 |  | Martin Gülich – Später Schnee Roman
160 Seiten. Gebunden. € 17,90 €[A] 18,40 SFR 31,50 ISBN: 978-3-89561-304-3
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Annegret fällt wie ein Blitz vom Himmel: An Heiligabend ist sie plötzlich da, streckt ihm die Hand entgegen und wünscht ›Frohe Weihnachten‹. Bis zu dieser Begegnung ist sein Leben in ruhigen Bahnen verlaufen. Mit einem Erbe passabel ausgestattet, hat er sich in einem ereignislosen Alltag eingerichtet. Das ist mit einem Schlag vorbei: Annegret wirft alles durcheinander. Schon der Gedanke an ein Wiedersehen löst Halluzinationen in ihm aus: »Die ganze Stadt war voller Annegret-Imitationen.« Als es tatsächlich zu einer zweiten Begegnung kommt, verstrickt er sich in Lügengeschichten, die immer wieder um eine Stadt kreisen: Boston. Mehr und mehr wird die Idee einer gemeinsamen Reise dorthin zur Projektion all seiner Wünsche. Getrieben von der Sehnsucht, von Annegret geliebt zu werden, entgleitet ihm sein Leben Schritt für Schritt.
Martin Gülich ist ein Meister im Beschreiben obsessiver Sehnsüchte. Ohne seine Figuren zu denunzieren, entlarvt er deren unerreichbare Wünsche – unaufdringlich, aber umso wirkungsvoller, behutsam und packend zugleich. Rezensionen
»Gülich beherrscht einen feinen Humor, der ohne Hau-Ruck-Pointen zündet. Er ist ein präziser Stilist, der sich an knappe Sätze hält - er braucht sein Fabuliertalent nicht kokett auszuspielen, man merkt auch ohne große Geste, daß hier ein scharfer Blick auf eine launige Beredtheit stößt.«
Lars Grote, Die Märkische
»Glücksillusion und Unglücksrealität sind in Gülichs Roman nicht immer leicht zu unterscheiden. Mit SPÄTER SCHNEE hat der Freiburger Autor, der zuletzt 2005 mit DIE UMARMUNG reüssierte, eine weitere beachtliche Probe seines Talents vorgelegt - voll mit tragikomischen Szenen und skurrilen Figuren, ebenso lakonisch wie vergnüglich und wunderbar leicht zu lesen.«
Oliver Pfohlmann, Frankfurter Rundschau
»Martin Gülich hat einen der schönsten ersten Sätze geschrieben, die mir in letzter Zeit untergekommen sind. Es ist eine grausame Lust, die er im Leser entfacht. Ziemlich große Kunst, so lakonisch und präzise und ökonomisch, wie Martin Gülich das erzählt.«
Dieter Heß, BR
»Man liest sich durch diesen Roman wie auf Flügeln getragen und dieses Gefühl anrührender Leichtigkeit wird dazu noch von einer geschliffenen Sprache befördert, die die erzählten Abnormitäten gottlob nicht unnütz aufmotzt, sondern eher herunterspielt, so als handelte es sich bei all diesen Irrungen und Wirrungen um den normalsten, banalsten aller vorstellbaren Lebensläufe.«
Michel Raus, Lëtzebuerger Journal
»Martin Gülich bekommt es tatsächlich hin, daß seine Geschichte vom Eigenbrötler, dem eine hinreißende und sehr rätselhafte Frau auf einer Weihnachtsfeier die vermeintlich rettende Hand zu einem neuen Leben reicht, herrlich zum Schweben kommt.«
Die Welt
»Wunderbar schwebend, durchlässig und heiter. SPÄTER SCHNEE ist ein geistreiches Lesevergnügen, Gülichs witzigster, bislang gelungenster Roman.«
Gabriele Michel, Literaturen
»SPÄTER SCHNEE ist eine Perle abwegiger Situationen, Beobachtungen und innerer Monologe. Eine federleichte Tragikomödie voll absurden Witzes, die einfach Spaß macht.«
literature.de
»Martin Gülich, mit DER UMARMUNG auch international erfolgreich, schildert realistisch und mit verstecktem Humor ein Männerschicksal.«
Südwest Presse
»Gülich erzählt lakonisch und mitreißend komisch eine große Sehnsuchtsgeschichte.«
Stuttgarter Zeitung Außerdem erschienen von Martin Gülich
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