 |  | Dieter Meichsner – Die Studenten von Berlin Roman
496 Seiten. Gebunden. € 26,00 €[A] 26,80 SFR 36,50 ISBN: 978-3-89561-146-9
» Autorenporträt Dieter Meichsner » In den Warenkorb » Druckversion
»Die Wiederentdeckung dieses bedeutenden Werkes der Nachkriegsliteratur hat einer neuen Leser- und Studentengeneration einen grossen Dienst erwiesen.«
Neue Zürcher Zeitung
»Die Studenten von Berlin«, das ist der große Zeitroman über das Ende des Zweiten Weltkriegs und die ersten Jahre der Nachkriegszeit, der Roman über Entstehen und Entwicklung zweier deutscher Staaten, über Aufbruch und Restauration, über Visionen, Illusionen und Enttäuschungen. Ein Buch, das uns hilft zu verstehen, wie Nachkriegsdeutschland entstand und warum es sich so entwickelte.
Am Anfang steht das Portrait sechs junger Menschen, wie sie verschiedenartiger nicht sein könnten: von der verwöhnten Schülerin Monika über zwei unterschiedlich ambitionierte Widerstandskämpfer, einen Leutnant und einen vom Endsieg überzeugten Obergefreiten bis hin zur 17jährigen Jutta, die bei den Angriffen auf Dresden ihren Vater verliert. Eindringlich erzählt Dieter Meichsner von den letzten Kriegsmonaten: von den Bombennächten, von Gefangenschaft und Heimkehr, von der Eroberung Berlins durch die als Befreier begrüßten und bald gefürchteten Soldaten der Roten Armee, vom mühevollen Alltag mit seinen illegalen Geschäften.
Die einzelnen Lebensläufe verknüpfen sich, als die jungen Leute nach Kriegsende ihre Studien an der Berliner Humboldt-Universität aufnehmen. Angewidert von der zunehmend wachsenden Uniformierung des östlichen Lehrbetriebs wenden sie sich bald wieder ab und ziehen mit Kommilitonen und Professoren aus, um beim Aufbau der Freien Universität im westlichen Teil Berlins dabei zu sein.
Eine Generation, die das Leben ohne Restriktion und Unterdrückung selbst in die Hand nehmen will, gerät so mitten in die Ereignisse um die Spaltung zwischen Ost und West – mit allen ihren Intrigen, Spitzeleien und verlorenen Illusionen.
Dieter Meichsner hält alle Fäden der Handlung fest in der Hand: Überlegen und überlegt führt er Regie und fügt die einzelnen Schicksale zu einer außerordentlich spannenden, mitreißenden Geschichte zusammen. Rezensionen
»Es gilt, einen Roman wiederzuentdecken, der auch ein einzigartiges Zeitzeugnis des Lebens in der Frontstadt unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ist. Virtuos erweist sich Meichsner als Chronist von enormer Kenntnis und grossem Gespür für das Schicksal der sechs jungen Menschen, die im Mittelpunkt der Handlung stehen. Beeindruckend, mit welcher Souveränität der seinerzeit sehr junge Autor die verschiedenen Handlungsebenen miteinander verschränkt und dabei weit in die Tiefe der politischen Implikationen und Komplikationen lotet.«
Neue Zürcher Zeitung
»Wenn überhaupt ein Schlüsselroman, dann sind ›Die Studenten von Berlin‹ ein Schlüssel zum Verständnis der ersten Nachkriegsgeneration, die vor dem Studium noch Hitlers Uniform tragen musste.«
Die literarische Welt, Hannes Schwenger
»...ein für die Erinnerung an die deutsche Nachkriegsgeschichte sehr erhellender Roman.«
Die literarische Welt, Elmar Krekeler
»Haben sich die Hauptfiguren im Gedächtnis des Lesers verankert, so lassen sie ihn nicht mehr los. Ihre Biographien werden zu Fährten in die letzten Kriegsmonate und die ersten sechs Friedensjahre.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Walter Hinck
»Studenten von Berlin, lest dieses Buch.«
Der Tagesspiegel
»Stets gekonnt erzählt. Anspruchsvoll und unpathetisch. Und endlich wieder zu haben.«
Hörzu
»Als ein mit phantastischer Wahrheitsliebe geschriebenes Zeitdokument verdient das Buch in Deutschland und im Ausland stärkste Beachtung.«
Welt am Sonntag
»Was Dieter Meichsner mit seinem Buch gelingt, ist ganz außergewöhnlich: Er gibt uns, in einer teilweise beinahe kargen, reduzierten Sprache, ein Gefühl dafür, wie die erste Generation nach dem Krieg in Deutschland lebte, fühlte und handelte. DIE STUDENTEN VON BERLIN ist ein derart mitreißendes Zeitdokument, dass uns beim Lesen machmal die Spucke wegbleibt.«
Buchmarkt
»Dieter Meichsner hat damit Hochschulgeschichte, politische Geschichte und Literaturgeschichte geschrieben.«
Die Welt
»DIE STUDENTEN VON BERLIN ist einer der wenigen Großversuche an Neuer Sachlichkeit in der Nachkriegsliteratur. Meichsner wendet sich gegen jedes Pathos wie auch gegen poetische Erhöhung. Er fordert mit großer Selbstverständlichkeit den Vergleich mit dem frühen Erzähler Heinrich Böll heraus. Dieser Roman ist eine Passage durch unsere Trümmerjahre und unsere vergeblichen Träume - hochwillkommen in einer Zeit, die nach der Wiedervereinigung am liebsten alles, was gewesen ist, versiegeln möchte. Ein Geniestreich.«
Büchergilde: magazin, Wilfried F. Schoeller
 |