

|  | Valentin Senger – Kaiserhofstraße 12 Mit einem Nachwort von Peter Härtling
und zahlreichen, teils farbigen Abbildungen
320 Seiten. Gebunden. € 19,90 €[A] 20,50 SFR 28,50 ISBN: 978-3-89561-485-9
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Es sind die dreißiger Jahre: In der Kaiserhofstraße in Frankfurt am Main leben Schauspieler, Transvestiten, Freudenmädchen, Burschenschaftler – und die Familie Senger. Als Kommunisten und Juden mussten sie aus dem zaristischen Russland fliehen und haben hier ein neues Zuhause gefunden – bis Adolf Hitler 1933 die Macht ergreift. Valentin Sengers Mutter Olga erkennt früh den Ernst der Lage: Mit gefälschten Papieren verschleiert sie die Spuren ihrer Herkunft. Die Angst vorm Entdecktwerden aber begleitet die Familie von nun an täglich.
Der junge Valentin Senger geht seinen eigenen Weg und erlebt die erste Liebe. Aber wie soll er ein Mädchen näher kennen lernen, ohne dabei das Überleben der ganzen Familie zu gefährden? Seine Mutter ist krank vor Sorge. Und doch wird die Familie mit Hilfe zahlreicher Freunde, Nachbarn, mutiger Behördenmitarbeiter und einer großen Portion Glück diese Schreckenszeit überleben. Rezensionen
»Dieses Buch, spannender als ein Roman zu lesen, war Ende der siebziger Jahre schon einmal erschienen. Die verdienstvolle Neuausgabe, bereichert um einen dokumentarischen Bildteil, hat das Zeug zu einem Hausbuch.«
Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung
»Dies Werk wird bleiben.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Kenntnisreich und erinnerungssatt erzählt Sengers Buch davon, was in Frankfurts Straßen und in der Stadt das Gemeinwesen ausmachte.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Jetzt hat der Schöffling Verlag das Buch wiederentdeckt und zeigt mit seinen Helfern, wie Literatur zum Stadtgespräch (gemacht) werden kann und wie sie dabei zugleich Bürgeridentität stiftet.«
Die Welt
»Dass das Werk, das Senger sich nach Jahrzehnten des Verdängens abgerungen hatte, seine verblüffende Kraft aus der Tatsache zieht, dass es Dinge schildern kann, die man für unmöglich gehalten hätte, machte der prunkvoll besetzte Lese-Auftakt innerhalb des Eröffnungsabends klar.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Dass die untergetauchte Familie Senger mitten in Frankfurt am Main überlebt hat ist ein Wunder. Und dass es dieses Buch von 1978 jetzt wieder gibt, ist ein Segen.«
Brigitte
»Ein ganz besonderes Buch.«
Frankfurter Rundschau
»Valentin Sengers KAISERHOFSTRASSE 12, das von zahllosen Wundern erzählt, ist auf gutem Weg, ein neues in der Stadt wahr zu machen. (...) Ein Gewinn für Frankfurt - und für die Frankfurter.«
Frankfurter Rundschau
»tief berührend und zugleich faszinierend«
dpa
»Sengers Werk animiert eine ganze Stadt, sich mit Zeitgeschichte und Zivilcourage zu beschäftigen.«
Frankfurter Rundschau
»Dieses Buch lebt von der Unmittelbarkeit des Geschilderten. Angemessene Trauer und der nötige Humor, um den Mut nicht zu verlieren, wechseln einander ab.«
Deutschlandradio Kultur
»Valentin Sengers hochpoetischen Erinnerungen sind nicht nur in einem angesichts des Themas ungewöhnlich entspannten, zuweilen humorvollen, zugleich ungläubigen und auch den Leser staunen machenden Tonfall vorgetragen, sondern vollbringen auch das kleine Wunder, die dunklen Zeiten für uns solcherart zu erhellen und mit Leben zu füllen, dass wir nicht nur die ständige Angst vor dem Entdecktwerden und der drohenden Deportation, sondern auch die darunter verschüttete Lebenslust, die stille Freude an wenigen Momenten des Glücks im Geheimen und die Hoffnung auf Erlösung der Familie Senger ermessen können. Valentin Sengers Buch ist voller magischer, unmittelbar berührender Momente.«
Jüdische Zeitung
»Dieser Autor ist mit einer unerschöpflichen Gabe der Erinnerung ausgestattet.«
Frankfurter Neue Presse
»Obwohl man den guten Ausgang der Geschichte kennt: Sie bleibt spannend wie ein Krimi mit jeder haarsträubenden Situation, in die Valentin Senger gerät. Und: Immer wieder hält Senger der Grausamkeit des Naziregimes Witz und Humor entgegen. So wird KAISERHOFSTRASSE 12 zu einem wunderbaren und berührenden Buch.«
Märkische Allgemeine
Pressestimmen aus den Jahren 1978/1979:
»Wenn es in den zwölf Jahren Hitler-Zeit Wunder gegeben hat, so gehört das unbehelligte Überleben einer russisch-jüdischen Familie mit kommunistischen Kontakten mitten in Frankfurt am Main gewiss zu den größten.«
Neue Zürcher Zeitung
»Die unwahrscheinlichste von allen unwahrscheinlichen Geschichten ist aufgetaucht. Einer, der sie selbst mitgemacht, miterduldet hat, erzählt sie so genau und so nüchtern, dass an ihrer Wahrheit nicht zu zweifeln ist. (…) Abgesehen von der Schilderung der unglaublichen Anhäufung unglaublicher Zufälle, die zum Überleben der Familie führten, bleibt das Buch als ein Dokument der Zeit ein Unikum: Ein Jude in Hitlers Volksschule, ein Jude in Hitlers Rüstungsbetrieb, ein Jude in Hitlers Armee, kurz ein Jude in Hitlers Alltag: Was denkt er? Was hindert ihn daran, an bestimmte Dinge nicht zu denken? Wie wird er mit der Kristallnacht fertig, deren Augenzeuge er wird? Der Sohn, der Autor, geht den Antworten darauf nicht aus dem Wege.«
Ernst Johann, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Es ist voller Lokalkolorit, voller Atmosphäre, voller Humor und Ironie und zugleich voller Angst, und es enthält fast alle Charakterschattierungen der Deutschen in heroisch-krimineller Zeit. Eigentlich ist es spannungslos, da man ja den glücklichen Ausgang kennt, und doch liest man es wie einen spannenden Kriminalroman.«
Rudolf Krämer-Badoni, Die Welt
»Ein authentisches Stück Zeitgeschichte, das sehr klar, sehr anschaulich und auch mit augenzwinkerndem Humor viel mehr erzählt vom Alltag im Dritten Reich als ein Stapel Geschichtsbücher.«
ZEIT MAGAZIN
»Sengers KAISERHOFSTRASSE 12 ist nicht nur eine spannungsgeladene Geschichte seiner Familie, sondern eine Chronik des Lebens im nazistischen Frankfurt, so wie es einer erlebte, der eigentlich nicht hätte leben dürfen. Er erzählt sie mit all der Trauer, die ihr angemessen ist, und mit dem Humor, dessen man bedurfte, um Ängste und Verzweiflung zu überwinden und den zum Überleben nötigen Mut nicht zu verlieren. Sein Bericht ist ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Frankfurt.«
Frankfurter Jüdische Nachrichten
»Ein anrührendes Zeugnis aus schlimmen Zeiten.«
Brigitte
»Ein Dokument der Menschlichkeit, wie es aus dieser Zeit nicht viele gibt. Zugleich aber auch, trotz der humorvoll-ironischen Schilderung eine Anklage. Die Geschichte einer wunderbaren Rettung – aber was waren das für Zeiten, in denen das Überleben einiger Menschen ein Wunder war und der millionenfache Mord die Regel?«
Badische Neueste Nachrichten
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