
75. Geburtstag am
20. September 2011
Paulus Böhmer
Kaddish XI-XXI
Gedichte
Sonderausgabe
340 Seiten. Gebunden.
€ 10,00 €[A] 10,30 SFR 14,90
ISBN: 978-3-89561-128-5
Mit KADDISH XI–XXI setzt Paulus Böhmer sein opus magnum fort, ein über Jahrzehnte entstandenes lyrisches Großwerk, wie es in deutscher Sprache lange keines gab – ein literarisches Ereignis, nicht weniger als die poetische Inventur der Welt. Paulus Böhmers Gedichte sind nicht genügsam, sie sind lang. Gern über 10 Seiten hinweg fließt der Wortstrom und wird zu einer »Form des Atmens« (Thomas Hettche). Und er wird zu Klang: Böhmers Gedichte sind nach musikalischen Vorgaben konstruierte symphonische Gefüge. In ihnen findet sich tiefste Trauer, und immer Trotz und Zärtlichkeit.
Rezensionen
»Böhmers detailverliebte Weltbeschwörung wirkt wie eine rauschende Feier der einzelnen Dinge und der Differenz, die sie trennt. Sein Kaddish ist ein Requiem für Hunderte tote und gegenwärtige Menschen und Dinge, und trotzdem ist es wie aus einem Guss, in einer einzigen, wunderbar vielfältigen Sprache geschrieben.«
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung
»Sein Œuvre ist eine Herausforderung an jede ästhetische Konvention: ausschweifend, rauschhaft, weder durch ideologische noch moralische Scheuklappen begrenzt, ein orgiastisch sprudelnder Wortbrunnen, in dem sich Fachsprachen der Wissenschaft mit Geplapper aus Werbung und TV, mit Sex-Argot und Gaunerrotwelsch begegnen, gegenseitig hochschaukeln und begatten in furiosen Crescendi.«
Jan Röhnert, Der Tagesspiegel
»Paulus Böhmer ruft Bekannte und Namenlose im Reich der Toten auf, läßt nicht nach, mit der Kraft des Wortes das ganze Universum heraufzubeschwören und alles mit aufzunehmen auf seine unsinkbare Arche der Poesie. Ein manischer Erinnerer, berauscht von den Worten und Namen und Dingen und ihrem Klang. Zwischen high and low, Popsong und Gebet wird in diesem lyrischen Marathon nicht unterschieden. Zwischen Rinnstein und Himmelszelt spannt sich das Werk, das nichts verloren gibt. Ein aufwühlendes, mitreißendes Leseerlebnis.«
Augsburger Allgemeine

