Elizabeth Bowen: Das Haus in Paris

Elizabeth Bowen
Das Haus in Paris

Roman
Aus dem Englischen von Sigrid Ruschmeier.

408 Seiten. Gebunden.
€ 24,90   €[A] 25,60   SFR 35,50
ISBN: 978-3-89561-241-1

» Autorenporträt Elizabeth Bowen
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»Ihr Prosastil kann Suchterscheinungen auslösen.«
Süddeutsche Zeitung

In einem unheimlichen Haus in Paris treffen 1935 der neunjährige Leopold und die zwei Jahre ältere, pragmatische Henriette aufeinander. Leopold, der bisher mit seinen Adoptiveltern in Italien gelebt hat, wartet sehnsüchtig und doch voller Angst auf seine leibliche Mutter, der er hier zum ersten Mal begegnen soll. Über den beiden unterschiedlichen Kindern, im ersten Stock, liegt die alte Mme Fisher im Sterben, während ihre traurige Tochter Naomi hilflos um sie herumflattert.
Wer Leopolds Mutter ist und in welcher Beziehung sie zu dem Haus in Paris steht, erzählt Elizabeth Bowen mit hinreißendem Humor und ihrem untrüglichen Gespür für Atmosphäre. »Das Haus in Paris« ist eine Horrorgeschichte, eine Komödie, und ein Roman der Gefühle von verhängnisvoller Liebe und gewaltsamem Tod.

Rezensionen

»Ihr Prosastil, der irgendwo zwischen Virginia Woolf und E.M. Forster seine eigensinnige, spröde Eleganz entfaltet, zuweilen auch an Edith Wharton erinnert, kann regelrechte Suchterscheinungen auslösen. (...) Was als Handlungsgerüst in der Tat melodramatisch anmutet, erscheint in Bowens Schilderung als zarte, flüchtige Textur, in deren Zwischenräumen und Leerstellen das eigentlich Aufregende sich ereignet: Gefühle, Stimmungen, Seelenregungen werden greifbar, ohne dass sie mit Worten dingfest gemacht würden.«
Süddeutsche Zeitung, Kristina Maidt-Zinke

»Nur ein Teil des Werks von Elizabeth Bowen ist bislang ins Deutsche übersetzt. Während ihr hunderster Geburtstag vor wenigen Jahren in Großbritannien Anlaß für die Wiederauflage ihrer Romane und Kurzgeschichten war, ist es dem Verlag Schöffling & Co. zu verdanken, daß die Schriftstellerin nach langer Pause nun auch bei uns wieder zu entdecken ist. Ihr markanter Stil - eine Mischung aus Genauigkeit, Poesie und Härte - hat Bowen immer wieder den Vergleich mit Henry James, Virginia Woolf und Edith Wharton eingetragen.
Diese Qualitäten bestimmen auch ihren dritten, nun endlich auf deutsch vorliegenden Roman: Hier erweist sich die Autorin als Meisterin in der verdichtenden Beschreibung von Atmosphäre und Charakter. Das "Haus in Paris" ist ein fast zeitloses Kabinettstück, eine Miniatur von bestechender Präzision.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Felicitas von Lovenberg

»Eindrucksvoll und empfindungsklug.«
Berliner Zeitung, Manuela Reichart

»Ein überaus eleganter und zugleich dramatischer Roman, der mit einer Härte geschrieben ist, wie sie unüblich und erfreulich ist.«
Antonia S. Byatt

»Endlich ist von Bowen mehr zu lesen.«
Buchkultur

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