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Arne Roß: Pauls FallArne Roß: Pauls Fall

Arne Roß – Pauls Fall



192 Seiten. Gebunden.
€ 18,90   €[A] 19,50   SFR 27,50
ISBN: 978-3-89561-211-4

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» Autorenporträt Arne Roß
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Unruhig sitzt der alte Mann in der Küche seines Hauses, er scheint auf etwas zu warten, fast erdrückend ist die Spannung, die sich um ihn herum aufbaut. Seine Unruhe hält an, als er aufbricht, um »noch ein paar Dinge zu erledigen.« Er geht durch sein Dorf, macht Besuche, durchwandert die umliegende Landschaft, an einem warmen, windigen Oktobertag. Es ist die Zeit der Herbstmanöver. Eine unbestimmte Furcht zieht sich durch Pauls Wahrnehmungen, und mehrmals nimmt er Haltung an, so »als müsse er sich vor jemandem zeigen.« Warum schreckt er immer wieder auf?
Paul ist ein schweigsamer Mann: Mit G., seiner Frau, und den Nachbarn Dr. Frost und Professor Schneider wechselt er nur wenige Worte. Welches Verhältnis hat er zu Ingeborg, der alten Freundin, die er bei Einbruch der Dunkelheit aufsucht?
Was denkt Paul? Auch der Erzähler scheint darüber zu schweigen. Am Ende dieses außergewöhnlichen Tages wird Paul zur Rede gestellt.

Arne Roß gelingt mit PAULS FALL Außerordentliches: Er verbindet große anatomische Sachlichkeit mit tiefer Menschlichkeit. Mit einer präzisen wie zarten Sprache führt er uns in Pauls Lebenswelt und bewahrt gleichzeitig respektvoll Distanz.


Rezensionen

»Arne Roß geht mit seinem Helden behutsam und liebevoll um. Erst vom Ende wird erkennbar, wie der Roman in allen Farben leuchtet.«
Martin Ebel, Die Literarische Welt

»Die konsequent durchgehaltene Ambivalenz und die Dezenz, in der PAULS FALL Fragen aufwirft, die an die Existenz gehen, machen diesen schmalen, stillen Roman zum Erlebnis.«
Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau

»PAULS FALL ist ein grandioser Einspruch gegen jegliche Bewusstseins-Versessenheit, ein nachhaltig beeindruckendes Plädoyer für eine erneute Entdeckung nicht nur der Langsamkeit in der Literatur, sondern auch der Poesie der äußeren Erscheinungen. Das Warten auf diesen ungewöhnlichen Ton lohnte sich.«
Katrin Schuster, Berliner Zeitung

»Ein Monolith in der Literaturlandschaft. Selten hat sich ein Autor so konsequent gegen das Mitschwimmen im Strom des Zeitgeistes entschieden, noch seltener ist daraus ein so eindrucksvolles sprachliches Kunstwerk geworden.«
Andreas Müller, Darmstädter Echo

»Ein mutiger und äußerst kunstvoller Roman, der eine lange Tagesreise unternimmt. Lesenswert!«
Oliver Seppelfricke, Saarländischer Rundfunk

»Horror ohne Schrecken. Arne Roß beschreibt die unerträgliche Langsamkeit des Seins.«
Verena Krebs, Die Märkische

»PAULS FALL zeichnet sich durch eine hohe psychologische (und gerontologische) Doppelbödigkeit in all ihren Spielarten aus. Es ist das Werk eines ebenso großartigen wie dezenten Autors.«
Journal Frankfurt

»Meisterhaft versteht es Arne Roß, in der Langsamkeit und Ereignislosigkeit, dazu in einfacher, schlichter Sprache eine beinahe unerträgliche Spannung aufzubauen. Viel gibt es zu entdecken. Auch wenn der Protagonist ein alter Mann ist - PAULS FALL ist definitiv mehr als ein Roman über das Altern.«
Carolina Schutti, literaturkritik.de

»Dieser Text ist anrührend, aber nicht sentimental: Er ist zart durch Genauigkeit.«
Heinrich Detering


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