 Buch des Monats Juni der Darmstädter Jury |  | Nadja Küchenmeister – Alle Lichter Gedichte
104 Seiten. Gebunden. € 16,90 €[A] 17,40 SFR 24,50 ISBN: 978-3-89561-225-1
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»Schön ist Nadja Küchenmeisters Sprache und wie ganz neu. Sie verschmelzt die Gefühle und die Gegenstände zu einer großen, sanften Melodie« - so öffnete Ulrich Greiner in der »Frankfurter Anthologie« weit die Tür in die literarische Zukunft von Nadja Küchenmeister, die nun mit »Alle Lichter« ihren ersten wohlkomponierten Gedichtband vorlegt.
ALLE LICHTER zeigt die Kunst von Nadja Küchenmeister, die wunderbare Landschaftlichkeit ihrer Lyrik, eine stets aufs Genaueste austarierte Grenze zwischen Poesie und Erzählen. Entstanden ist ein Buch sehr moderner Gedichte, die niemals ihr Herkommen aus der großen Tradition lyrischen Sprechens und Schreibens verleugnen, ein Buch ganz von heute, das auf das Kommende weist. Rezensionen
»Nadja Küchenmeister tritt in ihrem ersten Gedichtband als eine einzigartige lyrische Stimme auf, die sanft und gelassen klingt, obwohl sie mitten aus dem Fegefeuer zwischen Liebe und Tod zu kommen scheint. Seit Ingeborg Bachmann hat niemand mehr ein Du, sich selbst oder den Leser so intensiv fragend angeredet. Sanft tönen die Sprachmelodien der 1981 in Berlin geborenen Schriftstellerin. Die ewigen Themen Willkommen und Abschied, Vergänglichkeit und Einsamkeit laufen als Signaturen, Echos und Spiegelungen zwischen den Zeilen mit. Sie grundieren auch die Verse, in denen von häuslichen Szenen, einem Gewitter oder Aufenthalten in Berlin, Potsdam oder Edenkoben die Red ist. Wind, Luft, Schatten und Licht strömen anders als in der Moderne durch Nadja Küchenmeisters poetische Räume.«
Dorothea von Törne, Die Welt/Literarische Welt
»Ihre eigene lyrische Sprache, die kunstvolle Komposition von Motiven und Klängen, mit hohen Erwartungen an Vers und Strophe, ist wie eine Beschwörung verlorener oder doch gefährdeter poetischer Ausdrucksformen und damit auch eines geistigen Lebensraums. ... Wie jedes der Gedichte ist ALLE LICHTER sehr kunstvoll aufgebaut.«
Hans-Herbert Räkel, Süddeutsche Zeitung
»Was einmal war, ist nur noch in der Sprache gegenwärtig, in einem lyrischen Erzählen, das seine Dringlichkeit mit jedem Vers beweist. (...) Berührend sind die Liebesgedichte, und auch sie sind geprägt von mäandernden, schwingenden Suchbewegungen. Bisweilen werden sie einer strengen Form unterworfen, die sie mit geschickten Berechnungen unterlaufen.«
Martin Zingg, Neue Zürcher Zeitung
»Immer wieder ist es ein beglückendes Erlebnis, wenn in der Gegenwartslyrik ein neuer Ton, ein eigener Atem und Klang zu vernehmen ist. Bei Nadja Küchenmeister ist das der Fall. (...) Ihre Gedichte lassen aufhorchen. Sie sind sanft und doch wagemutig, exakt und doch verträumt, und sie spielen souverän mit traditionellen Formen: Ungereimte dreizeilige Strophengedichte dominieren, der Umgang mit dem Enjambement ist so virtuos wie gewagt. Da ist kein steiles Pathos, kein falscher Ton. Naturbilder berücken durch herbe Schönheit. Das sind stille Gebilde, gewiss. Aber da ist eine authentische Stimme, auf die zu achten sein wird.«
Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag
»Erstaunlich mit welch liebevoller Feinmalerei die Autorin vorgeht. Erstaunlicher noch, wie sie sich selbst von dieser Fin-de-siècle-Stimmung angezogen fühlt. Sie kultiviert ein leicht anämisches Ich. Man möchte an den jungen Rilke denken bei Zeilen wie: »Die blässe deiner haut kennt keine grenzen« oder »Wenn man nur ganz am leben wäre für sekunden«. (...) Es hat Charme, wenn Nadja Küchenmeister ALLE LICHTER ansteckt.«
Harald Hartung, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Küchenmeisters Gedichte beschwören Landschaften voll klingender Wörter herauf, in denen der leere Zwinger eines Hundes oder die Hollywoodschaukel ganze Zeiten einzusammeln vermögen.«
Freies Wort
»Küchenmeister versteht es, sich an den Schmerzrändern zwischen Erinnerung und Jetzt einzunisten. (...) Hier wird viel mitgeteilt, doch nicht geplaudert. (...) Der Leser hat seine eigene Gangart zu finden. Und er findet sie auch, da hier nichts kunstvoll verrätselt wird. Denn Küchenmeister ist an lyrischen Gebilden interessiert, die angenehm klar die verschlungenen Wege des Erinnerns beschreiben.«
Carola Wiemers, DeutschlandRadio Kultur
»Selten gelingt mit einem Debüt ein großer Wurf, der sich ins Gedächtnis der Leser einschreibt. ALLE LICHTER hat das Zeug dazu. Die ewigen Themen Leben und Sterben, Willkommen und Abschied, Vergänglichkeit und Einsamkeit laufen als Echos und Spiegelungen zwischen den Worten und Zeilen.«
Märkische Allgemeine
»Sie ist eine, die geradezu mit sanfter Entschlossenheit die Frage bejaht, ob denn Lyrik noch bestehen kann im Mediengetöse von heute. (...) Sie findet zu einer Sprache, die mit Empfindungen, mit genau, wie fotografisch beobachteten Details einen poetischen Raum schafft.«
Frankfurter Rundschau
»Auch wenn uns viele Bilder ihres Debüts ALLE LICHTER eher beiläufig und sanft, wie »ein leise trippeln auf linoleum« erreichen - bei ihr finden wir die vielleicht berührendsten Liebesgedichte der Saison.«
Buchjournal
»Man kann es immer wieder lesen, wie man auch Alben immer und immer wieder hört - denn bei ALLE LICHTER bleibt es auch beim zweiten, dritten, vierten Mal überraschend. Großartiges Debüt.«
WDR
»Eine Chronophobikerin, die die je verhuschende Zeit qua Sprache fixiert.«
Jan Küveler, Welt Kompakt
»Mühelos leichte, sanft schöne Verse über die Liebe, über Azaleen oder die Ringe des Saturn - Nadja Küchenmeisters Gedichtband ist ein weithin leuchtendes Debüt.«
Matthias Ehlers, WDR 5
»Ein Band voller traumleichter, realitätsschwerer Gedichte, ein glänzendes Debüt.«
Neue Westfälische
»Nadja Küchenmeisters Verse setzen sich gleich im Ohr des Lesers fest.«
Nico Bleutge, Das Gedicht
»ALLE LICHTER, so heißt das Buch, und der Titel ist mit Bedacht gewählt, betont er doch die Leuchtkraft der Gedichte. Nichts wiegt zu schwer oder zu leicht, das lyrische Sprechen ist zwischen Narration und Poesie austariert, so dass sich die Melodien wie ein unterschwelliger Ton nach vorn schieben. Das wirkt beruhigend und verstörend zugleich.«
Kreuzer
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