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Mario Fortunato: Unschuldige Tage im KriegMario Fortunato: Unschuldige Tage im Krieg

Mario Fortunato – Unschuldige Tage im Krieg


Roman
Aus dem Italienischen von Marianne Schneider

248 Seiten. Gebunden
€ 19,95   €[A] 20,60   SFR 28,50
ISBN: 978-3-89561-175-9

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»Kann ein Kuss die Existenz eines Menschen zerstören? Ein Kuss – kein Verbrechen, keine Gewalttätigkeit, kein Verstoß gegen die Regeln: Kann ein einfacher, durchaus banaler Kuss das Geschick eines Menschen aus den Angeln heben und den gesamten Verlauf seines Lebens ändern?«

Mit unnachahmlicher Leichtigkeit fängt der bedeutende italienische Schriftsteller Mario Fortunato Augenblicke der Liebe ein. Ein Kuss mit unerhörten Konsequenzen verbindet Menschen im ländlichen Italien mit Londoner Intellektuellen, Mussolinis Soldaten mit der englischen Kolonialgesellschaft in Afrika oder dem einfachen Volk in Russland, Männer mit Frauen und Männer mit Männern.
Mitten in einer weit gespannten Weltkriegskulisse kreuzen sich die Wege einer italienischen Familie und eines Piloten der Royal Air Force, die sich am Ende gemeinsam gegen die Herrschaft des Nazifaschismus auflehnen. Doch zuvor müssen sie sich mit ihren kulturellen Befangenheiten und sexuellen Vorurteilen auseinandersetzen.
Eine nachdenkliche Schilderung eines hierzulande kaum bekannten Kapitels europäischer Geschichte.


Rezensionen

»Fortunato gelingt es, die Schicksale seiner Figuren glaubhaft zu entwickeln und geschickt zu verknüpfen (...) unaufgeregt erforscht er die Spielarten der Liebe, zeigt, wie sie Menschen überrascht und verwandelt. Spannend ist der Roman und poetisch wirkt das Motiv des Monte Soratte, das über dem Geschehen thront.«
Niklas Bender, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Fortunato hat ein sicheres Gespür für Handlungsaufbau und Erzählrhythmus. Vor allem gelingt es ihm, eine Phase der italienischen Geschichte, die fernzurücken beginnt, zu vergegenwärtigen und die unfreiwilligen Verwicklungen von Durchschnittsitalienern aufzuzeigen. Er verzichtet dabei auf Schwarzweißmalerei und leuchtet stattdessen die Grauzone aus.«
Maike Albath, Süddeutsche Zeitung

»Der Fluchtpunkt und das eigentliche Telos des Romans ist aber der leidenschaftlich-innige Kuss, den Alastair zuletzt einem italienischen Resistenza-Kämpfer gibt... Mit diesem Männerkuss ergänzt Fortunato die literarische Auseinandersetzung mit der Resistenza um das Thema der Homosexualität. (...) Damit tut er etwas Maßgebliches für ein Land, dessen Ministerpräsident öffentlich verkündet, es sei besser, ein Schürzenjäger zu sein als homosexuell.«
Doris Pany, Neue Zürcher Zeitung

»Von Russland bis nach London, Italien und Afrika hat Mario Fortunato das Schicksalsnetz in diesem schönen und schmerzlichen Buch gespannt, voll mit Verzweiflung und Liebeshunger.«
Brigitte

»Die gelegentlichen Sprünge zwischen Präsens, Imperfekt und Futur lassen die Stimmung und die Farben wechseln wie das Licht in einer Filmszene. Man kann sich den Roman überhaupt auch wunderbar als einen Film vorstellen, als Kaleidoskop, als Mosaik: lauter kleine Steine, die ein Bild ergeben, ein Patchwork wie auf manchen Gemälden von David Hockney, ohne das Ausladende, ohne die ermüdende Fülle eines Weltkriegsepos; lauter heitere, traurige, aufregende, tragische Lebensmomente, locker und anstrengungslos miteinander verbunden, in einer knappen, genauen, oft lakonischen Prosa.«
Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Mit leichter Hand entfaltet Fortunato sein gesellschaftliches Panorama, kombiniert verschiedene Textsorten und verbindet private Geschichte mit historischen Umwälzungen.«
Maike Albath, Deutschland Radio

»So ist ein überaus reicher Roman anzuzeigen, sowohl in Hinsicht auf sein überzeugendes Personal, als auch seine stilistische Vielfalt, die von der Erzählung über innere Monologe bis zu nie abgeschickten Briefen reicht. Immer hält das Buch das Gleichgewicht zwischen Spannung und Gelassenheit.«
Jan Koneffke, Die Presse

»Die paar Seiten, die ich darin las (...) waren so austariert zwischen Ruhe und Erregung, dass ich gerne gleich weitergelesen hätte.«
Arno Widmann, Frankfurter Rundschau

»In Mario Fortunatos leichtfüßig erzähltem Roman UNSCHULDIGE TAGE IM KRIEG geht es um Liebe, Abschied von Gewohntem und den Zweiten Weltkrieg.«
Claudia Cosmo, WDR5

»In UNSCHULDIGE TAGE IM KRIEG erzählt er, wie der Krieg in ein kleines italienisches Dorf kommt, das sich gegen die Faschisten stellt. Gleichzeitig lernen wir einen jungen Mann in England kennen, der in die Royal Airforce eintritt, und am Ende treffen sie aufeinander, die Italiener in ihrem Dorf vor Rom und der junge englische Pilot, und ihre Schicksale verknüpfen sich miteinander, wobei Küsse eine sehr große Rolle spielen, heimliche und demonstrative Küsse – Küsse, die das Leben von Menschen verändern.«
Elke Heidenreich, Vigo

»Fortunato erzählt bilderstark, nachdenklich und lakonisch.«
Siegessäule

»Vorm Hintergrund des Krieges hat Mario Fortunato in UNSCHULDIGE TAGE IM KRIEG die Geschichte von Menschen gezeichnet, die auch in Extremsituationen ganz menschliche Wünsche haben.«
Inge Braune, Südwest Presse, Ulm / Neu-Ulm

»Mario Fortunato schlldert eindrucksvoll das Zusammenleben der Menschen in guten und schlechten Zeiten.«
Schwetzinger Zeitung

»Voller Leidenschaften und Träume, fulminant!«
Corriere della Sera


Außerdem erschienen von Mario Fortunato

Mario Fortunato: Spaziergang mit Ferlinghetti


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