Ulrike Almut Sandig: Flamingos

Preis der Hotlist der unabhängigen Verlage 2010

Silberschweinpreis
der lit.COLOGNE 2010

Märkisches Stipendium für Literatur 2012

www.ulrike-almut-sandig.de

Ulrike Almut Sandig
Flamingos

Geschichten

176 Seiten. Leinen.
€ 17,90   €[A] 18,40   
ISBN: 978-3-89561-185-8

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»Flamingos sehen aus, als würden sie brennen, aber das ist nicht wahr.«

Begeisterte Reaktionen bei Lesern und Kritikern lösten die Gedichtbücher von Ulrike Almut Sandig aus, und so wird es auch mit ihren Geschichten sein, die nunmehr im Buch FLAMINGOS erscheinen.
Es ist nicht weniger als die Stimme einer neuen, ganz außergewöhnlichen Prosaautorin, die in der Welt der Lyrik bereits einen großen Namen besitzt und mit zahlreichen Preisen geehrt wurde, zuletzt 2009 mit dem Leonce-und-Lena-Preis. Ulrike Almut Sandigs Prosa ist neu, frisch, außergewöhnlich und außergewöhnlich gut. Mit bewundernswerter Sicherheit und Präzision setzt sie auf zweierlei: das Spiel mit der Erinnerung und die Gestaltungskraft der Phantasie, durchaus mit märchenhaften Zügen. Eine großartige neue Stimme, von der wir gewiss in den kommenden Jahren noch sehr viel zu erwarten haben: die Geburt einer Erzählerin.

»Flamingos stehen in Gruppen, aber jeder Einzelne ist allein. Sie halten Abstand. Sie sind wachsam. Wir finden sie hässlich. Wir finden sie schön. Sie sehen aus, als würden sie brennen, aber das ist nicht wahr. Sie sehen aus, als wären sie nicht kaputt zu machen, aber auch das ist nicht wahr. Sie erwecken den Anschein, als wären sie gar nicht da. Sie sind aber da. Sie stehen mitten unter uns, und sie sind schwer. Doch auf der Oberfläche der seichten Gewässer laufen sie uns davon. Und dann fliegen sie auf.«

Rezensionen

»Tatsächlich sind ihre Texte so lebendig, so anschauungsgesättigt, dass dem Leser überlassen bleibt, den einfachen oder doppelten Leseweg einzuschlagen, die Szenen vom Sterben eines alten Mannes, die Geschichte kindlichen Missverstehens oder die Bilder vom langsamen Abschied einer blinden Cellospielerin zusammen mit dem zugehörigen Gedankenspiel über die Falltüren realistischen Erzählens zu lesen oder nicht.«
Sibylle Cramer, Süddeutsche Zeitung

»Können Lyriker Prosa schreiben? Nein, sagt das Vorurteil. Ja, beweist Ulrike Almut Sandig.«
Spiegel Online

»Sandigs Geschichten haben eine Märchenebene; sie bewegen sich auf diversen Anspielungsfeldern, vermischen Surreales, Unwahrscheinliches und Mögliches auf plausible Weise. Sorgfältig gebaut sind sie dennoch. Gelernt ist gelernt.«
Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau

»Wohltuend heben sie sich von vielen der psychologisch grundierten, oft allzu selbstreferentiellen Prosaexerzitien der jungen zeitgenössischen Literatur ab.«
Cornelia Staudacher, Deutschlandradio

»Ein starkes Prosadebüt.«
DRS

»Sie ist keine polternde Schreiberin, sondern eine leise, aber intensive Prosa-Poetin. Mit FLAMINGOS spielt sie nun wohl in ihrer ganz eigenen Liga. Mehr von diesem Stoff!«
ORF

»Sie vermischt gekonnt Reales und Märchenhaftes, Erfundenes und Wirkliches. Fließend sind hier die Übergänge zwischen Realität und Fiktion. Dabei wird nie mit plakativen Effekten gearbeitet, die Ungeheuerlichkeit findet ihren Platz zwischen den Zeilen.«
MDR

»Sandigs Prosa, die kunstvoll ist und nichts Gekünsteltes hat. Jedes Wort mit Bedacht gesetzt und dabei von beneidenswerter Leichtigkeit.«
Irmtraut Gutschke, Neues Deutschland

»Ulrike Almut Sandigs Protagonisten sind meist Außenseiter. Und unter diesen Außenseitern finden sich wiederum viele Kinder. Daher wirkt das phantastische Element in ihren Geschichten oft kindlich-verspielt. Andererseits wird die Ernsthaftigkeit und auch die Tragik des Erzählten kein Leser in Zweifel ziehen. Und genau dieser Balanceakt macht Sandigs Geschichten spannend. Ihr Erzählband FLAMINGOS macht neugierig auf mehr Texte, die Sandig als Prosaautorin hoffentlich bald vorlegen wird.«
Andreas Puff-Trojan, SWR 2

»Der Geschichtenband FLAMINGOS wartet mit elf überraschenden Erzählungen auf, die sich allesamt durch ihre atmosphärische Dichte auszeichnen, von deren Grund ein feiner melancholischer Ton herauf klingt. (...) Die Leichtigkeit solchen Erzählens, das Sandig perfekt beherrscht, gewinnt zusätzlich dadurch, dass es nie ins Plaudern verfällt. Diese vertrackten Geschichten sind höchst gelassen inszeniert, die Informationen über Ort, Zeit und Figuren werden nie krampfhaft ausgestellt, sondern sorgfältig in den Fortgang des Erzählens eingebettet. Dies beschwört etwas eminent Intimes herauf.«
Beat Mazenauer, Der Bund

»Es sind die poetisch ausgewogenen Formulierungen, die an den insgesamt elf Erzählstücken bestechen und ihnen eine unverwechselbare Prägung verleihen. Die Tonfarbe von Ulrike Almut Sandig changiert zwischen milder Melancholie, gedämpfter Heiterkeit und andächtigem Staunen. Ein derartiger Stil erfordert die Fähigkeit, sich abzukoppeln von Banalitäten, wegzutauchen in das Reich kreativer Visionen, so wie die Protagonistin von DREITAUSEND BLAUWALEN. (...) Imaginationen dieser Intensität laden die Sprache der Autorin optisch auf. Ihre Geschichten werden zum 3D-Kino, entführen einen zuweilen in den Cyberspace. Ein ähnliches Maß an Plastizität erzielen gegenwärtig nur wenige Autoren.«
Ulf Heise, Märkische Allgemeine

»Wer etwas für Geschichten übrig hat, die auf besondere Art erzählt sind, für eine Prosa, von der das Funkeln der Poesie ausgeht, für Texte, die anspruchsvoll sind, einen aufmerksamen Leser verlangen - der kann indem Band FLAMINGOS von Ulrike Almut Sandig eine große Entdeckung machen. (...) Das Wunderbare an diesen Geschichten ist auch, dass sie ihr Geheimnis bewahren, nicht alles aufgelöst wird. So nämlich bewegen sie sich nach dem Lesen in uns weiter.«
Dresdner Neueste Nachrichten

»Ulrike Almut Sandig bringt in den elf Geschichten ihres Prosadebüts FLAMINGOS ihr Handwerkszeug auf ebenso überzeugende wie überraschende Weise zum Einsatz. (...) Sehr gelungen.«
Tip

»Sandigs Einstannd als Erzählerin darf gebührend gefeiert werden. Ihre Geschichten sind traurig, manchmal auch traurig und schön, sie sind märchenhaft alltäglich, versponnen manchmal, aber vor allem: lebendig.«
SAX Dresdner Stadtmagazin

»Ulrike Almut Sandig erzählt Geschichten, die verwundern, verstören und bis ins Zentrum der Poesie reichen.«
The Daily Frown

»Sandig findet sehr schöne Bilder, gerade im scheinbar Alltäglichen, Nebensächlichen, um Gefühle auszudrücken, um innere Wahrheiten und Welten zu umreißen, die manchmal – scheint es – wirklich nur in Bildern transportiert werden können. (...)
Mit FLAMINGOS ist Sandig ein lesenswertes Debüt gelungen, das man nicht so schnell vergisst.«
Frauke Lengermann, Die Berliner Literaturkritik

»Ulrike Almut Sandig führt in ihrem Erzahldebüt gekonnt vor, wie das Innenleben die Außenwelt mit erschafft.«
Christoph Schreiner, Saarbrücker Zeitung

Außerdem erschienen von Ulrike Almut Sandig

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