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Mirko Bonné: Ausflug mit dem Zerberus

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Mirko Bonné: Ausflug mit dem Zerberus

Mirko Bonné – Ausflug mit dem Zerberus



288 Seiten. Gebunden.
€ 19,90   €[A] 20,50   SFR 34,50
ISBN: 978-3-89561-404-0

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» Autorenporträt Mirko Bonné
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»Ich stellte mir vor, ich wäre der Hundesitter der Unterwelt, und Persephone hätte mich rufen lassen, damit ich den Zerberus spazieren führe. Wie sieht der dreiköpfige Wachhund des Hades aus? Wohin mit ihm Gassi gehen?« Mirko Bonné wählt die ganze Welt für seinen Spaziergang mit dem Höllenhund. Die Reise führt nach Südamerika und in die Antarktis, nach New York und Amsterdam, an die Orte seiner Kindheit und Familie, auf den Mond und zurück.
Den drei Augenpaaren des Zerberus entgeht nichts: Detaillierte, poetische Reisebetrachtungen wechseln in diesen klugen und zugleich unterhaltsamen Beobachtungen ab mit Exkursionen in die Kunstgeschichte, Erinnerungen an Strandurlaube und Clubkonzerte mit Überlegungen zu Leben und Literatur. Unterwegs auf den Spuren von Trakl, Sebald, Camus und Whitman erzählt der Autor auch von der Entstehung seiner eigenen lyrischen Werke und Romane so geistreich wie leichthändig, so kritisch wie weltoffen.


Rezensionen

»Weil Bonné selbst ein Dichter ist, werden ihm die Ortsbegehungen wiederum zum Born eigener Lyrik. Dazu gesellen sich Reiseeindrücke, und es entsteht eine Mischgattung aus Reportage, lyrischem Ton und Erzählung, die ihresgleichen sucht. (...) Wie lohnend es sein kann, hinter der Dichtung die sie hervorbringenden Menschen zu suchen, zeigen Bonnés assoziative Annäherungen immer wieder. Oft gelingen ihm dabei glänzende Beobachtungen und Aperçus. Die Geschichten der Rezeption, die Bonné hier erzählt sind untrennbar verbunden mit der Geschichte seiner eigenen Produktivität. Aus Leseerfahrung wird Lebenserfahrung, aus dichterischem Pilgertum neues Gedicht.«
Jan Wiele, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Aus der äußeren wie inneren Bewegung, aus der Entwicklung heraus geschrieben, gelingt in diesen Texten eine Synthese von Handlung und Reflexion, deren literarische Eleganz ihresgleichen sucht.«
Ulrich Baron, Spiegel Online

»Mirko Bonné hat eine ganz bestimmte Poetologie im Kopf, eine Möglichkeit, das Wirkliche und seine fiktive Ausgestaltung nicht als Gegensatz wahrzunehmen, sondern als poetische Einheit. (...) Unaufdringlich, gleichsam organisch gehen die einzelnen Motive in diesem Text ineinander über und ergeben einen geheimnisvollen Assoziationsteppich. (...) Es bedarf einer spezifischen, zeitgenössischen Artistik, solch flüchtige und doch zentrale Erfahrungen kunstvoll in der Schwebe zu halten. Bonnés Buch ist angenehm zeitlos und immer gegenwärtig.«
Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung

»Die Durchlässigkeit für alles Geschriebene, für Gedachtes und Ausgedachtes, ist es wohl, was die Empfindungspalette des Mirko Bonné so reich gemischt erscheinen lässt. (...) Eine Hand - sie streckt sich mit jedem von Mirko Bonnés Büchern auch seinen Lesern entgegen. Und die sind gut beraten, diese Hand nicht auszuschlagen.«
Tilman Krause, Die Welt/Literarische Welt

»Mirko Bonné überprüft, wie sich die ›imaginäre Amerikanisierung‹ seiner Vorstellungswelt in der Realität bewährt: Viel Realitätsfutter für die Sinnesorgane des Zerberus. Und Material für die Geistesgegenwärtigkeit dieses Erzählers, der ebenso genau beobachtet wie er das Material dann elegant zu Papier bringt. Immer im Vertrauen auf die orphische Kraft der Sprache, in der sich das Rettende ausbuchstabieren und erzählend Sinn stiften lässt - selbst wenn in einem unheimlich anmutenden Prosastück der Tod gleich mehrfach in das Leben des Erzählers eindringt. Da gewinnt die Metapher des Zerberus eine beklemmende Wirklichkeit.
Wer Bonné noch nicht kennt, findet hier eine vortreffliche Einführung in sein Werk, seine Themen und Schreibweisen. Wer schon mit ihm bekannt ist und auf den nächsten Roman wartet, bekommt von diesen Prosastücken Appetit auf mehr.«
Holger Schlodder, Darmstädter Echo

»Zitat und Reisebeschreibung, intertextueller Verweis und persönliche Erinnerung gehen in diesem Buch wie selbstverständlich ineinander über, sie bilden poetische Schleifen und Fährten, denen man gerne folgt.«
WDR

»Die Verweise auf die Kollegen kommen leichtfüßig und ohne bildungsbürgerliches Imponiergehabe daher.«
Friederike Gräff, taz


Außerdem erschienen von Mirko Bonné


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