
Betty Trask Award 2002 für das beste Debut des Jahres
Gwendoline Riley
Cold Water
Roman
Aus dem Englischen von Sigrid Ruschmeier.
160 Seiten. Gebunden.
€ 17,90 €[A] 18,40 SFR 25,90
ISBN: 978-3-89561-354-8
» Leseprobe
» Autorenporträt Gwendoline Riley
» In den Warenkorb
Carmel McKisco, 20 Jahre alt, arbeitet als Barkeeperin in Manchester. Sie ist cool, schlagfertig, erlaubt sich keine festen Bindungen, schlägt keine Wurzeln – ihre Bücher verkauft sie, sobald sie gelesen sind. Und doch ist Carmel voller Sehnsucht. Sie träumt von Cornwall, von ihrem Ex-Freund Tony und von ihrem einstigen Idol, dem Rocksänger Steven.
An Carmels Tresen begegnen ihr die unterschiedlichsten Typen, einsame Nachtgestalten, exzentrische Individualisten, die eines gemeinsam haben: Alle suchen nach einem Halt in ihrem Leben, nach Ablenkung, Freundschaft, vielleicht Liebe, doch die Vergangenheit klebt wie Kaugummi an ihren Schuhen.
Gwendoline Riley folgt Carmel und ihren Bekanntschaften mit großer Phantasie und Hingabe durchs nächtliche Manchester. Eine verblüffend frische, selbstbewusste Erzählstimme: präzise, originell und elegant, voll Ironie und auf seltsame Weise berührend.
Rezensionen
»COLD WATER ist ein gleich mehrfach passender Titel für den schmalen Erstlingsroman der 29jährigen Britin. Gegen die Kälte, die in der zerrütteten Häuserlandschaft Manchesters so unabwendbar in alle Beziehungen hineinzukriechen scheint wie das Pfützenwasser in Carmels löchrigen All-Stars-Schuh, kommt nichts an. Wie denn auch. Coolness lautet eben die Antwort auf herrschende Kälte. Coolness als das Beste oder Einzige, was aus Kälte gewonnen werden kann.«
Bernadette Conrad, Neue Zürcher Zeitung
»Ab und zu retten sich die Protagonisten in Sätze von poetischer Schönheit, allen voran die 20jährige Carmel McKisco. Carmel führt ein Leben am Rand des Trottoirs. Die funkelnden Sätze, die sie findet, sind da umso hellere Lichteinfälle. Ein Debüt, an dem es nun wirklich gar nichts auszusetzen gibt, das ist es.«
Regula Freuler, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag
»COLD WATER hat etwas Grundsympathisches. Endlich einmal keine Kopfgeburt aus den Creative-Writing-Schulen. Rileys Erzählton ist lakonisch und präzise, die Coolness wirkt nicht lächerlich. Sie erzählt eine geradlinige Geschichte einer jungen Frau. Die unterscheidet ihre Umwelt nach stilvoll und stillos, haßt ihren toten Vater, findet ihre Mutter grenzwertig und macht einen Bogen um Problemgespräche. Was man eben so oder so ähnlich macht, wenn man 20 ist und einigermaßen bei Verstand.«
Welt am Sonntag
»COLD WATER ist ein anrührender, verblüffend beiläufig, manchmal auch zynisch erzählter Debütroman, für den Gwendoline Riley begeisterte Kritiken bekommen hat. Den hartgesottenen Szene-Ton Rileys Prosa trifft die deutsche Übersetzung.«
Verena Araghi, Spiegel
»Manchester ist die Stadt der Bands, der Clubs und der Hoffnungen. Nacht für Nacht versorgt die Barfrau Carmel die Enttäuschten und Müden mit Gin und Whisky, manchmal auch mit einem Lächeln. Tagsüber hängt sie herum, liest, versucht, etwas über sich herauszufinden. Und lernt das Wichtigste: sich nicht zu schämen für das, was man ist. Gwendoline Riley hat eine Heldin geschaffen, die man nicht vergißt.«
Brigitte
»Gwendoline Riley, 28, spiegelt Carmels Gefühle in der Außenwelt und porträtiert dabei ihre Heimatstadt in lakonischen Nachtaufnahmen. Diese herbe Nocturne zieht den Leser in ihren Bann.«
Katrin Hillgruber, kulturSpiegel
»Sie ist der Shooting-Star der jungen britischen Literaturszene: Gwendoline Riley. Sie schreibt sich cool und melancholisch durch das nächtliche Manchester. COLD WATER, das ist ein echter Coming-of-Age-Roman voller Trotz und Tristesse.«
NDR Kulturjournal
»In ihrem grandiosen Debütroman COLD WATER schafft Gwendoline Riley auf gerade mal 160 Seiten eine Icherzählerin zum Identifizieren und Verlieben. Statt noch mehr steile Vergleiche (Charles Bukowski, Johnny Rotten) zu bemühen, kann man die 28jährige besser gleich als neue Lieblingsautorin feiern.«
u_mag
»Ein atmosphärisches Milieubild von schnörkelloser Präzision.«
Berner Zeitung
»Gwendoline Riley entfaltet in ihrer knappen, trockenen Prosa eine unerhörte Romantik, die ihr Alter Ego wie eine Schutzhülle gegen Orientierungslosigkeit verteidigt. Sie nennt es ›die Zeit der Anarchie‹, auf die sicherlich die ›Hollywood Times‹ folgen werden.«
Amica
»COLD WATER reiht treffsicher Momentaufnahmen aus Carmels Leben aneinander, die mal ins Leere laufen, mal traumverloren im Raum hängenbleiben. Schon nach wenigen Seiten ist Carmel einem ans Herz gewachsen - diese trotzige Heldin mit ihren Regeln für ein cooles Leben und dem unbestimmten Fernweh.«
Karolin Jacquemain, Hamburger Abendblatt
»Oft beschreibt Riley mit wenigen Details ein ganzes vertanes Leben. Das Gefühl der Zeitlosigkeit hängt wie Nebel über dem Schauplatz von COLD WATER. Es herrscht eine seltsam melancholische Stimmung in diesem Manchester voller Eisenbahnbrücken, Baustellen und schummriger Kneipen. Rileys Prosa ist schnörkellos und gerade deshalb sehr poetisch.«
Tagesspiegel
»Gwendoline Riley zeichnet den Weg ihrer Protagonisten mit einer unaufgeregten, frischen Erzählstimme nach; die Handlung ist nebensächlich, es geht um die Gefühlswelt einer desorientierten Jugend.«
Hamburger Morgenpost
»Gwendoline Riley gelingt das Kunststück, vor allem von Innenleben ihrer Hauptfigur zu erzählen und gleichzeitig ihre Stadt Manchester auf eine Weise zu porträtieren, die viel mehr umfaßt als das Klischee der wilden Musikstadt. Eine Stadt, in der man ins Kaufhaus oder ins Kino gehen muß, wenn man mal etwas Schönes sehen möchte. COLD WATER ist ein Buch für verkaterte Melancholiker mit Fernweh.«
Laura Freisberg, Bayern2 Zündfunk
»Sie sieht aus wie Lolitas morbide Schwester, und ihre Sätze treffen ins Schwarze: Gwendoline Riley ist das hochgelobte Nachwuchstalent der britischen Literatur. Riley schreibt mit der Treffsicherheit einer Bogenschützin: ruhig, präzise und souverän.«
Andrea Ritter, Stern
»Gwendoline Riley schreibt über das Leben am Tresen wie keine Autorin sonst. COLD WATER ist in seiner zurückhaltenden, klaren und zutiefst romantischen Art einer der überzeugendsten Debütromane der vergangenen Jahre.«
Sebastian Hammelehle, Vanity Fair
»Riley hat für ihr Debüt einen perfekten literarischen Video-Stil gefunden. Die Szenen der Großstadt sind spontan gewählt, genau getimt.«
Martin Zähringer, Neue Westfälische
»Das Ergebnis, wenn sich ein großes Erzähltalent zusammennimmt und das, was sie auf den Herzen und auf der Zunge hat, mit dem, was sie schon im Kopf hat, in Form bringt: Kein Trash, sondern Literatur.«
Westdeutsche Zeitung
»Gwendoline Riley schreibt mit einer Woolf’schen Exaktheit: ein brillanter und wunderschöner Roman.«
The Times
»Die talentierte Miss Riley.«
The Observer
»Manchesters Antwort auf Charles Bukowski.«
The Guardian

