 lieferbar |  | Miljenko Jergović – Freelander Roman Aus dem Kroatischen von Brigitte Döbert
232 Seiten. Gebunden. € 19,90 €[A] 20,50 SFR 34,50 ISBN: 978-3-89561-393-7
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FREELANDER nimmt den Leser - wie schon der Roman BUICK RIVERA - mit auf eine rasante Fahrt. Der pensionierte Gymnasiallehrer für Geschichte Karlo Adum erhält ein Telegramm, das ihn zu einer Testamentseröffnung in seine Geburtsstadt Sarajevo zitiert. Widerwillig und eigens mit einer Pistole bewaffnet, verlässt er Zagreb und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise.
Je näher er in seinem treuen alten Volvo dem Ziel seiner Reise kommt, desto mehr Erinnerungen steigen in ihm auf: an seine hübsche, grausame »Mama Cica«, die gern mit deutschen und italienischen Offizieren flirtete; an den verrückt gewordenen Vater; an die von der Ustascha erhängten Kommunisten vor der Kathedrale; an die Fahrt zum Meer in einem Bus mit geistig behinderten Kindern und an seine eigenen Verfehlungen in einer Welt voller nationaler Animositäten.
Miljenko Jergović zeigt sich erneut als Sprachkünstler von fulminanter Erzählfreude. Inspiriert von der Landschaft, durch die die Reise geht, sinniert er mal melancholisch, mal urkomisch über die menschliche Dummheit und den Sinn des Lebens. Rezensionen
»Jergovic versteht es, kunstvoll und detailverliebt zu erzählen. Sein Protagonist erscheint in seiner Altersparanoia erfrischend verrückt, und selbst der alte Volvo könnte kaum mehr Charakter haben.«
Der Spiegel
»So phantasievoll, komisch und nicht zuletzt spannend Miljenko Jergović
erzählt, möchte man das Buch nicht aus der Hand legen.«
Stefanie Peter, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Das ist großartige Literatur.«
Ulrich Noethen, ZDF Die Vorleser
»Zu groß ist die literarische Wucht, Phantasie und Schreib-Lust dieses Autors, als dass er nicht auch weltweit die Leser mit allen Sinnen erreichen würde: Miljenko Jergović, ein europäischer Schriftsteller von Weltrang.«
Frauke Meyer-Gosau, Literaturen
»Er gilt als einer der größten osteuropäischen Schriftsteller. (...) In Miljenko Jergović hat der Gedächtnisraum Jugoslawien einen klugen, differenzierten und anrührenden Chronisten und Archivar gefunden, der alles in die Waagschale wirft für den Glauben an so etwas wie die Möglichkeit einer besseren, friedlicheren Welt für uns alle.«
3sat Kulturzeit
»Mit dem Geschichtenband SARAJEVO MALBORO sowie den Romanen MAMA LEONE, BUICK RIVERA, und DAS WALNUSSHAUS gilt Jergović heute als einer der potentesten Autoren aus dem Ex-Raum Jugoslawiens. Nicht nur ist er mit grandioser erzählerischer Phantasie und tragischer Menschenkenntnis begabt, er schreckt auch nicht davor zurück, tief in den trüben Gewässern zu fischen, welche die jüngere Geschichte des Balkans bietet. (...) FREELANDER ist voll atemberaubender erzählerischer Momente, (...) gnadenlos wird hier eine archaische Kultur ad absurdum geführt, die sich im Lachen des Totenkopfes sonnt. Solange dieses »Zeichen der Auserwähltheit und Aufopferung« auf dem Balkan nicht verschwindet, werden virtuose Ketzereien wie dieser Roman nötig bleiben.«
Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung
»Ich bin gefangen in diesem großartigen Roman. (...) Es ist die tiefe Menschlichkeit des Autors, die selbst in Momenten des Grauens noch über dem Text und selbst über den Figuren steht.«
Clemens Meyer, Welt am Sonntag
»Miljenko Jergovićs Roman FREELANDER ist eine spannende Irrfahrt durch die Geschichte des Balkans.«
Stern
»Die Kunst des assoziativ-weiträumigen und immer dichteren Einkreisens beherrscht Miljenko Jergović wie kaum ein anderer Autor. Der 1966 in Sarajewo geborene Schriftsteller pflegt ein schmuckloses und hellsichtiges Erzählen, das seinen Doppel- und Hintersinn immer schon mit sich führt. (...) Lakonisch und gewohnt brillant beklagt Miljenko Jergović den Verlust dieser Wurzellosigkeit in einem leisen, lakonischen Road-Movie-Roman, der von einer raren Kraft und Anspannung lebt, die den Leser nicht loslassen.«
Bayern 2 Diwan
»Miljenko Jergović ist ein begnadeter Erzähler, der aus dem Vollen schöpfen kann. Dort, wo mediokre Schriftsteller leere Kilometer machen und ihre Leser mit bleiernen Beschreibungen und drögem Detailreichtum quälen, setz er seine Settings aus Ausstattungsstücken zusammen, die kaum je belanglos oder langweilig sind.«
Klaus Nüchtern, Falter
»Die Fronten, die Jergović aufzeigt, sind komplex: Des Lehrers Auto ist westlich, seine Gesinnung undefinierbar. So tankt sich FREELANDER durch eine Welt, in der Haltungslosigkeit nicht gefällt. Umso mehr gefällt Jergović, der durch alle Versuchungen kurvt - und doch aller Ideologie widersteht. Dieser Mut zur Lücke ist löblich. Und erzählen kann der Mann auch.«
Die Welt
» Jergović ist ein begnadeter Erzähler und es gelint ihm mühelos, die Familien- mit der Weltgeschichte zu verknüpfen.«
Deutschlandradio Kultur
»FREELANDER ist eigentlich ein düsteres Buch über Krieg und gebrochene Lebensläufe, aber Miljenko Jergović erzählt so kraftvoll, poetisch und mit einem feinen, milden Witz, dass selbst die finsteren Episoden magisch leuchten.«
WDR 5
»In seinem Roman FREELANDER stellt Jergović epische und stilistische Reife unter Beweis, die ihn befähigen, ein Chronist seiner Zeit zu sein.«
Catalin Dorian Florescu, Die Presse Spectrum
»Als Leser von Jergović' FREELANDER steht man wie der Hund vor dem Supermarkt. Immer wieder freut man sich über die brillant bösen Schilderungen der landesüblichen Spezialitäten, die der Autor einem wie einen Hundeknochen hinwirft. Und gleichzeitig lässt er uns mit der Angst zurück, dass hinter einem schrulligen CD-Verkäufer ein echter Schlachter stecken und der hingeworfene Hundeknochen vergiftet sein könnte.«
taz
»Im Roman FREELANDER platziert er seine Botschaft ein weiteres Mal zwischen den Zeilen, und sie ist eindeutig: Krieg ist Irrsinn, er nimmt den Menschen alles. Miljenko Jergović ist einer jener Autoren, die brillant und berührend gegen das vergessen dieser Tatsache anschreiben.«
ORF fm4
»Ein sprachlich garndioses Roadmove von existentieller Trauer.«
DRS 2
»Das Buch ist ein faszinierendes Beispiel für den souveränen, intelligenten Umgang eines Autors mit den Verstrickungen des eigenen Volkes. Geprägt von ironisch gebrochener Hassliebe, führt uns der Dichter durch das Dilemma des Balkans. Wir hören sein grimmiges Lachen. Wird die gut geölte, vierzig Jahre alte Pistole noch gebraucht? Man wird sehen. Dem Auto fehlen am Ende die Räder, und dem Helden werden die Knie weich. Manchen Lesern sicher auch: ein umwerfendes Buch.«
Sächsische Zeitung
»Jergović ist ein großartiger Erzähler. Einer, der vor drastischen Bildern nicht zurückschreckt, sondern sie breit ausmalt.«
Hannoversche Allgemeine Zeitung
»Ein von der ersten bis zur letzten Seite spannendes und genial konstruiertes Roadmovie.«
RBB Inforadio
»Miljenko Jergović beherrscht die Kunst, das Leben in all seiner Widersprüchlichkeit aufzuzeigen.«
Schaffhauser Nachrichten
»Ein erstaunliches, bewegendes, ebenso liebevolles wie krasses Buch über sein Land (...) hat Miljenko Jergovic geschrieben, das neugierig macht auf die Bücher, die noch zu erwarten sind.«
Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung Außerdem erschienen von Miljenko Jergović
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