Nadine Hostettler: Die letzte Hemmung

2003 Werkjahr der Stadt Zürich

Nadine Hostettler
Die letzte Hemmung

Roman

152 Seiten. Gebunden.
€ 18,90   €[A] 19,50   SFR 27,50
ISBN: 978-3-89561-174-2

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» Autorenporträt Nadine Hostettler
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Eines Morgens muß der alte Direktor erkennen, daß nicht er in der Vergangenheit, sondern die Vergangenheit in ihm fortlebt. Er bricht auf, um in den verlassenen Tälern des Juras nach der Geschichte seiner Existenz zu suchen. Er glaubt, sie in den Uhren, die er als junger Uhrmacher gebaut und später in der ganzen Welt verkauft hat, wiederzufinden. Nichts kann ihn von dem Entschluß abhalten, seine Sammlung zu vervollständigen: nicht das Unverständnis und der Spott seiner Umgebung, nicht die Angst vor dem Scheitern und schon gar nicht die Aussicht, die schöne Vergolderin wiederzusehen.

DIE LETZTE HEMMUNG ist ein Buch über verlorene Erinnerungen, vergessene Träume und verratene Liebe – den Menschen wie den Dingen gegenüber. Mit dem Untergang der Uhrenindustrie ist die Geschichte einer ganzen Region und ihrer Bewohner verschwunden. Zwischen glamouröser Vergangenheit und trostloser Gegenwart liegt eine große Kluft.

Nadine Hostettler ist eine scharfsinnige, behutsame Beobachterin. Mit einer ebenso klaren wie feinsinnigen Sprache skizziert sie das Bild eines vergangenen Glanzes, das Sinnbild der kapitalistischen Welt war.

Rezensionen

»Nadine Hostettler vermittelt nicht nur eine Innenansicht der großen Veränderungen in der Schweizer Uhrenindustrie; mit wenigen Federstrichen zeichnet sie eine Bruchstelle nach, die seit über einem Jahrzehnt durch die Schweizer Gesellschaft verläuft. Wer sich beklagte, dass die Politik in der neuesten Schweizer Literatur keinen Platz mehr hat, wird durch Nadine Hostettler eines Besseren belehrt.«
Werkjahr der Stadt Zürich, Laudator Michael Wirth

»In solch lustvoll erzählten Passagen führt uns Hostettler eindrücklich vor, was die Schweizer Uhr, zumal im Rückblick nach dem Zusammenbruch der traditionellen Uhrenindustrie, eigentlich ist: ein Mythos, keine Maschine.«
NZZ

»Es entwickeln sich Bilder von geradezu filmischer Ästhetik.«
Der kleine Bund

»DIE LETZTE HEMMUNG ist ein stilles Buch, erzählt mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks, das keinerlei Aussetzer erlaubt. Ein verbales Ticken als künstlerisches Symbol gegen den Fortschrittswahn.«
literaturkritik.de

»Nadine Hostettler erzählt knapp, rasch, anschaulich, in einer glanzlosen Alltagssprache, die gerade so viel Kolorit gibt, wie für die Parabel nötig ist. Dadurch wird sie weder nostalgisch, noch pflegt sie die in der neueren Schweizer Literatur so beliebte sozialgeschichtliche Kulissenmalerei.«
NZZ

»Eine überzeugende Parabel der Schweiz als Land des vergangenheitsverliebten Stillstands.«
Christine Lötscher, Buchempfehlung, Tages-Anzeiger

»Vielfältige Verluste, der Widerstand der Arbeiter gegen die Arbeitslosigkeit, verratene Liebe; ein unbeugsamer Wille, die eigene Würde zu bewahren - dies zeichnet das kluge und mutmachende Buch der Autorin aus.«
Kurier Karlsruhe

»Nadine Hostettler ist mit DIE LETZTE HEMMUNG eine Erzählung gelungen, die selber an ein faszinierendes Uhrwerk erinnert, das ein Ineinandergreifen von Vergangenheit und Gegenwart, Unruhe und Innehalten möglich macht.«
Berner Zeitung

»Nadine Hostettler liebt das skurrile Detail. Der Held ihres Romans ist ein liebenswerter Don Quichotte, der gegen die Windmühlen der Geschichte kämpft.«
Schweizer Illustrierte

»Hostettler schaut genau hin, beschreibt anschaulich, beobachtet nüchtern. Mit Sympathie für ihre Figuren, auch wenn sie ihr Leben und ihre Liebe verraten.«
SonntagsBlick

Außerdem erschienen von Nadine Hostettler

Nadine Hostettler: Fräulein Matter verliebt sich

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