 |  | Sascha Reh – Falscher Frühling Roman
368 Seiten. Gebunden € 19,95 €[A] 20,60 SFR 33,50 ISBN: 978-3-89561-085-1
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»Der Zukunft entgegenzugehen ist etwas völlig anderes, als vor der Vergangenheit zu fliehen.«
FALSCHER FRÜHLING erzählt von einer Nacht, in der der Alltag dreier Menschen auseinanderbricht, und von einer Begegnung, die sie wieder zu einer Familie macht.
Lothar Lotmann, ein alternder Theatermann, will mit einer letzten großen Inszenierung noch einmal die Ideale in der Kunst verwirklichen, an denen er im Leben gescheitert ist: Liebe, Freundschaft, Ehrlichkeit. Der verachteten Unterhaltungsindustrie setzt er seit langem nichts mehr entgegen, seine Freunde hat er brüskiert, und seine Frau Emilie, eine erfolgreiche Bühnenbildnerin, ist seine peinlichen Provokationen leid. Doch der »zweite Frühling«, den sie sich von einem Treffen mit einem alten Freund am Vorabend ihrer Scheidung erhofft, treibt hochkomische Blüten. Und ihre Tochter Franziska, die vor dem Beziehungsballast der Eltern in virtuelle Welten flüchtet, überwindet endlich ihre Angst vor einer eigenen Suche nach Glück.
Sascha Rehs Debütroman ist eine schöpferische Hommage an die modernen Theaterklassiker und wird durch seinen ironischen Ton und virtuose Perspektivwechsel zum Ereignis. Rezensionen
»Diesen drei, aus gemeinsamen Enttäuschungen, Hoffnungen und Wünschen verbundenen Figuren, gibt der bereits mit Preisen ausgezeichnete Sascha Reh eine (Theater-)Bühne, auf der sie ohne quietschig-bunte Effekte erzählen und sich ausbreiten können. Vom exhibitionistischen Fahrstuhlsex bis zur Familienbeichte im Restaurant. Ein kluger, unaufdringlicher, fast weiser Spätsommerroman.«
Jan Drees, WDR 1Live
»Sein intellektuell höchst erfreulicher Erstling schafft pures Lesevergnügen. Ein Wurf von angelsächsisch-routiniertem Zuschnitt, auf den das inflationär verwendete Etikett des ›handwerklich Perfekten‹ endlich einmal zutrifft. Der Roman ist so unterhaltsam, ernst und komisch, dass einem ob der vielen Talente des Autors Angst und Bange werden könnte.«
Sybille Mulot, Spiegel Online |