Gabriela Adameşteanu: Der gleiche Weg an jedem Tag

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Gabriela Adameşteanu
Der gleiche Weg an jedem Tag

Aus dem Rumänischen von Georg Aescht

440 Seiten. Gebunden. Lesebändchen.
€ 22,95   €[A] 23,60   
ISBN: 978-3-89561-297-8

Rumänien in den fünfziger Jahren: Letiţia Branea wohnt mit ihrer Mutter und dem Onkel zur Untermiete, der Vater sitzt im Gefängnis, ohne dass sie weiß, weswegen. Das Mädchen muss Tag für Tag erleben, wie ihre Familie drangsaliert und ihr Onkel von Denunzianten an seiner Arbeit als Wissenschaftler gehindert wird. Sie sehnt sich danach, der Enge der Provinz zu entkommen, ihre Träume und die ihres Onkels zu verwirklichen. Sie geht nach Bukarest, um zu studieren, doch die Geister der Vergangenheit folgen ihr. Der »Makel« ihrer Familie ist im Mädchenwohnheim und bei der universitären Obrigkeit längst bekannt. Und selbst die Liebe zu dem jungen Dozenten Petru Arcan, der ihr dabei hilft, das Buch ihres Onkels zu veröffentlichen, hat ihre Schattenseiten. Dennoch lässt Letiţia sich nicht entmutigen. Sie geht ihren Weg, an jedem Tag aufs Neue.
DER GLEICHE WEG AN JEDEM TAG ist eine moderne Emanzipationsgeschichte, der lebhafte innere Monolog einer jungen Frau auf dem Weg zu sich selbst. Gabriela Adameşteanu gewann mit ihrem Aufsehen erregenden Debüt auf Anhieb den RUMÄNISCHEN DEBÜTPREIS sowie den PREIS DER RUMÄNISCHEN AKADEMIE. 2010 wurde der Roman für den renommierten JEAN-MONNET-PREIS FÜR EUROPÄISCHE LITERATUR nominiert.

Rezensionen

»Tatsächlich ist der Roman universell in seinen Schilderungen des Erwachsenwerdens, des Sich-Bezweifelns, des Loslösens von der Familie - und auch die ungleichgewichtige Liebesgeschichte darin ist von einer psychologischen Feinheit, die auch ganz jenseits politisch repressiver Systeme trifft.«
Carola Ebeling, die tageszeitung

»Gabriela Adameşteanu gelingt in ihrem Buch das eindrucksvolle Porträt einer widersprüchlichen, sensiblen jungen Frau, die sich in vorgespiegelte Gleichgültigkeit rettet und auffallende Distanz zur Welt hält.«
Jan Koneffke, Neue Zürcher Zeitung

»Gabriela Adameşteanus Romane sind von wahrhaft zeitloser Qualität.«
Katrin Hillgruber, BR2 Diwan

»Adameşteanu verzichtet auf drastische Schilderungen der Gräuel der Diktatur. Stattdessen erzählt sie in präziser, unaufgeregter Sprache von einer Atmosphäre des Misstrauens, in der jeder jeden bespitzelt.«
Die Presse

»Gabriela Adameşteanu erzählt in DER GLEICHE WEG AN JEDEM TAG ohne Schnörkel absolut spannend den Entwicklungsroman eines Mädchens.«
Matthias Koeffler, BuchMarkt

»Adameşteanus Vergleiche und Metaphern sind unerschöpflich und vielschichtig wie die Stimmungen Letitias, die sie widerspiegeln.«
Doris Roth, Signaturen

»Obwohl DER GLEICHE WEG AN JEDEM TAG fast 40 Jahre alt ist und in Rumänien spielt, kann es dabei helfen, das Heute zu verstehen. Es ist ein stilles, zurückhaltendes Buch, das mit seinen ungemein vielen Details fast wie ein Geschichtsarchiv ist.«
Marlene Streeruwitz, Süddeutsche Zeitung Magazin/Online

»Ein explosives Buch über ein universelles Thema, das Aufwachsen eines jungen Mädchens, mit einem existenziellen Hintergrund: Wie das Politische in das Allerprivateste dringt.«
Le Monde

»Ein gefühlvoller, meisterhaft komponierter Adoleszenzroman, der durch eine unglaublich feine Beobachtungsgabe zum Tagebuch einer Epoche wird.«
The Guardian

»Gabriela Adameşteanu ist in die literarische Landschaft Rumäniens wie ein Sonnenstrahl eingefallen.«
Lettre International

»Gabriela Adameşteanus schriftstellerische Laufbahn erstreckt sich vom kommunistischen Regime bis in die Gegenwart, aber ihre Romane tauchen noch tiefer in die Vergangenheit bis zum Beginn der Unabhängigkeit ihres Landes. Ihr Umgang mit Details ist meisterhaft, ihr Stil hoch gelobt.«
Times Literary Supplement

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