Franziska Gerstenberg: Solche GeschenkeFranziska Gerstenberg: Solche Geschenke

Franziska Gerstenberg – Solche Geschenke


Erzählungen

248 Seiten. Gebunden.
€ 18,90   €[A] 19,50   SFR 27,50
ISBN: 978-3-89561-341-8

Was tun, wenn es von der Geburtstagsfeier des Großvaters zur eigenen Familienplanung nur ein kleiner Schritt ist? Wenn ein ehemaliger Schulkamerad nachts am See auf abwegige Ideen kommt?
In ihrem zweiten Buch erzählt Franziska Gerstenberg von Menschen, denen ihre Probleme tief unter die Haut gefahren sind. Häufig richtet sich der Blick direkt auf den Körper: An ihm ist abzulesen, was den Figuren gerade erst bewußt wird.
Eine junge Frau schiebt die panische Angst vor sich her, erbrechen zu müssen, und lebt schließlich in einem sterilen Schneckenhaus. Eine andere verliert ihre Haare und fürchtet, sich auch als Frau zu verlieren. Aber sie bekommt eine Chance. Indem sie den Verlust jeden Abend penibel zählt, wird ihre Scham erzählbar.
Franziska Gerstenbergs Blicke auf den Alltag junger Menschen sind intim, manchmal indiskret. Dabei erzählt sie ihre Geschichten mit einer skandalösen Unaufgeregtheit, bringt Oberflächen und kleine Gesten zum Sprechen. Und niemals gibt sie ihre Figuren preis – im Gegenteil: Sie rettet ihre Würde vor dem Urteil des Lesers, der weiß, daß er selbst gemeint ist.


Rezensionen

»Franziska Gerstenberg hat in ihrem zweiten Geschichtenband einen ganz eigenen Ton gefunden, Geschichten aus alltäglichen Beiläufigkeiten und subtilen Leitmotiven, in denen plötzlich sichtbar wird, an welchen seidenen Fäden oder starken Tauen das Leben hängt.«
Richard Kämmerlings, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Kalt lassen einen diese Erzählungen nicht. Im Gegenteil erschüttern sie in ihrer Sachlichkeit im Umgang mit emotionalen Themen. Und sie lassen Raum für eigene Gedanken.«
Andrea Lüthi, Neue Zürcher Zeitung

»Franziska Gerstenberg schreibt meisterliche Erzählungen, in denen vom gesamten Tonfall bis in die Interpunktion alles klug ausbalanciert ist und trotzdem ein unmittelbar wirkender Sog entsteht. Ihre neuen Erzählungen halten immer das Niveau der früheren Sammlung, in ihren intensiven Momenten der Verletzung und des Schmerzes, der Entblößung und der Scham, der Intimität und Intensität also, gehen sie sogar einen Schritt darüber hinaus.«
Hubert Winkels, Deutschlandfunk

»Franziska Gerstenberg dampft souverän große Themen auf Kleinformat zusammen. Ihre Geschichten handeln von der Auflösung alter Strukturen und dem Übertreten in neue Verhältnisse. Man staunt über die Menschenkenntnis, die sich darin spiegelt.«
Anja Hirsch, Frankfurter Rundschau

»Franziska Gerstenberg versteht es, dezent und einfühlsam die Psychologie ihrer Figuren auszuloten, ihre Einsamkeiten, Desillusionen und Enttäuschungen ebenso unaufdringlich wie eindringlich zu beschreiben. Sie beherrscht die Form der Kurzgeschichte perfekt.«
Jochen Rack, SWR

»Franziska Gerstenberg kann rührend sein und deprimierend, ekelhaft genau und komisch. Es mag sein, daß ihre Texte nicht für die heutige Jugend schlechthin repräsentativ sind, sondern für ein bestimmtest Milieu. Dieses porträtiert sie überzeugend und mit der leichten Hand einer Altmeisterin.«
Daniela Strigl, ORF

»Franziska Gerstenbergs Erzählungen skizzieren verstörende Suchbewegungen. Die gebürtige Dresdnerin, die Alice Munro als ihr Vorbild bezeichnet, knüpft mit den 14 Erzählungen ihres neuen Bandes nahtlos an ihren hochgelobten Erstling WIE VIEL VÖGEL an.«
Peter Mohr, General-Anzeiger

»Franziska Gerstenberg gelingt es , Orte und Personen so bildhaft darzustellen, dass wir glauben, sie aus nächtser Nähe zu betrachten. Sie lässt uns beobachten und zuhören, ohne dss wir uns als ungebetene Gäste fühlen. Manchmal erhaschen wir einen schlichten, weisen Gedanken, mit dem wir uns für immer anfreunden mögen.«
Jens-Uwe Sommerschuh, Sächsische Zeitung

»Nach ihrem erfolgreichen Debüt mit Erzählungen unter dem Titel WIE VIEl VÖGEL beweist sich Franziska Gerstenberg ein weiteres Mal als junge Geschichtenerzählerin.«
20 Cent

»Das Herausragende dieser ungemein schlicht formulierten Prosa liegt in der sezierenden Beschreibung von zutiefst menschlichen Empfindungen: Einsamkeit, Sehnsüchte, Neurosen und erotische Begegnungen.«
Johanna Schwanberg, Die Presse

»Stilistisch elegant und inhaltlich spannend.«
Saarbücker Zeitung

»Franziska Gerstenberg erzählt mit großer Eindringlichkeit.«
Berner Zeitung

»Franziska Gerstenberg hat ein Gespür für komische Situationen und die Gabe, sie mit wenigen Worten einzufangen. Mit der gleichen sprachlichen Eleganz führt sie ihre Figuren dann geradewegs in die Gefahrenzone. Die Erzählenden registrieren feinfühlig die Symptome anstehender Katastrophen, ohne zu bemerken, wie sie selbst gerade Teil davon werden. Das vielleicht ist so irritierend an ihnen. Und das macht diese Texte so anziehend.«
Anja Hirsch, Stuttgarter Zeitung

»Es ist immer wieder das Mißverhältnis zwischen der Verzweiflung des Einzelnen und dem so gleichmütig weiterlaufenden Leben der Anderen, das Franziska Gerstenbergs Geschichten prägt: Kleine oder auch gar nicht mal so kleine Katastrophen im banalen Alltag, denen kaum jemand außer der Autorin Beachtung schenkt. Wünsche, Sehnsüchte hat die Autorin in Momentaufnahmen voller Poesie eingefangen: Sie zeigen, wie tief die Gefühle gehen, wo man langweilige, gesamtdeutsche Tristesse vermutet. In SOLCHE GESCHENKE gibt Franziska Gerstenberg einem bestimmten Lebensgefühl eine Stimme, die man so leicht nicht wieder vergißt.«
Jutta Rinas, Hannoversche Allgemeine Zeitung

»Kein Fräulein, aber ein Wunder. Franziska Gerstenberg entwirft eindringliche Bilder von Menschen, die sich im Scheitern doch noch wie Sieger verhalten und deshalb zumindest nicht verlieren.«
jetzt.de


Außerdem erschienen von Franziska Gerstenberg

Spiel mit ihr
Wie viel Vögel



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