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Paulus Böhmer: Kaddish I-X

Hölty-Preis 2010

Paulus Böhmer: Kaddish I-X

Paulus Böhmer – Kaddish I-X



348 Seiten. Gebunden.
€ 10,00   €[A] 10,30   SFR 14,90
ISBN: 978-3-89561-126-1

» Autorenporträt Paulus Böhmer
» Druckversion

Mit »Kaddish I-X« legt Paulus Böhmer sein opus magnum vor, ein über Jahrzehnte entstandenes lyrisches Großwerk, wie es in deutscher Sprache lange keines gab – ein literarisches Ereignis, nicht weniger als die poetische Inventur der Welt.
Paulus Böhmers Gedichte sind nicht genügsam, sie sind lang. Gern über 10 Seiten hinweg fließt der Wortstrom und wird zu einer »Form des Atmens« (Thomas Hettche). Und er wird zu Klang: Böhmers Gedichte sind nach musikalischen Vorgaben konstruierte symphonische Gefüge. In ihnen findet sich tiefste Trauer, und immer Trotz und Zärtlichkeit. Paulus Böhmer: »Wenn ich mir einen Gott aussuchen könnte, wäre es Eros. Und wenn es ihn gäbe, wäre er in meinen Gedichten: In der leidenschaftlichen Zuwendung an die Welt (und die Menschen, so furchtbar sie oft auch sind).«


Rezensionen

»Dieser überwältigende Zyklus ist als Jahrhundertwerk angelegt.«
Wulf Segebrecht, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Paulus Böhmer ist derzeit der interessanteste Dichter der Postmoderne. Er verliert sich nicht in Banalitäten; er zieht satanisierend, folternd, schändend und hymnisch preisend durch Gedankengebäude von Literatur, Kunst, Philosophie und Naturwissenschaften. Er assoziiert dabei Figuren und Formeln jüdischer und christlicher Religion, entwirft Naturszenerien, schildert drastisch Körperlichkeit und erhebt das Wort selbst zum Thema.«
Dorothea von Törne, Die literarische Welt

»Das opus maximum in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.«
Gerhard Jaschke, Akademie der Bildenden Künste Wien

»Was Böhmers Lyrik auszeichnet, sind ihre abenteuerlichen und souveränen Reisen ins enzyklopädische Universum: Vom Vokabular aus Botanik, Anatomie, Psychologie, Kosmologie und Mythologie bis hin zum Alltag zwischen "Hertie und Hauptbahnhof" ziehen die Texte, getrieben von dem Zwang, "gegen die Namen der Dinge" sagen zu müssen, "was die Dinge sind", alle sprachlichen Register. Die Welt, die Böhmer dabei entstehen lässt, gleicht dem, was Deleuze und Guattari einst "Chaosmos" nannten: Man erkennt Strukturen, Wörter und Bilder, die sich wiederholen, parataktische Satzmuster und Rhythmen, sogar vereinzelt Reime, die aber nie selbstverständlich wirken, und zugleich scheint dieses gesamte System in permanenter Bewegung, jede Wiederholung auch eine Verschiebung, jedes Bild assoziativ weiterwuchernd, kein Rhythmus, der nicht auch arhythmisch gebrochen wäre. In diesem Chaosmos wird eine Welt des Verlusts, des körperlichen Verfalls und der Grausamkeit sichtbar. Litaneiartig, bisweilen geradezu apokalyptisch und ohne Scheu vor Pathos umkreisen Böhmers Verse immer wieder Schmerz, Krankheit, Tod.
Wie jeder Totengesang ist Böhmers Lyrik auch ein Lobgesang auf das Leben. Mehr kann man von einem Buch wohl nicht erwarten.«
Sascha Michel, Frankfurter Rundschau

»Ein Gedicht der Superlative. (...) Komponiert sind diese Gesänge wie Musikstücke.« Rüdiger Görner, Die Presse

»Das ist sicher eine der ungewöhnlichsten Buchveröffentlichungen der letzten Jahre. (...) Böhmers lyrisches Epos wird bestehen bleiben.«
Deutschlandfunk, Büchermarkt


Außerdem erschienen von Paulus Böhmer

Paulus Böhmer: FuchsleuchtenPaulus Böhmer: Kaddish XI-XXI


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