Tanja Dückers: Fundbüros und Verstecke

Tanja Dückers
Fundbüros und Verstecke

Gedichte

104 Seiten. Gebunden.
€ 18,95   €[A] 19,50   
ISBN: 978-3-89561-011-0

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»Unsere Lyrik könnte mehr solcher wachen Momente gebrauchen.«
Steffen Jacobs, Die Welt

Nachdem zuletzt 2004 Tanja Dückers’ Lyrik-CD MEHRSPRACHIGE TOMATEN. REISEN IM KOPF erschien, werden hier neue Gedichte der auch für ihre Prosawerke und Essays gefeierten Autorin vorgelegt. In FUNDBÜROS UND VERSTECKE erhebt Tanja Dückers Einspruch gegen die Schwerkraft, besingt das Fallen, setzt an zum Fliegen – und folgt dabei dem roten Faden, »der unsere Leben / zusammenhielt«. Sie umkreist die Welt, findet sie im Nahen wie im Fernen, in ausgedehnter Zeit wie in der Flüchtigkeit. Reisen haben immer eine existenzielle Dimension, ihr Blick geht oft nach Osteuropa. Tanja Dückers’ Poesie ist mal melancholisch, mal träumerisch, oft spielt sie mit schroff ironischen Kontrasten.

Das Zusammenspiel von Öffentlichem und Privatem wird in Hommagen an Emily Dickinson, Hans Magnus Enzensberger und Fernando Pessoa erkundet. Dabei lässt sich Tanja Dückers von Märchenmotiven und urbaner Alltagspoesie inspirieren: Unter dem Motto »Man kommt nicht los / von dem was man nicht kennt«, blickt sie »über den Tellerrand der Erde« und spiegelt kritisch unsere Gegenwart: »Zeichen am Himmel / auch wir«.

Rezensionen

»Geschickt und mutig … und manchmal auch dreist und provokativ. … Dückers Gedichte stellen nicht die Welt nihilistisch und agnostizistisch in Frage, sie decken viel mehr verborgene oder verschollene Schichten unseres Daseins und alltäglichen Jammerns oder Jubelns auf. ... Das Erstaunliche an diesen Gedichten ist, dass sie in osteuropäischer Manier philosophieren und zwischen dem Seienden und Nichtseienden nachvollziehbar unterscheiden.«
Artur Becker, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung

»Tanja Dückers Gedichte sind eine sentimentalitätsfreie Zone, nie werden sie gefühlig, wenn sie von Gefühlen sprechen. Sie wirken oft wie somnambule Unternehmungen zwischen Wachen und Schlafen, wie Passagen zwischen Vernunft und Unvernunft.«
Anton Thuswaldner, ORF Exlibris

»Verslos glücklich: Ohne Reim und ohne konventionelle Gedichtform erschafft die 1968 in Berlin geborene Schreib- und Schriftkünstlerin eine Lyrik, die vor allem durch ihre Bildhaftigkeit und ihre unerwarteten Pointen besticht. Dückers schwingt sich durch die Welt der Worte, bedient sich ungewöhnlicher Metaphern und spielt gekonnt mit Syntax und Satzbau. Dabei sind ihre Gedichte mal sentimental und intim, mal pathetisch, manchmal befremdlich und immer auch etwas verrückt. Der zeitweilig absurde Humor macht das Lesen leicht und amüsant.«
Anna Fleischer, Aviva-Berlin

»Dückers entwirft Reisen im Kopf voller fantastischer Ausflüge, sinnenfreudiger Eskapaden und kurioser Pointen.«
Dorothea von Törne, Literarische Welt

»Ihre Sprache ist klar, ihre Bilder sind treffend, ihre Metaphorik ist niemals Selbstzweck, aber immer Transportmittel und so federleicht ihre Verse daherkommen, so hammerhart sind teilweise ihre Pointen. Tanja Dückers hat einen eigenen Sound, der sehr viel Seele hat und so bleibt dem Rezensenten nur, dieses Buch leichten Herzens schwer zu empfehlen.«
Matthias Ehlers, WDR5 Bücher

Außerdem erschienen von Tanja Dückers

Tanja Dückers: Hausers Zimmer