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Rudolf Vrba: Ich kann nicht vergeben

Prospekt Vrba
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Rudolf Vrba: Ich kann nicht vergeben

Rudolf Vrba – Ich kann nicht vergeben

Meine Flucht aus Auschwitz



Mit einem Vorwort von Beate Klarsfeld
Herausgegeben, mit Anmerkungen und einem Nachwort von Dagi Knellessen und Werner Renz
Mit 32-seitigem Bildteil
Aus dem Englischen von Sigrid Ruschmeier und Brigitte Walitzek


528 Seiten. Gebunden
€ 28,00   €[A] 28,80   SFR 38,50
ISBN: 978-3-89561-416-3

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» Autorenporträt Rudolf Vrba
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»Irgendwie fanden wir es nicht richtig, dass die Welt sich weitergedreht hatte, während es Auschwitz gab, dass die Leute gelacht und gescherzt, getrunken und sich geliebt hatten, während Millionen starben und wir um unser Leben kämpften.«

ICH KANN NICHT VERGEBEN. MEINE FLUCHT AUS AUSCHWITZ ist ein einmaliges Erinnerungsdokument. Es erzählt, wie ein erst siebzehnjähriger Slowake in Auschwitz überlebte. Wie er sich vor der Willkür der SS und ihren Kapos schützte, wie er Strafen und Krankheiten überstand, sich bei den Widerstandskämpfern im Lager Respekt verschaffte und sogar einen seltenen Augenblick der Liebe erlebte. Mehr noch: wie er es als einer der wenigen schaffte, zusammen mit seinem Freund Alfréd Wetzler dieser hermetisch abgeriegelten Hölle zu entfliehen. Doch dieser junge Mann war nicht allein auf seine Freiheit bedacht, sondern versuchte alles, um die letzte große Massenmordaktion der Nationalsozialisten, die Deportation der ungarischen Juden, zu verhindern. Tatsächlich rettete der im April 1944 erstattete Vrba-Wetzler-Bericht hunderttausend Menschenleben.


»Rudolf Vrba war ungeheuer widerstandsfähig, ein tapferer, verwegener, zäher und unbestechlicher Mensch. Sein schwarzer Humor zusammen mit seiner bestechenden Intelligenz ermöglichten ihm das Überleben: zunächst während zweier Jahre in Majdanek, danach in Auschwitz, bis ihm die schier unmögliche Flucht aus der Gefangenschaft gelang.
Rudolf Vrba erzählt ganz wunderbar, weder pathetisch noch selbstmitleidig, dafür mit einer unglaublichen Präzision, einer schneidenden Schärfe und, wo es angemessen ist, voller Menschlichkeit. Wie er in seinem Buch ICH KANN NICHT VERGEBEN. MEINE FLUCHT AUS AUSCHWITZ unvorstellbare Greuel schildert und die dramatischen Ereignisse seiner Flucht beschreibt, ist für mich eines der prägendsten, erschütterndsten Leseerlebnisse über den Holocaust.«
Claude Lanzmann


© Created by Claude Lanzmann during the filming of »Shoah«
Used by permission of the United States Holocaust Memorial Museum
and Yad Vashem, the Holocaust Martyrs and Heroes' Remembrance
Authority, Jerusalem


Rezensionen

»Die Geschichte des Horrors, mit schwejkschem Witz gebrochen, eine Lektüre, die ans Herz fasst, mit einem präzisen Blick auf Menschen in der Hölle.« Susanne Mayer, DIE ZEIT

»Ein absolut notwendiges Buch. Eines, das überrascht, ergreift, ermutigt. Das atemlos macht beim Lesen. (...) Man begreift, wie das Lager funktioniert hat. Abläufe und Strukturen, die Psychologie der Häftlinge und der Wachen, ihr Zusammenspiel. Vrba schildert zwei Jahre im Mikrokosmos Auschwitz - und man hat eine ganze Welt gesehen.«
Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur

»Als 1964 die erste deutsche Übersetzung erschien, blieb die Rezeption in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit verhalten. Umso mehr sei der nunmehr vorliegenden und erweiterten Auflage eine weite Verbreitung zu wünschen.« Hans-Jürgen Dröscher, FAZ

»Das Einzigartige an Rudolf Vrbas Erlebnisbericht ICH KANN NICHT VERGEBEN ist der radikale Blick, der unvoreingenommen jedes Detail registriert und den eigenen Empfindungen vertraut. (...) Mit Neugier betrachtet Vrba die grausame, wie ein Uhrwerk funktionierende, streng hierarchische Welt, in der sich allein aus den Geräuschen die genaue Tageszeit bestimmen lässt.« Nicole Henneberg, Der Tagesspiegel

»Nicht für Auschwitz-»Experten«, weder für Betroffene noch für Historiker, wollte Rudolf Vrba nun ein Buch schreiben (...) Dieser Absicht verdankt sich wohl auch sein erzählerischer, manchmal gar abenteuerromanhafter Ton, der das Werk durchzieht. (...) Vrbas neu übersetzter Bericht kreist um die Erfahrungen der Opfer. Es ist zu hoffen, dass das Buch in diesem zweiten Anlauf mehr Leser finden wird als zur Zeit seines erstmaligen Erscheinens.« Friederike Reents, FAZ

»Es geht bei dieser Lektüre nicht allein um das KZ Auschwitz. Zur Diskussion steht auch der politische Umgang mit der Wahrheit, und das keinesfalls in den trüben Niederungen des Revisionismus. Die Neuedition dieses Buches, das erstmals 1963 erschien, ist die Chance einer weiteren Annäherung.« Martin Zähringer, SWR2

»Dem Frankfurter Schöffling Verlag ist es zu danken, dass Vrbas chronologisch geordnete Beschreibung seines Überlebens nun in neuer deutscher Übersetzung, ausgestattet mit mustergültigem wissenschaftlichem Apparat, wieder zugänglich ist. (...) ICH KANN NICHT VERGEBEN illustriert eindrücklich die Hilflosigkeit seines Verfassers, Erlebtes und Erlittenes in Worte zu fassen.« Wolfgang Paterno, Profil

»So verständlich sein bekenntnishafter Buchtitel ist, so bewegend ist sein kurzer Epilog, in dem er sich zu seiner ungewöhnlichen Anklage der Täter bekennt.« Hannes Schwenger, Tagesspiegel

»Der Sarkasmus ist sein Schutzpanzer, der ihm hilft, das erlebte und erlittene Grauen auf erträgliche Distanz zu halten. Nur so kann Vrba die Gräueltaten der Henker und Henkersknechte akribisch beschreiben und einordnen. Zugleich erweist sich Rudolf Vrba in seinen ebenso packend wie lebensnah geschriebenen Erinnerungen als höchst einfühlsamer Beobachter menschlicher und unmenschlicher Befindlichkeiten, die er mit geradezu literarischen Mitteln schildert.« Frank Fingerhuth, NDR

»Die Neuherausgabe und –übersetzung dieses beeindruckenden zeithistorischen Dokuments ist der Arbeit der Erziehungswissenschaftlerin Dagi Knellessen und des Mitarbeiters des Frankfurter Fritz Bauer Instituts Werner Renz zu verdanken. Die beiden Herausgeber gewannen Beate Klarsfeld für ein Vorwort und ergänzten den ursprünglichen Text sparsam um Fußnoten zu Ereignissen und Personen oder dort, wo Vrba irrte und durch die neuere Forschungslage zu korrigieren war. Zudem leistet das Nachwort eine historische Einordnung des Textes und seiner Rezeptions- und Wirkungsgeschichte. Das Ergebnis ist eine die Person Rudolf Vrba würdigende und wissenschaftlich genaue Neuedition. Sie erinnert uns an die Präzedenzlosigkeit der Vernichtung des europäischen Judentums und daran, dass es ein anhaltendes geschichtspolitisches Anliegen sein sollte, dieser Geschichte mit ihrer Spezifik zu erinnern.« Ingolf Seidel, Lernen aus der Geschichte

»In seinen 1963 in England veröffentlichten Erinnerungen ICH KANN NICHT VERGEBEN. MEINE FLUCHT AUS AUSCHWITZ bleibt Rudolf Vrba der sachliche, bisweilen ironisch-distanzierte Chronist einer aus den Fugen geratenen Welt.« Gabriele Fleckenstein, Main Echo

»Vrbas Schilderungen haben etwas so gänzlich Eigenes an sich, etwas so dermaßen Direktes, Lebendiges, Offenes, dass ich nicht umhin komme, dieses Buch in die vorderste Reihe der einschlägigen Literatur zu stellen.« Axel Vits, Komm-Buch.com


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