schön, einfach hinreißend.«

Seit 1981 vergibt der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e. V. jährlich den mit 10.000 Euro dotierten  Thaddäus-Troll-Preis. Gefördert werden Autoren mit Erstwohnsitz in Baden-Württemberg, die am Anfang ihrer literarischen Karriere stehen.


08. Oktober 2015

Buchpremiere DIE LÄNGSTE NACHT in Berlin

Heute Abend stellt Otto de Kat seinen neuesten Roman DIE LÄNGSTE NACHT in der Niederländischen Botschaft in Berlin vor. In seinem beeindruckenden neuen Roman DIE LÄNGSTE NACHT verbindet Otto de Kat europäische Geschichte zu einem bilderreichen Ganzen, wobei die Grenzen zwischen Vergangenheit und heute verschwimmen und Emma ihr Leben in glasklaren Fragmenten wiederholt.
Um Anmeldung wird gebeten. 


01. Oktober 2015

Buchpremiere DIE TUTOREN in Berlin

Bora Ćosić stellt sein Meisterwerk DIE TUTOREN im Literarischen Colloquium in Berlin vor.
Durch den Abend führt seine Übersetzerin Brigitte Döbert, der Schauspieler Miroslav Nemec liest ausgewählte Passagen.

Weiterführende Informationen zum Opus Magnum des Autors sind hier zu finden.

 


11. September 2015

Anna-Elisabeth Mayer erneut für den Literaturpreis Alpha nominiert

Mit ihrem Roman DIE HUNDE VON MONTPELLIER ist Anna-Elisabeth Mayer auf die Shortlist für den Literaturpreis Alpha 2015 gewählt worden. Aus den neun Autoren auf der Shortlist wählt die Jury drei Finalisten aus. Die Entscheidung fällt schließlich am 17. November 2015.
Der Literaturpreis Alpha wird von Casinos Austria in Kooperation mit den Büchereien Wien vergeben und will »jene Autorinnen und Autoren fördern, die unabhängig vom Lebensalter noch am Beginn ihres literarischen Schaffens stehen.«
Im Jahr 2011 wurde Anna-Elisabeth Mayer für ihren Roman FLIEGENGEWICHT mit dem Literaturpreis Alpha ausgezeichnet.


08. September 2015

Ror Wolf, wo man ihn nicht vermutet hätte und er trotzdem hinpasst:
in der Deutschlandfunk-Krimikolumne

»Hätte er nur 1000 Leser mehr, wäre die Welt ein besserer Ort«, behauptet Andreas Ammer von Ror Wolf und der Welt. Womit er natürlich vollkommen recht hat. Deswegen lohnt es sich, Ammers Krimikolumne anzuhören und das Gespräch, das Denis Scheck mit dem »größten real-surrealistischen Dichter, den Deutschland besitzt« geführt hat.

Hier kann man die »Büchermarkt«-Sendung nachhören.


01. September 2015

DIE TUTOREN - »Ein Koloss von einem Buch«

Stefan Berkholz hat im wdr 3 Bora Ćosićs DIE TUTOREN vorgestellt und findet darin »Lachen wider den Ernst der Zeit, wie dei Dadaisten es einst vormachten«. Er glaubt nicht, dass das Buch jeden Leser glücklich machen wird: »Die einen werden sich beömmeln über so viel Kuddelmuddel. Andere, die ungeduldigen Leser, werden das Buch nach der ersten ellenlangen Aufzählung von Gemüsepreisen oder Gebrauchsanweisungen beleidigt beiseitelegen.«
Aber: »Ćosić hat einen subversiven Text gegen die ganz gewöhnliche Ordnungswut wohlanständiger Bürger verfasst. Wer den Spaß versteht, findet aus dem Kopfschütteln und Wiedererkennen und Lachen nicht mehr heraus.«

Nachzuhören ist die Sendung hier.


10. August 2015

Jean Rhys’ DIE WEITE SARGASSOSEE ist SWR2 Buch der Woche

"Man kann mit Fug und Recht davon sprechen, dass DIE WEITE SARGASSOSEE inzwischen selbst zu einem Klassiker geworden ist, zu einer hier in der grausam anmutenden, schimmernden Hitze der Karibik spielenden Entsprechung zur moralischen, romantisch-dunklen Geschichte der Jane Eyre."

Der Beitrag kann hier nachgehört und -gelesen werden.


11. Juni 2015

Reinhard-Priessnitz-Preis 2015 geht an Anna-Elisabeth Mayer

Die österreichische Autorin Anna-Elisabeth Mayer erhält den mit 4.000 Euro dotierten Reinhard-Priessnitz-Preis 2015. 

Der Jury gehören in diesem Jahr die Autoren Gustav Ernst und Robert Schindel an. 

Die Preisverleihung findet am 27. Oktober 2015 um 19.00 Uhr im Literaturhaus Wien statt. Die Laudatio wird die Journalistin und Literaturkritikerin Katja Gasser halten. 

Schnörkellos und ohne viel Federlesen entfaltet Anna-Elisabeth Mayer ihren reichhaltigen Erzählkosmos. Die Schönheit der frischen und vibrierenden Sprache ist unauffällig. Eindringlich durchschimmert diese Sprache die geschilderten Ereignisse und offenbart experimentelle Überraschungen. In ihrer präzisen Prosa spielt Mayer mühelos mit bekannten Genres und verhandelt dabei große Menschheitsfragen, so die Jury in ihrer Begründung.

Der Reinhard-Priessnitz-Preis wird vom Bundeskanzleramt Kunst / Kultur gestiftet und seit 1994 jährlich an Autor/inn/en vergeben, die in deutscher Sprache schreiben. Die Auswahl der Preisträger/innen erfolgt auf Vorschlag einer Jury, eine Einreichung ist nicht möglich. 

Die Auszeichnung erinnert an einen der bedeutendsten Vertreter der Neuen Poesie, an den Wiener Autor Reinhard Priessnitz, der 1985 40-jährig in Wien gestorben ist. Bisherige Preisträger/innen: Margret Kreidl (1994), Kathrin Röggla (1995), Hansjörg Zauner (1996), Lotte Podgornik (1997), Sabine Gruber (1998), Barbara Hundegger (1999), Heinz D. Heisl (2000), Christoph W. Bauer (2001), Birgit Müller-Wieland (2002), Olga Flor (2003), Xaver Bayer (2004), Gerhild Steinbuch (2005), Thomas Ballhausen (2006), Ann Cotten (2007), Angelika Reitzer (2008), Michael Hammerschmid (2009), Andrea Winkler (2010), Richard Obermayr (2011), Judith Nika Pfeifer (2012), Anna Weidenholzer (2013), Robert Prosser (2014).


28. Mai 2015

Heinz Reins FINALE BERLIN auf Platz 1 der SWR-Bestenliste im Juni

Heinz Reins großer Roman FINALE BERLIN steigt direkt auf Platz 1 der SWR-Bestenliste im Juni ein: »Berlin, April 1945. Die Stadt wird zur Ruinenlandschaft, die Seelen werden es genauso. Bereits zwei Jahre später erschien der Roman von Heinz Rein, 80.000 Exemplare wurden in wenigen Monaten verkauft – dann wurde der erste Bestseller der Nachkriegsliteratur vergessen. Jetzt hat Fritz J. Raddatz kurz vor seinem Tod wieder auf ihn aufmerksam gemacht.«


11. Mai 2015

Der Deutsche Science-Fiction-Preis für den besten Roman geht in diesem Jahr an Markus Orths: Alpha & Omega. Apokalypse für Anfänger!

http://www.dsfp.de/news

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8. Mai 2015

Heute jährt sich zum 70. Mal das Kriegsende.
In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lobt Wolfgang Schneider Heinz Reins  FINALE BERLIN, das Buch zum Thema.

»... es dürfte, von dokumentarischen Werken wie Walter Kempowskis ECHOLOT abgesehen, nur wenige Bücher geben, die so intensiv und beklemmend das Inferno des Kriegsendes vergegenwärtigen. FINALE BERLIN hat jetzt seinen festen Platz in der Geschichte der deutschen Literatur.«
Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung


28. April 2015

Michael Lentz lobt Ror Wolfs RAOUL TRANCHIRERS NOTIZEN AUS DEM ZERSCHNETZELTEN LEBEN in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

»In RAOUL TRANCHIRERS NOTIZEN AUS DEM ZERSCHNETZELTEN LEBEN gipfeln nicht allein die zeitgenössische deutschsprachige Prosa und die Kunst der Collage, sondern auch die Buchdruckkunst, die mit dieser Luxusausgabe sondergleichen zeigt, was das E-Book nicht kann: eine großformatige, in Papierqualität, Farbe und Haptik berauschende Kostbarkeiten zu liefern, auf die man sich jeden Tag neu erfreut.«
Michael Lentz, Frankfurter Allgemeine Zeitung


21. April 2015

Sascha Reh unter den Finalisten des Alfred-Döblin-Preis 2015

Am Samstag, 9. Mai 2015, treffen sich die Finalisten Katharina Adler, Odile Kennel, Katerina Poladjan, Sascha Reh, Natascha Wodin und Judith Zander zu einem Lese- und Diskussionstag im Literarisches Colloquium Berlin. Die feierliche Preisverleihung findet am 10. Mai 2015, 11:30 Uhr, in der Akademie der Künste statt.


12. März 2015

Schöffling & Co. auf der Leipziger Buchmesse 12.-15. März 2015

Schöffling & Co. präsentiert seine Frühjahrsnovitäten auf der Leipziger Buchmesse in Halle 5, Stand E206. Alle Veranstaltungen mit unseren Autorinnen auf dem Messegelände und im Rahmen von »Leipzig liest« finden Sie hier.

 


27. Februar 2015

Ulrich Blumenbach mit dem Zuger Übersetzer-Stipendium 2015 ausgezeichnet

Das Zuger Übersetzer-Stipendium in Höhe von SFr. 50.000 geht 2015 an Ulrich Blumenbach für die Übersetzung des Romans WITZ von Joshua Cohen.

Blumenbach, geboren 1964 in Hannover, studierte Anglistik, Germanistik und Geschichte und arbeitet seit 1990 als literarischer Übersetzer aus dem englischen und amerikanischen Englisch. Besondere Anerkennung erhielt er für die Übersetzung von »Unendlicher Spaß« (»Infinite Jest«) von David Foster Wallace. 2010 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

Das Zuger Übersetzer-Stipendium

Mit einem Preisgeld von SFr. 50.000 ist das Zuger Übersetzer-Stipendium der höchstdotierte Übersetzerpreis im deutschsprachigen Raum. Es fördert die professionelle Übersetzung eines literarisch oder kulturell bedeutenden Werks in die deutsche Sprache.

Träger des Stipendiums ist der Verein Dialog-Werkstatt Zug, der von Stadt und Kanton Zug, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia sowie maßgeblich von privaten Stiftungen und Gönnern unterstützt wird.

Die Preisverleihung findet am 28. Juni 2015 in Zug statt.

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18. Dezember 2014

»Günter-Eich-Preis« 2015 geht an Ror Wolf

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig vergibt den mit 10.000 Euro dotierten »Günter-Eich-Preis« 2015 an den Schriftsteller und Hörspielautor Ror Wolf.

»Als Liebhaber und Kenner des Jazz ist Ror Wolf ein Virtuose der Sprache und verfügt über ein geradezu musikalisches Wortverständnis. Verbunden mit einer von Phantasie überbordenden Auseinandersetzung mit der Realität, bei der durch stets neue Besichtigungsweisen und Darstellungsversuche selbst das Unwahrscheinlichste noch wahrscheinlich ist, macht ihn dies zu einem der faszinierendsten Forschungsreisenden im Gebiet der Töne, Stimmen und Geräusche. Die akustischen Erzählformen, die Ror Wolf hierbei dem Medium Radio in produktiver Auseinandersetzung mit dessen Bedingungen und Möglichkeiten abgewinnt, wirkten stilbildend auf nachfolgende Generationen und haben in ihrer zeitlosen Modernität bis heute nichts an Lebendigkeit verloren; ihre künstlerische Raffinesse und die Subtilität der Arrangements befeuern den hohen Unterhaltungswert, den jedes einzelne Hörspiel des Autors besitzt – Hörspiele, die sich in der Summe auch als eine Hommage sehen und hören lassen an das Radio als das Medium des künstlerischen Worts«, begründete die Jury die Wahl des Preisträgers.

Die Preisverleihung wird am 7. Juli 2015 in Leipzig stattfinden.

Der von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig zum fünften Mal ausgeschriebene »Günter-Eich-Preis« richtet sich an Autorinnen und Autoren, die dem Radiogenre »Hörspiel« ein Oeuvre von inhaltlicher und formaler Kompetenz gewidmet haben. Er wird im jährlichen Wechsel mit dem »Axel-Eggebrecht-Preis« für das Radio-Feature verliehen. Bisherige Preisträger waren Alfred Behrens (2007), Eberhard Petschinka (2009), Hubert Wiedfeld (2011) sowie Jürgen Becker (2013).

DIE EINSAMKEIT DES MEERESGRUNDS versammelt Ror Wolfs Hörspiele (mit Ausnahme der Fußball-Collagen) in einem prächtig ausgestatteten Band der Gesamtausgabe.


15. Dezember 2014

Lyrikerin Nadja Küchenmeister erhält den ersten Horst Bingel-Preis für Literatur

Die Berliner Autorin Nadja Küchenmeister ist die erste Preisträgerin des Horst Bingel-Preises für Literatur, den die Horst Bingel-Stiftung für Literatur und der Landesbezirk Hessen der Gewerkschaft ver.di alle zwei Jahre vergeben wird. Preiswürdig sind Autorinnen und Autoren, deren Werk literarische Qualität mit gesellschaftspolitischem Engagement verbindet. Der Preis ist mit 8.000 Euro dotiert.

Die Preisverleihung findet am 17. Dezember um 20 Uhr im Hessischen Literaturforum im Mousonturm in Frankfurt am Main statt. Laudator ist Dr. Holger Pils, Geschäftsführer der Münchner Stiftung »lyrik-kabinett«. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.


26. November 2014

Julia Trompeter wird mit dem »Förderpreis Dichtung/Schriftstellerei des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet

Die Kölner Autorin Julia Trompeter erhielt die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung, die hervorragende Leistungen von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern würdigt, aus der Hand der nordrhein-westfälischen Kultusministerin Ute Schäfer in Münster.

Die Jury lobt die Vielseitigkeit der Autorin und schließt in ihrer Laudatio, »dass man alles lesen möchte von Julia Trompeter, vom großen poetologischen Roman bis zum Lautgedicht.«


15. November 2014

Nadja Küchenmeister erhält den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2015

Die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung zeichnet die Lyrikerin Nadja Küchenmeister mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2015 aus. Preiswürdig ist eine Autorin, »die in ihrem Gedichtband UNTER DEM WACHOLDER mit großem Formgefühl Stimmungsbilder erfüllter wie verlorener Augenblicke entwirft und den Raum der Tradition für sich erobert,  unangestrengt und mit sanfter Entschiedenheit«, so die Jury. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert und wird am 26. Januar 2015 in Bremen verliehen.

Homepage Bremer Literaturpreis


14. Oktober 2014

Rainer-Malkowski-Preis an Mirko Bonné

Der mit 30.000 Euro dotierte Rainer-Malkowski-Preis, den die Bayerische Akademie der Schönen Künste verleiht, geht 2014 zu gleichen Teilen an Daniela Danz und Mirko Bonné. Die Stipendien gehen an Nadja Küchenmeister und Carl-Christian Elze.

Die Preisverleihung findet am Mittwoch, den 5. November 2014, um 19 Uhr in den Räumen der Akademie in der Münchner Residenz statt.


Schöffling & Co. feiert seinen 20. Geburtstag mit zwölf Lesungen in Frankfurter Buchhandlungen

»Im Mittelpunkt die Autoren« lautet das Verlagsmotto, aber am Ende des Jubeltages am 11. September feierten alle, die sich für gute Literatur und schöne Bücher einsetzen, gemeinsam 20 Jahre Schöffling & Co.: die Autoren nach ihren Lesungen in zwölf Frankfurter Buchhandlungen, die Buchhändler und alle Verlagsmitarbeiter – standesgemäß im neuen Lokal »Henscheid«.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei mitgewirkt und -gefeiert haben!

Hier die Bildergalerie:

 

Anna Elisabeth Mayer bei Karl Marx
Anna Elisabeth Mayer bei Karl Marx

Burkhard Spinnen bei Hugendubel
Burkhard Spinnen bei Hugendubel

Elsemarie Maletzke bei Buecher Waide
Elsemarie Maletzke bei Buecher Waide

Julia Trompeter in der Buechergilde
Julia Trompeter in der Buechergilde

Markus Orths & Der Schamp bei Schutt
Markus Orths & Der Schamp bei Schutt

Mirko Bonne bei Marx & Co
Mirko Bonné bei Marx & Co

Inka Parei in der Buchhandlung Weltenleser
Inka Parei in der Buchhandlung Weltenleser

Lyriker in der Berger Buecherstube
Lyriker in der Berger Bücherstube:
Carolin Callies, Nadja Küchenmeister, Karin Kiwus, Ron Winkler und Silke Scheuermann (v.r.n.l.)

 

16. September 2014

Juan Gabriel Vásquez führt die Weltempfänger Litprom-Bestenliste an

DAS GERÄUSCH DER DINGE BEIM FALLEN, der vielfach ausgezeichnete, dritte Roman des kolumbianischen Schriftstellers Juan Gabriel Vásquez steht auf dem ersten Platz der Litprom-Bestenliste im Herbst 2014. »Genial komponiert, packend von der ersten bis zur letzten Seite«, urteilte die Jury über den Roman, der die Gewalterfahrung der jüngeren Genration im vom Drogenkrieg überschatteten Kolumbien thematisiert.


2. September 2014

Die Wiederentdeckung von Bernard von Brentanos Exilroman THEODOR CHINDLER

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und der 50. Todestag des Autors sind die äußeren Anlässe für die Neuausgabe von Bernard von Brentanos literarischem Debüt THEODOR CHINDLER. Der 1936 in der Schweiz erschienene Roman, der zu den bedeutendsten Werken der deutschsprachigen Exilliteratur zählt, schildert eindrücklich am Beispiel einer bürgerlichen Familie, wie der Ausbruch des Krieges 1914 die Gesellschaft politisch und psychologisch spaltet.

Parallel zur Neuausgabe des lange vergriffenen Romans organisiert das Wiesbadener Literaturhaus vom 19. September bis 21. Oktober 2014 eine Veranstaltungsreihe zu THEODOR CHINDLER – mit Lesungen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen, einer Aufführung des TV-Mehrteilers von 1979, Ausstellungen und Rundgängen.

Hier finden Sie das komplette Veranstaltungsprogramm zum »Projekt: Brentano«.


26. August 2014

20 Jahre Schöffling & Co.:

Schöffling & Co. feiert das Verlagsjubiläum mit Lesungen in den Frankfurter Buchhandlungen

»Im Mittelpunkt die Autoren« – das Verlagsmotto wird zum 20. Geburtstag von Schöffling & Co. in Frankfurt mit Leben gefüllt. Am 11. September 2014 lesen 16 Verlagsautoren und -autorinnen in Frankfurter Buchhandlungen und stellen ihre Texte vor. Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen frei. Alle Autoren und Veranstaltungsorte finden Sie hier.


11. August 2014

Ror Wolf wird mit dem Georg-K.-Glaser-Preis ausgezeichnet

Der Autor, Lyriker, Essayist und Lexikonschreiber erhält die Auszeichnung für sein literarisches Schaffen, mit dem er sich unter anderem auch seiner langjährigen Heimat Rheinhessen angenähert hat. »Ror Wolfs Werke sind eine wahre Freude – für Literaturexpertinnen und -experten genauso wie für Fußballfans und Lokalpatriotinnen und -patrioten. Sie sind gespickt mit Humor und gleichzeitig eindrucksvolle Kunstwerke der deutschen Sprache«, so Kulturministerin Doris Ahnen (SPD).

Der Literaturpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird gemeinsam vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und dem SWR überreicht. Die Verleihung findet am 4. November im Mainzer Funkhaus statt.


5. Juli 2014

Premiere für »Das Zimmermädchen Lynn« auf dem Filmfest München, Darstellerpreis für Vicky Krieps

»Das Zimmermädchen Lynn«, Ingo Haebs Verfilmung von Markus Orths’ Roman DAS ZIMMERMÄDCHEN erfuhr bei seiner Uraufführung auf dem Filmfest München eine begeisterte Aufnahme bei Jury und Kritik: Die »wohl ungeschwätzigste und intelligenteste Literaturverfilmung seit Langem« (Die Welt), »Welche Formstrenge, welche Ästhetik. Welches große Bewusstsein des richtigen, des ausschließlich möglichen filmischen Ausdrucks. Ingo Haeb steigt mit ’Das Zimmermädchen Lynn’ in die große Kunst des Filmens ein.« (Kino-Zeit), »Willkommen in einer anderen Welt – so könnte das neue deutsche Kino auch aussehen.« (Münchner Feuilleton).

Vicky Krieps wurde für Ihre Darstellung der Lynn mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino SCHAUSPIEL ausgezeichnet. Die Jury befand: »Vicky Krieps hat unzählig viele Farben Frau. Mal erscheint sie wie eine Göttin, dann wieder wirkt sie bemitleidenswert armselig. Und all dies in ein- und derselben Rolle. Die sie mit bedingungsloser Hingabe spielt. Nein, nicht spielt: IST.«


24. Juni 2014

Zürcher Festspielpreis für Fritz Senn.

Heute wird Fritz Senn mit dem Preis der Zürcher Festspiele für seine herausragenden Leistungen für das Kulturleben der Stadt Zürich ausgezeichnet. HIER die Laudatio von Ilma Rakusa.


23. Juni 2014

Sascha Reh wird mit dem Kunstpreis Literatur der Land Brandenburg Lotto GmbH ausgezeichnet.

Den mit 10.000 Euro dotierte Preis erhält Sascha Reh für seinen im Frühjahr 2013 erschienenen Roman GIBRALTAR. Die Verleihung findet am Montag, 23. Juni in der Brandenburgischen Zentrale für politische Bildung in Potsdam statt.


12. Juni 2014

Juan Gabriel Vásquez erhält für DAS GERÄUSCH DER DINGE BEIM FALLEN den renommierten IMPAC Award

Mit dem International IMPAC Dublin Literary Award wird heute die englische Übersetzung von Juan Gabriel Vásquez »El ruido de las cosas al caer« geehrt. Die deutsche Übersetzung DAS GERÄUSCH DER DINGE BEIM FALLEN von Susanne Lange erscheint am 8. Juli 2014 bei Schöffling & Co.

Der mit 100.000 Euro dotierte Preis, gestiftet vom Dublin City Council, ist der bedeutendste Preis für einen auf Englisch veröffentlichten Roman. Nominiert werden die Titel von öffentlichen Bibliotheken auf der ganzen Welt. Sowohl Autor als auch Übersetzer werden geehrt.


1. Juni 2014

Karin Kiwus’ DAS GESICHT DER WELT ist Buch des Monats Juni 2014

Die Darmstädter Jury hat die gesammelten Gedichte von Karin Kiwus zum Buch des Monats Juni 2014 gekürt. Jury-Mitglied Peter Härtling in der Begründung: »Verse, die um ihre Empfindlichkeit zu schützen, Nüchternheit vorgeben, Gedichte voller rabiater Anmut und herber Sinnlichkeit.«


21. Mai 2014

Silke Scheuermann wird mit dem Hölty-Lyrikpreis 2014 ausgezeichnet und wird Hausacher Stadtschreiberin

Der zum vierten Mal verliehene »Hölty-Preis für Lyrik der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover« geht in diesem Jahr an die Autorin Silke Scheuermann. Der Preis wird am 10. September um 20 Uhr öffentlich im Kleinen Sendesaal des NDR Funkhauses in Hannover verliehen.

»Ich begrüße es sehr, dass die begabte Autorin Silke Scheuermann in diesem Jahr mit dem Hölty-Lyrikpreis ausgezeichnet wird«, sagt Kulturdezernentin Marlis Drevermann. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis ist die höchstdotierte Lyrikauszeichnung im deutschsprachigen Raum. Er wird seit 2008 im Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen. Die bedeutende Auszeichnung wird an eine lebende deutschsprachige Lyrikerin beziehungsweise einen Lyriker für ein Gesamtwerk oder eine einzelne Veröffentlichung vergeben.

Aus der Begründung der Jury: »Silke Scheuermann erhält den Hölty-Preis für Lyrik für ihr bisheriges lyrisches Werk, vor allem für ihr herausragendes Gedichtbuch SKIZZE VOM GRAS, das die Fundamente unserer Existenz erkundet. In ihren Gedichten überzeugt Silke Scheuermann mit überraschenden Bildern und meisterlichen Kompositionen, die vom Märchen- und Mythen-Stoff und epochalen Werken der Bildenden Kunst inspiriert sind. Ihre Sujets findet sie jedoch in der realen Welt. Skepsis und schmerzliche Reflexionen konterkarieren den zarten, manchmal hohen Ton ihrer Lyrik. Ihr poetischer Kosmos ist kein märchenhaftes Traumreich, sondern ein lebensgefährliches, von den Schrecken unserer Gegenwart aufgewühltes Gelände. Silke Scheuermanns Lyrik ist in ihrer poetischen, spannungs- und bildreichen Eigenständigkeit unverwechselbar, zugleich barock und hochmodern.«

Der Hölty-Preis wird gemeinsam von der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover verliehen. Kulturpartner ist NDR Kultur.

Im Sommer tritt Silke Scheuermann außerdem ein dreimonatiges Aufenthaltsstipendium in Hausach an. »Wenn es eine zärtliche Wortgenauigkeit gibt, dann bei Silke Scheuermann. Sie schöpft dabei fantasievoll Bilder, die scheinbar flüchtig daherkommen und es doch verstehen, den Leser innehalten zu machen und gängige Alltagsklischees aus ihren Angeln heben«, heißt es in der Begründung der Jury aus der LeseLenz-Stadt.


24. April 2014

Karin Kiwus erhält den Wiesbadener Lyrik-Preis »Orphil«

Der Lyrikpreis der Stadt Wiesbaden, »Orphil«, geht an die 1942 in Berlin geborene Lyrikerin Karin Kiwus. Die Autorin erhält die Auszeichnung für ihren in diesem Jahr im Verlag Schöffling & Co. erschienen Gedichtband DAS GESICHT DER WELT, der ihre Lyrik von 1976 bis 2006 versammelt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am 6. Juni im Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden übergeben.

»Der Gedichtband zeigt eine Lyrikerin, die sich konsequent allen Moden entzieht und immer wieder von Neuem in klaren Bildern Wahrnehmungen, Reflexionen und Erinnerungen miteinander verschränkt«, so Jurymitglied Alf Mentzer, Literaturredakteur bei hr2-kultur.

Den mit 2.500 Euro dotierten Nachwuchspreis erhält Levin Westermann für seinen Band »unbekannt verzogen« (luxbooks).

Vergeben wird der »Orphil« alle zwei Jahre an Lyriker, die mit ihrem Werk Stellung beziehen und sich politischen wie stilistischen Moden zu widersetzen wissen. Die erste Preisträgerin war 2012 Ursula Krechel.

Orphil nannte George Konell jene eisernen Gockel auf den Rathäusern Frankreichs, die für ihn das Lied des Sängers Orpheus wie die Ideale der Französischen Revolution verkörperten. Gestiftet hat die Preise Ilse Konell, Witwe des 1991 verstorbenen Dichters, der viele Jahre seines Lebens in Wiesbaden verbrachte.


31. März 2014

Frankfurt liest 14 Tage lang Eckhard Henscheids DIE VOLLIDIOTEN

Frankfurt liest ein Buch, »Deutschlands wunderbarstes und sinnvollstes Lesefest« (Die Zeit), stellt in diesem Jahr Eckhard Henscheids Roman DIE VOLLIDIOTEN in den Mittelpunkt. Vom 31. März bis 13. April werden Frankfurts Bürgerinnen und Bürger ihre Stadt wieder literarisch entdecken. In öffentlichen Lesungen, geführten Spaziergängen, Vorträgen, Diskussionsveranstaltungen, Filmvorführungen und Ausstellungen widmen sich zahlreiche Vortragende, Institutionen, Kulturinitiativen und Buchhandlungen dem »historischen Roman aus dem Jahr 1972«, der in einer mit Zeichnungen von F. K. Waechter illustrierten Neuausgabe erstmals im gesamten Buchhandel lieferbar ist.

Eckhard Henscheid wird während der Veranstaltungsreihe in Frankfurt sein und an zahlreichen Veranstaltungen persönlich teilnehmen.

Alle Informationen und Termine auf der Homepage von Frankfurt liest ein Buch e.V.


8. März 2014

Juli Zeh erhält den Hoffmann-von-Fallersleben-Preis

Juli Zeh wird mit dem Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur ausgezeichnet. Die Jury prämiert ein Werk, »das sich in die Auseinandersetzung des Individuums mit dem Zeitgeist und Gefährdungen der Demokratie einmischt. Es stellt Fragen nach Schuld und Verantwortung, Freiheit und Moral in Zeiten ohne Orientierung und Werte. In Romanen, Essays, Reisegeschichten und Theaterstücken zeigt Juli Zeh exemplarisch, was es heißt, in der heutigen Zeit ein politischer Autor zu sein.«

Der Preis wird alle zwei Jahre im Andenken an den Germanisten und Vormärzdichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben verliehen. Ausgezeichnet werden Autoren, deren literarisches, historisches und publizistisches Werk in seinem Sinn eigenständiges Denken beweist und andere dazu ermutigt. Die Preisverleihung findet im Oktober 2014 statt.
Zum Literaturpreis


5. März 2014

Uraufführung der Bühnenfassung von Juli Zehs Bestsellerroman NULLZEIT

Am Theater Bonn inszeniert Sebastian Kreyer NULLZEIT, Bernhard Studlars Bühnenfassung des gleichnamigen Romans von Juli Zeh. Die Uraufführung findet am 8. März statt.


24. Februar 2014

Franziska Gerstenberg und Silke Scheuermann sind für den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2014 nominiert

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft hat die Nominierten der Shortlist für seinen Literaturpreis bekanntgegeben. Unter den zwölf Autorinnen und Autoren sind Franziska Gerstenberg (SPIEL MIT IHR) und Silke Scheuermann (DIE HÄUSER DER ANDEREN). Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird jährlich an einen jüngeren Autor eines deutschsprachigen Romans von hoher literarischer Qualität verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören u.a. Clemens J. Setz und Wolfgang Herrndorf. Die Preisverleihung findet am 19. Oktober 2014 in Hamburg statt.


27. Dezember 2013

Trauer um Helga M. Novak

Die deutsche Dichterin Helga M. Novak ist am Heiligabend in Rüdersdorf bei Berlin gestorben. Novak, 1935 in Berlin geboren, wuchs in der DDR auf, ging später nach Island, bevor sie in den 60er Jahren zum Studium am Literaturinstitut »Johannes R. Becher« nach Leipzig zurückkehrte. Ihr erster Gedichtband »Ballade von der reisenden Anna« erschien 1965 in Westdeutschland. 1966 wurde sie wegen regimekritischer Texte aus der DDR ausgebürgert. Neben Lyrik schrieb sie zahlreiche Hörspiele und drei autobiographische Romane, deren letzten Band IM SCHWANENHALS sie 2013 noch abschließen konnte. Novak wurde u.a. mit dem Bremer Literaturpreis, dem Seume-Literaturpreis sowie dem Drostepreis der Stadt Merseburg ausgezeichnent. Die Trauerfeier findet am 8. Februar 2014 in Erkner statt.
Hier ein Nachruf von Gert Loschütz aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.


13. Dezember 2013

Fritz Senn erhält den Zürcher Festspielpreis 2014

Fritz Senn, Autor und Leiter der James Joyce-Stiftung in Zürich, wird mit dem Zürcher Festspielpreis 2014 ausgezeichnet. Der von der  Bär-Kaelin Stiftung vergebene und mit 50.000 Schweizer Franken dotierte Preis fördert Kunst und Kultur im Kanton Zürich. Mit Fritz Senn wird erstmals ein Vertreter aus dem Literaturbereich prämiert.


6. November 2013

Ulrich Sonnenberg wird mit dem Dänischen Übersetzerpreis 2013 ausgezeichnet

Der Dänische Übersetzerpreis geht in diesem Jahr an Peter Urban-Halle und Ulrich Sonnenberg. Die seit 2004 vergebene und mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird vom Dänischen Kunstrat gestiftet und ehrt jedes Jahr Übersetzer aus dem Dänischen.
Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 28. November, 19.00 Uhr, in den Nordischen Botschaften, Berlin, statt.

Für Schöffling & Co. übersetzte Ulrich Sonnenberg Romane von Morten Ramsland und Gaute Heivoll. 2004 gab er das Reise- und Lesebuch HANS CHRISTIAN ANDERSENS KOPENHAGEN heraus.


18. September 2013

Juli Zeh erhält den Thomas Mann Preis 2013 der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste, München, und die Hansestadt Lübeck verleihen 2013 ihren gemeinsam vergebenen Thomas Mann Preis der Schriftstellerin Juli Zeh, die als temperamentvolle und experimentierfreudige Erzählerin ein vielfältiges Prosawerk vorgelegt hat, in dessen Mittelpunkt die Frage nach individueller Freiheit und Verantwortung, nach gesellschaftlichen Werten und Orientierungen steht. In klug komponierten Romanen und präzise argumentierenden Essays gelingen ihr luzide Zeitdiagnosen. Juli Zeh setzt damit die besten Traditionen engagierter Literatur fort – für eine Gegenwart, die solcher Autorinnen dringend bedarf.

Die Verleihung des Preises wird am 8. Dezember 2013 um 11 Uhr im Max-Joseph-Saal in der Münchener Residenz durch den Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Bernd Saxe, und den Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Michael Krüger, vorgenommen. Die Laudatio hält der Schriftsteller Ilija Trojanow.

Der „Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste“ wird seit 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen. Er ist hervorgegangen aus dem „Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck“ und dem „Großen Literaturpreis“ der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und ist mit 25.000 Euro dotiert. Bisherige Preisträger sind Christa Wolf (2010), Jan Assmann (2011) und Thomas Hürlimann (2012). Mitglieder der Jury sind Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Borchmeyer, Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Detering (Sprecher der Jury), Gert Heidenreich, Dr. Holger Pils, Albert von Schirnding, Gabriele Schopenhauer und Dr. Dr. Thomas Sprecher.
Die Verleihung wird durch die Friedrich-Baur-Stiftung ermöglicht.


11. September 2013

NIE MEHR NACHT von Mirko Bonné auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2013

Mirko Bonné ist mit seinem Roman NIE MEHR NACHT unter den sechs Nominierten für den Deutschen Buchpreis 2013. Die Entscheidung über den Preisträger wird im Rahmen eines Festakts am 7. Oktober 2013 in Frankfurt am Main verkündet.


14. August 2013

NIE MEHR NACHT von Mirko Bonné auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2013

Am Mittwoch, 14. August 2013 hat die siebenköpfige Jury die mit Spannung erwartete Longlist für den Deutschen Buchpreis 2013 bekannt gegeben. Mirko Bonné ist mit seinem soeben erschienenen Roman NIE MEHR NACHT nominiert.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die »Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung« jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten Roman in deutscher Sprache aus. Jurymitglieder 2013 sind u.a. Ursula März, Kathrin Lange, Helmut Böttiger und Andreas Platthaus. Am 11. September 2013 werden sie aus der getroffenen Auswahl eine Shortlist benennen.

Der Deutsche Buchpreis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Der Preisträger erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist erhalten jeweils 2.500 Euro. Der Deutsche Buchpreis wird zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse am 7. Oktober 2013 im Kaisersaal des Frankfurter Römer verliehen. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren der Shortlist, wer den Preis erhält.

Bereits 2009 war Mirko Bonné unter den Anwärtern auf den Deutschen Buchpreis. Damals mit dem Roman WIE WIR VERSCHWINDEN.


14. August 2013

Jennifer Egans BLACK BOX bei Twitter und in der Presse

Noch bis 16. August twittert der Spiegel Jennifer Egans BLACK BOX: @SPIEGEL_rezens

Erste grandiose Besprechungen gab es bei Spiegel Online, im Schweizer Fernsehen und bei kulturzeit sowie heute in der Zeit:

»BLACK BOX von Jennifer Egan ist Avantgarde im Sinne von ›janz vorne dran‹. … Das ist Literatur für finstere Zeiten: Krieg ist Frieden, und Frieden ist Krieg. Träume sind Waffen. Autoren sind Söldner in den Machtkämpfen von Medienkonzernen. Schreiben ist Krieg. Jennifer Egan hat Twitter und das Internet benutzt, erobert und ausmanövriert. Occupy Twitter! Ihre Waffe war übrigens der Bleistift … Bei Jennifer Egan lernt man, dass Literatur auch unter Druck subversive Strategien entwickeln kann, mit denen sich ein eigener Raum behaupten lässt.«
Robin Detje, Die Zeit


6. August 2013

Mirko Bonnés Roman NIE MEHR NACHT für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis nominiert

Die Jury des mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreises hat Mirko Bonnés Roman NIE MEHR NACHT auf die Longlist gewählt. Die jährlich von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk vergebene Auszeichnung wird am 2. November verliehen.


2. August 2013

Der neue Roman von Mirko Bonné erscheint!

Eine Reise in die Normandie führt den Künstler Markus Lee zur Auseinandersetzung mit dem Trauma seiner eigenen Jugend und den Abgründen seiner Familie. Gleichzeitig erzählt NIE MEHR NACHT schonungslos und ergreifend von einem dramatischen Kapitel europäischer Geschichte, der Befreiung Frankreichs.

Zum Erscheinen gibt es schon die erste hymnische Besprechung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

»Mirko Bonné ist mit seinem neuen Roman ein Wagnis eingegangen, wie es zur Zeit nur wenige unserer Romanautoren auf sich nehmen.«
Walter Hinck, Frankfurter Allgemeine Zeitung


31. Juli 2013

SPIEGEL ONLINE twittert BLACK BOX, das neue Werk der Pulitzer-Preisträgerin Jennifer Egan, komplett als Vorabveröffentlichung
 
Ab dem 5. August postet das Kulturressort des Nachrichtenportals BLACK BOX werktäglich zwischen 20 und 21 Uhr über sein Twitter-Rezensionsprofil @SPIEGEL_rezens. Der Text erscheint am 7. August im Verlag Schöffling & Co. gebunden und als E-Book.

Die amerikanische Autorin Jennifer Egan, die bereits in ihrem 2011 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Roman DER GRÖSSERE TEIL DER WELT (Schöffling & Co. 2012) mit unterschiedlichen Erzählweisen experimentierte, betritt auch mit BLACK BOX Neuland. Die Geschichte besteht aus 620 Tweets, die in den USA von der Zeitschrift New Yorker vorab getwittert wurden.

In der Knappheit von maximal 140 Zeichen pro Tweet entfaltet Jennifer Egans Text eine explosive Geschichte: In naher Zukunft wird eine namenlose, auf sich allein gestellte Frau auf einen Verbrecher angesetzt: Ihre Aufzeichnungen entfesseln eine von Agententhrillern inspirierte Verfolgungsjagd, offenbaren dabei aber auch schonungslos den Umgang mit weiblicher Schönheit und technisch aufgerüstete